Galbraith, Robert: Die Ernte des Bösen


Genre: Krimi, Detektivroman

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Der Ruf des Kuckucks
Teil 2: Der Seidenspinner
Teil 3: Die Ernte des Bösen
Teil 4: Weisser Tod
Teil 5: Böses Blut
Teil 6: Das tiefschwarze Herz

Kurzbeschreibung:
Nachdem Robin Ellacott ein mysteriöses Paket in Empfang genommen hat, muss sie zu ihrem Entsetzen feststellen, dass es ein abgetrenntes Frauenbein enthält. Ihr Chef, der private Ermittler Cormoran Strike, ist ebenfalls beunruhigt, jedoch kaum überrascht. Gleich vier Menschen aus seiner eigenen Vergangenheit fallen ihm ein, denen er eine solche Tat zutrauen würde – und Strike weiß, dass jeder von ihnen zu skrupelloser, unaussprechlicher Grausamkeit fähig ist.
Während die Polizei sich auf den einen Verdächtigen konzentriert, der für Strike immer weniger als Täter infrage kommt, nehmen er und Robin die Dinge selbst in die Hand und wagen sich vor in die düsteren und verstörenden Welten der drei anderen Männer. Doch als weitere erschreckende Vorfälle London erschüttern, gerät das Ermittlerduo selbst mehr und mehr in Bedrängnis …

Meine Einschätzung:

Mir gefällt die Art, wie Frau Rowlings -alias Robert Galbraith- Geschichten erzählt unglaublich gut. Ich sehe die Personen, die Orte wirklich vor mir und tauche komplett in die, in diesem Fall etwas bizarre und gruselige Geschichte ein. Die Themen sind keine leichte Kost: Kindesmißbrauch, Sadismus und die perverse Brutalität der Verdächtigen Gewalttäter muß die geneigte Leserin erst mal verdauen.
Aber mit Cormoran und Robin hat sie ein sehr interessantes Ermittlerteam erschaffen, das ich ins Herz geschlossen habe.
Mein zugegebenermaßen nicht besonders gut ausgeprägter detektivischer Spürsinn hat mich bei dieser Geschichte total im Stich gelassen, denn für mich kamen alle Verdächtigen als Täter in Frage ;-). Was wiederum bedeutet, dass es für mich bis zum Schluß sehr, sehr spannend geblieben ist.
Aber ganz kritiklos bleibt mein Leseeindruck dann doch nicht.
Das Buch hat im zweiten Drittel eine Länge, während Robin und Cormoran ihre langweiligen Oberservierungsaufträge erfüllen, die vermeidbar gewesen wäre.
Zudem kann sich die Autorin offenbar nicht entscheiden, ob sie ihren Hauptprotagonisten Cormoran nun attraktiv findet oder nicht. Sie verpaßt ihm Übergewicht, eine gewisse Neigung zum Ungepflegtsein und vergleicht sein krauses Haar mit Schamhaar, was ich ziemlich daneben finde. Andererseits verbandelt sie den Guten mit wohlhabenden Schönheiten. Ich habe mir natürlich mein eigenes, anziehendes Bild von ihm geschaffen und hoffe, dass die Autorin auch noch dahin kommt.
Wir erfahren auch etwas aus Robins Vergangenheit, was wirklich interessant ist und einen Teil ihrer Persönlichkeit erklärt, aber da hätte ich mir auch eine etwas kreativere Lösung gewünscht.
Trotzdem habe ich das Buch in zwei Tagen förmlich verschlungen :-).

Mein Fazit:
Auch der dritte Teil der Detektivserie von Frau Rowlings, alias Galbraith, hat mir ausnehmend gut gefallen und ich fiebere dem nächsten Teil förmlich entgegen.

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