Brontë, Charlotte: Jane Eyre

Genre: viktorianischer Roman aus dem Jahr 1847
Hörbuch: gelesen von Sophie Rois

Jane Eyre hat eine harte Kindheit hinter sich. Nachdem ihre Eltern früh sterben, muß sie einige Jahre bei ihrer Tante verbringen, die ungerecht, lieblos und gemein ist. Als Jane gegen diese Behandlung aufbegehrt, wird sie in eine Schule für mittellose Mädchen gesteckt. Obwohl die Lebensbedingungen dort alles andere als menschenwürdig sind, entwickelt sich Jane zu einer selbstlosen, scharfsinnigen und klugen Frau. Sie verläßt die Schule, um eine Stelle als Hauslehrerin bei dem düsteren, verschlossenen Eward Rochester anzutreten. Rochester verliebt sich in sie und macht ihr einen Heiratsantrag. Jane, die in ihrem Leben nie Glück erlebt hat, bleibt bis zur letzten Minute skeptisch. Sie kann nicht glauben, daß ihr dieses Glück tatsächlich zu Teil werden wird. Und wirklich, während der Hochzeitszeremonie wird ein furchtbares Geheimnis gelüftet: Im oberen Stockwerk des Hauses hält Rochester seine wahnsinnig gewordene Ehefrau versteckt. Obwohl Jane Rochester von ganzem Herzen liebt, flieht sie, weil sie nicht in einem unmoralischen Verhältnis zu ihm leben möchte. Ohne Geld irrt sie mehrere Tage durch den Norden Englands, bis sie von einem Pfarrer aufgenommen wird. Sie wird Dorflehererin und richtet sich ein bescheidenes Leben ein, das aber wiederum eine dramatische Wende nimmt, als sie tatsächlich Erbin eines großen Vermögens wird. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten, nur daß es weitere dramatische Entwicklungen gibt 😉
Sich in unserer hektischen Zeit auf einen viktorianischen Roman einzulassen, ist fast schon mutig. Aber wer Freude an intelligenten Dialogen und stimmungsvollen Beschreibungen hat, wird diesen Roman lieben. Das tragische Leben der jungen Jane Eyre hat mich sehr berührt und voller Bewunderung habe ich verfolgt, wie sie trotz all der Schiksalsschläge immer wieder ihren Weg gefunden hat. Besonders gut hat mir die gruselige Atmosphäre in Thornfield gefallen, da konnte man richtige Gänsehaut bekommen …
Außerdem bekommt der Leser einen guten Eindruck, welche Rolle der Frau im 19. Jahrhundert zugedacht war und welchen Konventionen die Gesellschaft unterworfen war.

Die Stimme von Sophie Rois hat mich manchmal etwas genervt, aber im Großen und Ganzen ist ihre Lesung sehr stimmungsvoll.

Von mir gibt es 10 von 10 Punkten

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