Whitten, Hannah: Für den Wolf

Genre: Fantasy

Kurzbeschreibung:
Wie alle Menschen fürchtet die Königstochter Red den Wilden Wald – einen verwunschenen Ort, an dem schreckliche Monster hausen. Das schlimmste unter ihnen ist der Wolf, dem seit jeher die zweitgeborene Königstochter geopfert wird. Red ist diese Tochter, und obwohl ihre ältere Schwester Neve ihr verbieten will, den Wilden Wald zu betreten, sehnt sich die jüngere danach. Denn in Red glüht eine gefährliche Macht, die sie nicht kontrollieren kann – und im Wilden Wald kann sie wenigstens niemanden verletzten, den sie liebt. Doch an dem Tag, als sie dem Wolf gegenübersteht, ahnt Red nicht, dass sie dieses Monster in Menschengestalt mit jeder Faser ihres Wesens lieben wird.

Meine Einschätzung:
Ein sehr, sehr schönes Cover und Märchenbezug und schwupps lag das Buch in meinem Einkaufskorb.
Aber, was soll ich sagen? Manchmal reicht das dann doch nicht, um für mich ein tolles Buch zu sein. Als Märchenadaption von Rotkäppchen ist die Geschichte kaum wiederzuerkennen. Gut, Red trägt einen roten Mantel als sie in den Wald geht, aber da wartet weder eine Großmutter, noch ein Wolf, noch ein Jäger. Das hätte ich ja verschmerzt, wenn die Geschichte nicht solche Längen hätte. Nach meinem Empfinden, hätte man die mittleren 300 Seite auf 50 zusammenkürzen können. Da passiert nicht wirklich etwas und diese lange Passage konnte auch nicht dazu beitragen, mir zu erläutern, warum Red sich in Wolf verliebt. Ich habe das nicht verstanden.
Und wenn mir in irgendeiner Geschichte Kartenmaterial gefehlt hat, dann hier. Die umliegenden Königreiche, die Lage des Wilden Waldes, das hätte ich gerne mal auf einer Karte nachgeschaut.
Es gibt natürlich auch interessante Aspekte in der Geschichte. Die höfischen Intrigen, die geheimnisvollen Kräfte des wilden Waldes, … und vielleicht lese ich irgendwann mal die Fortsetzung. Vielleicht …

Mein Fazit:
Eine gruselig-grausame Geschichte mit einige Längen im Mittelteil. Bin nicht so richtig begeistert.

2 Gedanken zu „Whitten, Hannah: Für den Wolf“

  1. Ach je, das habe ich schon befürchtet. Man nimmt ja heute alles mögliche als Aufhänger. Aber dass es dann gar nichts damit zu hat, das ist neu.
    Buch gesehen und nichts erwartet. Scheint ja auch zu stimmen. Schade, schade.

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    • Hallo Daniela!
      Ich wünsche Dir ein wunderbares Lesejahr 2024!
      Ja, ich war tatsächlich enttäuscht. Die Autorin vermischt diverse, bekannte Mythen und Legenden, aber einen Rotkäppchenbezug konnte ich wirklich nicht finden. Auch „Wolf“ (Achtung Spoiler – Augen zu) trägt am Ende ein Geweih?? Hä??? Warum er Wolf heisst, habe ich entweder überlesen oder nicht verstanden.
      So ganz schlecht ist die Geschichte nicht und grundsätzlich habe ich mir ja vorgenommen, halbwegs erwartungslos an Geschichten heranzugehen, aber wenn sooooooooooooooo deutlich auf Rotkäppchen hingewiesen wird, dann will ich auch Rotkäppchen haben. So.
      Herzliche Grüße
      Frau Leseratteffm

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