Cole Kresley: Versuchung des Blutes

Genre: Paranormaler Liro

Reihenfolge der Serie „Immortals after dark“:
Teil 12: Dunkles Schicksal
Teil 11: Lothaire
Teil 10: Versprechen der Ewigkeit
Teil 9: Sehnsucht der Dunkelheit
Teil 8: Flammende Begierde
Teil 7: Eiskalte Berührung
Teil 6: Zauber der Leidenschaft
Teil 5: Verführung der Schatten
Teil 4: Tanz des Verlangens
Teil 3: Versuchung des Blutes
Teil 2: Kuss der Finsternis
Teil 1: Nacht des Begehrens

Warnung!!!! Dieses Buch ist nur etwas für eingeweihte Leser, der Para-Liro-Fangemeinde. :>
Bowen, ein tortured Hero, wie man ihn sich nur vorstellen kann, will seine verstorbene Gefährtin widererwecken und nimmt dafür an einer abgefahrenen mythischen Ralley teil. Während dieser Ralley gerät er mit einer jungen Hexe aneinander, die er kurzerhand in einer Gruft einsperrt, um an sein Ziel zu gelangen. Leider wird diese Gruft von gruseligen Unsterblichen bewacht, die Mari (die Hexe) gefangen nehmen. Klingt jetzt harmlos, ist aber echt gruselig und z.T. auch ekelig. Da der jungen Hexe eine große Zukunft vorhergesagt wird, muß Bowen sie wieder befreien und sich dann mit der verständlichen Wut der jungen Frau auseinandersetzen. Dann kommt es zu einer abenteuerlichen Flucht durch den Dschungel von Südamerika, die beiden Protas fühlen sich gleichzeitig zueinander hingezogen und abgestoßen. Es beginnt ein dramatisches Hin- und Her und endet, wie soll es anders sein, in einem Happy-End.
Das ist nur die wortkarge Kurzfassung des Inhaltes.
Die Autorinnen spielt mit sämtlichen mythischen Gestalten, die man so kennt. Walküren, Hexen, Werwölfe, Vampiren, Nymphen, Dämonen, diverse Götter und Göttinen und spinnt daraus wunderbar gruselige, spannende Geschichten. Obwohl die handelnen Figuren alle übernatürliche Fähigkeiten haben, sind sie mir ihren Problemen und Schwächen doch sehr menschlich geblieben. Besonders in dem komplizierten Fall von Bowen, der von Schuldgefühlen geplagt wird und einen tiefempfungen Hass gegen jegliche Form der Magie hegt und Mari, die mit ihren Kräften nicht klarkommt und die sich stets ungeliebt fühlt, gelingt es der Autorin dies nachvollziehbar zu beschreiben.
Ich liebe diese paranormalen Liros und dieser hier gefällt mir wieder, wie auch die Vorgänger äußerst gut.
Von mir gibt es 9 von 10 Liropunkten

Brown, Dan: Das verlorene Symbol


Genre: Thriller


Reihenfolge der Serie:

Teil 1: Illuminati
Teil 2: Sakrileg
Teil 3: Das verlorene Symbol
Teil 4: Inferno
Teil 5: Origin

Meine Einschätzung:
Grmpf, ich hatte mich sehr auf diesen Thriller gefreut, den „Sakrileg“ hat mich damals wirklich begeistert. „Das verlorene Symbol“ lege ich nun mit einem dicken Stirnrunzeln weg.
Dan Brown hat seine bewährten Elemente (Wissenschaftler, Geheimbünde, Geheimdienste, böser Bösewicht) zu einer Geschichte zusammengestrickt, die mir persönlich an vielen Stellen schlichtweg zu unglaubwürdig und „amerikanisch“ war.
Ich möchte zukünftigen Lesern nicht die Spannung verderben, in dem ich hier die spannenden Stellen auseinander nehme, aber wenn Ihr es lest, werdet Ihr wissen, was ich meine. Langdon, Kathrin und auch Peter Solomon sind mir viel zu leichtgläubig, naiv und vertrauensselig. Z.B. weiß mittlerweile jedes Kind, daß SMS von jeder Person, die das entsprechende Handy in seinen Besitz bringt, geschickt werden kann, oder???
Diesmal spielt die Geschichte in Washington und Brown beschäftigt sich ganz viel mit den Intentionen der Gründerväter der USA und mit Verlaub, George Washington und Co werden glorifiziert, was mir als Europäerin irgendwann auf die Nerven ging.
Eine bedeutende Rolle spielen auch die Freimaurer. Ich habe mich noch nicht ernsthaft mit diesem Thema beschäftigt, aber Dan Brown kommt nicht ein einziges, kritisches Wort aus der Feder, was diese Vereinigung betrifft und das kann man sicher auch nicht so stehen lassen. Und das große Geheimnis, das die Freimaurer hüten, dessen Veröffentlichung der Untergang der Welt, wie wir sie kennen, bedeuten würde … Ich habe es nicht ganz verstanden. Ebenso erging es mir mit dem schrecklichen, dramatischen Video, das der Bösewicht ins Internet stellen wollte und das die CIA auf den Plan gerufen hat. Joooooo, es wäre sicher peinlich für die Amis gewesen, aber … *schulterzuck*.
Das Ende läßt mich auch unbefriedigt zurück. Eine der Hauptpersonen, die wirklich Dramatisches erlebt hat, spaziert nach der Rettung gemütlich in sein Büro und hat Zeit und Lust auf philosophische Gespräche über die Bibel. *zieh-die-augenbraue-hoch*
Gut, es gibt auch spannende Momente, unglaubliche Wendungen und interessante Thesen, aber im Großen und Ganzen habe ich dieses Jahr schon deutlich spannendere Bücher gelesen.

Fazit:
Leider bekommt dieser Dan Brown nur
6 von 10 Punkten
und wir wollen alle mal hoffen, daß der angekündigte 4. Band mit Langdon wieder besser wird.

Chase, Loretta: Ein skandalös perfekter Lord

Genre: Regency-Liro

Teil 3 einer Serie

Ein verregneter, fieser Sonntag nach einer gemeinen Woche? Da hilft nur der perfekte Liebesroman um meine Batterien wieder aufzuladen.

Zur Story:
Bathseba (sensationeller Name, oder?:))) wird von der noblen Londoner Gesellschaft gemieden, da sie aus einer skandalträchtigen, verrufenen Familie stammt. Nach dem Tod ihres Mannes versucht sie, sich und ihrer eigenwillige Tochter mit Zeichenunterricht ein vernünftiges Leben zu sichern. Zufällig begegnet sie Lord Rathbourne, der das perfekte Exemplar eines Adligen verkörpert. Bathsebas Tochter und Lord Rathbournes Neffe freunden sich an und reißen schließlich aus, um einen Schatz zu finden. Da bleibt den beiden „Erziehungsberechtigten“ nichts anderes übrig, als den beiden zu folgen. Was als kurzer, unauffälliger Ausflug geplant war, um jeden Skandal zu vermeiden, endet als abenteuerliche Reise durch halb England, bei der sich die beiden Protas natürlich verlieben!
Es ist eine herrliche, anrührende Geschichte, die von der Autorin mit viel Witz und Charme erzählt wird. Die Dialoge zwischen Rathbourne und Bathseba sind wunderbar und wie sich die beiden Ausreißer immer wieder aus der Affähre ziehen können ist auch sehr unterhaltsam.
Dafür gibt es 10 von 10 Liro-Punkten! :yes:

Knorr, Albert: Sacer Sanguis I

Genre: Thriller

bisher erschienen: Sacer Sanguis II und Sacer Sanguis III
(Achtung: der Autor beharrt auf einer umgekehrten Lesereihenfolge B))
www.albert-knorr.com
Alberts Blog: http://albertknorr.blog.de/

Ich bin durch Zufall auf diesen Wiener Autor gestoßen, als ich auf der Suche nach spannenden Büchern ala Dan Brown und Preston/Child für meinen Göga war. Amazon hilft dem Suchenden ja weiter mit dem Hinweis: „Das könnte sie auch interessieren…“ Allerdings mußte ich feststellen, daß Knorrs Bücher nicht bei Amazon zu bestellen waren, sondern nur beim Autor selbst zu kaufen sind. ❗ Das hat mich neugierig gemacht und mein Göga und ich haben die ersten Bände verschlungen und nun ist der dritte Teil ganz frisch erschienen.
Die Story: Unbekannte machen Jagd auf historische Jesus-Artefakte auf der ganzen Welt und gehen dabei brutal und gewissenlos vor. Der Staat Israel ist im Besitz eines besonders wertvollen Artefaktes, das wissenschaftlich untersucht werden soll und schleust in Anbetracht der drohenden Diebstahlgefahr einen seiner Agenten undercover als Wissenschaftler ein. Die Untersuchung findet im Wiener Naturhistorischen Museum unter strengsten Sicherheitsbestimmungen statt.
Parallel dazu verfolgt der Leser gruselige Geschehnisse in einem Bio-Tec-Labor in Transsilvanien, die Graf Dracula als harmlosen Kinderschreck erscheinen lassen sowie die Ausgrabungen eines Archäologen-Geschwister-Paares in Jordanien.
Wer Band II und III gelesen hat, durchschaut schnell, wie diese Geschichten alle zusammengehören.
Wie schon in den Vorgänger-Bänden gelingt es dem Autor, seine Story so realistisch, humorvoll und detailreich zu erzählen, so daß sie in meinem Kopf quasi als Kinofilm abläuft. Verheerende Sandstürme, Verfolgungsjagden durch düstere Tunnel im Wiener Untergrund, schaurige Spaziergänge durch neblige, rumänische Städtchen, wilde Autofahrten über den Wiener Ring ;): GROSSARTIG
Mehr will ich gar nicht verraten….
Besonderes Highlight in diesem Band sind die Fotos der Recherchereisen des Autors, die man als Aufkleber (Pickerl) ins Buch kleben kann. Erinnert ein wenig an die berühmt-berüchtigten Panini-Sammelbildchen, die wir alle so lieben. ;D
Fazit: Wer actionreiche Thriller mit geheimen Geheimagenten, fiesen Bösewichten, naturwissenschaftlichem Hintergrund und jeder Menge Wien mag, der ist mit der Sacer Sanguis Thrillogie gut beraten und wir viel Spaß haben
Von mir gibt es
9 von 10 Punkten
Einen Punkt muß ich leider abziehen, weil meinem romantischen Leserherzchen die Liebesgeschichte – wie sagt der Wiener gleich? – abgeht! ;D

Meyer, Kai: Die fließende Königin

Genre: Fantasy für Kinder/Jugendliche

Brennende Schatten (Vorgeschichte)
Die fließende Königin
Das steinerne Licht
Das gläserne Wort

Heute habe ich die letzte Minute von Kai Meyers Trilogie beim Bügeln gehört. Die Mädels und ich haben die Hörbücher auf langen Autofahrten gehört. Um sie alleine zu Hause zu hören, war die Geschichte für die Mädchen doch etwas zu gruselig und traurig.
Die Geschichte spielt in Venedig, das von einem grausamen Krieg bedroht wird. Ein wiederauferstandener ägyptischer Pharao will die Weltherrschaft an sich reißen und steht nun vor den Brücken Venedigs.Dort leistet ihm eine kleine Gruppe von Waisenkindern Widerstand, die sich aufmachen, die Welt zu retten. Merle und ihre Freunde retten die Fließende Königin, eine mystische Gestalt, die bisher die Stadt beschützt hat und suchen Hilfe bei fliegenden Steinlöwen und Meerjungfrauen. Sie werden bedroht von dämonische Kreaturen, von seelenlosen Mumienkriegern, gewissenlosen Horus-Priestern und brutalen Sphinxen und, um es vorweg zu nehmen: Es gibt kein richtiges Happy-End.
Also, das ist keine leichte Lektüre (bzw. Horchtüre), aber spannend. Kai Meyer entwirft eine ausgefeilte, brutale, gruselige, groteske Parallelwelt, in der alles möglich scheint. Die Hauptfiguren geraten oft in ausweglose Situationen und können sich häufig nur unter tragischen Verlusten daraus befreien. Sie kämpfen für ihre Freiheit, für die Freiheit der Menschheit und für die Freundschaft.
Den Kindern und mir haben besonders die fantasievollen Figuren gefallen, Meerjungfrauen mit wunderschönen Augen, aber mit häßliche Haifischmündern, die z.B. auf den Namen Unke hören. Oder Sphinx-Frauen, die ihre Gestalt wandeln können und Lalapeia heißen. Auch der tapfere, fliegende Steinlöwe Vermitrax, dessen Volk niedergemetzelt wurde, wächst dem Hörer ans Herz.

Fazit: Wer fantasievolle, spannende, tragische und ungewöhnliche Geschichten mag, der sollte es mal mit Kai Meyer probieren.

8 von 10 Punkten

Chapman, Janet: Das Herz eines Highlanders

Gerne: Zeitreise-Liro
Teil 1 einer Serie

Letzte Woche ist mit mir mal wieder Bücherfimmel durchgebrannt. Just nachdem ich aus Vernunftgründen davon abgesehen hatte, mir eine 22-teilige Sci-Fi-DVD-Serie zuzulegen, bin ich über den Bücher-Super-Sonderangebotstisch einer Buchhandlung gestolpert. Und ich wollte wirklich nur gucken *stille* und bin dann mit 8 Büchern nach Hause gefahren. :crazy:
Vor mir selbst habe ich das mit dem Argument: Bücher werden ja nicht schlecht und können im Schrank ruhen. gerechtfertigt. Und eigentlich habe ich gerade ganz andere Bücher auf meiner Leseliste, die ich demnächst (z.T. mit Freundinnen gemeinsam) lesen will.

Aber aus einer Laune heraus habe ich mir „Das Herz eines Highlanders“ aus dem Stapel gegriffen und mich köstlich amüsiert. Die Story ist haarsträubend, wie eigentlich alle Zeitreiseromane, 10 Schotten werden von einem selbstsüchtigen, uralten, mächtigen Druiden in die Gegenwart katapultiert und finden sich erstaunlich gut zurecht. Durch den Verkauf ihrer antiken Mitbringsel machen sie ein Vermögen und investieren in ein Skigebiet irgendwo in den USA.
Coole Idee.
Die Heldin ist eine superintelligente Physikerin, die auf dem Weg nach Hause in ein Flugzeug steigt, in dem auch einer der Schotten sitzt. Dieses Flugzeug (kein Jet, eher Cesna) stürzt während eines Eisregen-Gewitters in den Bergen ab und der Highlander rettet natürlich Frau und Baby. Die beiden verlieben sich, wie es sollte es auch anders sein. Dann gibt es noch jede Menge Verwicklungen: Das Baby ist nämlich das Kind der verstorbenen Schwester, der Vater ist ebenfalls ein Highlander, der von seinem Glück nichts weiß und mit dem anderen Clan verfeindet ist. Die Physikerin wird von ihrem Chef veräppelt, der ihre -natürlich- bahnbrechende Entwicklung an böse Jungs verkauft hat, die daraus eine Waffe machen wollen. Es folgt eine Entführung, Schneemobilverfolgungen während eines Schneesturms, romantische Stunden auf Berghütten, …
Köstlich.
Frau schalte Hirn aus und Fantasie ein und schon versinkt frau in einer Welt, wo die Männer noch echte Männer sind und Frauen trotzdem keine dummen Hühner.

9 von 10 Liropunkten

Delacroix, Clair: Ruf der Sehnsucht

Genre: historischer Liebesroman

Ach Du liebe Güte!!! Das Romänchen hatte ich mir als kleine Aufheiterung zwischendurch gegönnt. Ich habe von der Autorin schon ein paar Romane gelesen, die mich durchaus mit edelmütigen Rittern und ihren Geschichten erfreut haben.
Aber dieser hier???? Grauenvoll, grausam. 88|
Liro-geht-auf-gar-keinen-Fall: Das Schiff, auf dem das Paar reist, geht im Sturm unter. Sie wird von Bord gespült und Er entscheidet sich, bei seinem Knappen zu bleiben, der auch nicht schwimmen kann. HALLOOOOOO!!!! :crazy:
Ab da habe ich nur noch quer gelesen.
Heldin: naiv bis blöd, wird dreimal vom Held verlassen und vergibt ihm immer wieder..
Held: nicht gerade ein strahlender Ritter, keinerlei Kampfgeist, eher ein >:XX (sorry, der war wirklich unglaublich!)
Story: dämlich
Sprache: mühsam mittelalterlich
Vielleicht war ich gerade nicht in der Stimmung für das Rittergedöns, aber hier und heute gibt es von mir
1 von 10 Punkten
und den 1 gibt es für Hugues niedlichen Knappen.

Mead, Richelle: Succubus on Top

Genre: Urban Fantansy
Teil 2 einer Serie

Eigentlich führt Georgina ein ganz normales Leben, sie arbeitet in einer Buchhandlung in Seattle, hat sich in ihren Lieblingsautor Seth verliebt, ist bei den Kollegen beliebt und hat einen netten Freundeskreis. Ja, so normal, wie ein ein unsterblicher Succubus, ein Dämonin, die ihre Energie aus der Lust der Männer zieht, mit denen sie Sex hat, sein kann.
Die Geschichte zusammenzufassen ist mir zu mühsam, könnt Ihr ja nachlesen (beim großen Buchversand…..). Es geht um unsterbliche Drogendealer, die Verführung einer Moralistin, eine chaotische Buchhandlung und eine ungewöhnliche Liebe.
Paranormale Romane haben ja gerade Hochkonjunktur und es wimmelt nur so vor Vampir-, Werwolf- und Hexengeschichten in den Buchhandlungen. Manche sind gut, manche sind blöd und diese Geschichte hier ist „anders“.
Georgina ist ein spannender Charakter, sie hasst ihren „Job“, nämlich Männer zu verführen, braucht ihn aber zum Überleben. Außerdem steht ihre Lebensweise ihrer großen Liebe zu Seth im Weg. Will sie ihn nicht verletzen, muß die Beziehung absolut platonisch bleiben. Sehr romantisch und sehr tragisch. Wenn Georgina sich nicht in ihrem Privatleben verheddert, muß sie eine dämonischen Auftrag erledigen, ihren besten Freund Doug aus seiner Drogenabhängigkeit befreien oder die Buchhandlung leiten. Dabei bleibt sie aber „menschlich“, ist egoistisch und begeht richtig schlimme Fehler, mit denen sie sich auseinandersetzen muß. Und das macht sie so sympatisch.
Die Autorin hat ein Händchen für skurrile, unterhaltsame Szenen und ziemlich wilde Einfälle. Es wimmelt nur so vor mythologischen Gestalten, Vampiren, Kobolden, Göttern, Erzdämonen und Engeln, die sich unter uns Normalos mischen. Dank Georginas Job gibt es auch einige erotische Szenen, die zwar deutlich, aber nicht peinlich oder vulgär sind.
All das zusammen ergibt einen ungewöhlichen Fantasy-Roman für Erwachsene abseits der üblichen All-Age-Romane, die es so gibt.
Von mir gibt es 7 von 10 Punkten

Abzug gibt es für diese merkwürdige Ambrosia-Story, die fand ich unlogisch.

Carroll, Susan: Die Geliebte des Königs

Genre: Historischer Liro

Teil 2 einer Serie
Teil 1: Die dunkle Königin

Dieser historische Liebesroman ist der zweite Teil einer Reihe um die magiebegabten Frauen der Familie Cheney.
Mir hat der erste Teil schon gut gefallen und auch für diesen Teil gilt: ein schöner Schmöker mit einer netten Liebesgeschichte, starken Rittern, gerissenen Helden, bösen Hexen und einer besonders bösen Königinnenmutter, Hexenverfolgungen, ein irrer König, waise Frauen, Liebestränke, sprechende Katzen …

von mir gibt es 8 von 10 Punkten

Zafon, Carlos Ruiz: Das Spiel des Engels

Ach, was quäle ich mich mit diesem Buch herum. Ich habe gerade mal die Hälfte geschafft und werde wahrscheinlich den Rest nur noch querlesen.
Der Autor verwendet zwar eine wunderschöne Sprache und ich bleibe immer mal wieder an einer tollen Formulierung hängen, aber das allein reicht nicht, um mich zu fesseln.
Wie schon in seinem ersten Roman „Der Schatten des Windes“ geht es um Bücher, geheimnisvolle Bibliotheken, Buchhandlungen und Buchhändler und Verleger und Autoren …
Die Hauptfigur dieses Romanes ist ein junger Autor, der seine Karriere mit Gruselgeschichten begonnen hat, sich aber zu Höherem berufen fühlt. Sein erstes ernsthaftes Buch unter seinem richtigen Namen wird ein Mißerfolg. Auch sonst ist er nicht gerade vom Glück verfolgt. Die Frau, die er liebt, heiratet seinen besten Freund und Protege und er leidet an einer vermeindlich tödlichen Krankheit. Dann begibt er sich noch in die Klauen eines unheimlichen Verlegers, der ihm zwar viel Geld bietet, aber diese geschäftliche Verbindung hat unerwartete Folgen für den Autor und sein Umfeld.
Wenn ich das jetzt so aufschreibe, klingt die Geschichte ja ganz interessant, aber es zieht sich einfach endlos hin, bis wieder etwas Interessantes passiert oder ein Geheimnis gelüftet wird und leider wird bei mir die gruselige Grundspannung durch Langweile ersetzt. :zz:

So, gestern abend habe ich das Buch dann fertig gelesen und ja, es ist etwas spannender geworden. Der ein oder andere Mord, die ein oder andere schöne Leiche und ein wenig Gruselstimmung haben mich bei der Stange – äääähhh, beim Buch gehalten. Trotzdem hat mich der Roman nicht wirklich überzeugt. Vielleicht war es einfach das falsche Buch zur falschen Zeit. Das soll ja vorkommen.

Von mir gibt 4,5 von 10 Punkten für die grundsätzlich gute Idee und die schöne Sprache.

Neuhaus, Nele: Tiefe Wunden (3)

Genre: Regionalkrimi
Teil 3 einer Serie
Teil 2: Mordsfreunde
Teil 1: Eine unbeliebte Frau

Dieses Mal werden zwei sehr betagte Herren und eine Dame ermordet und dabei wird vom Mörder eine rätselhafte Zahl zurückgelassen.
Bodenstein und Pia Kirchhoff ermitteln bei den Reichen der Reichen im Taunus und es gibt wieder jede Menge Verdächtiger und tief vergrabene Familiengeheimnisse. Außerdem wird Bodenstein skandalös kompromitiert, da habe ich echt die Luft angehalten!!!
Der dritte Teil zeichnet sich durch eine wirklich gut recherchierte Geschichte aus, die weit in die Vergangenheit zurück führt. Eine Zeit lang war ich Geschichten aus der Nazi-Zeit sehr überdrüssig, aber Nele Neuhaus hat eine plausible, aktuelle Familiensaga daraus gemacht.
Auch hierfür gibt es 9 von 10 Punkten von mir.

PS: Der vierte Teil ist für den Frühsommer 2010 angekündigt und die Autorin schreibt schon fleissig daran. Super!

Neuhaus, Nele: Mordsfreunde (2)

Genre: Regionalkrimi

2. Band der Taunus-Krimi-Reihe

Dieser Krimi beginnt mit einer Leiche auf der Wiese vor dem Opel-Zoo in Königstein. Der Ermordete ist Biologie-Lehrer und Umweltaktivist und hat sich jede Menge Feinde gemacht. Lokalpolitiker, die den Bau der B8 durchsetzen wollen, Schüler, die er durch das Abitur hat fallen lassen, seine Exfrau, Nachbarn, der Direktor vom Opel-Zoo, alle haben einleuchtende Motive …
Bodenstein kämpft mit den Ermittlungen und macht sich gleichzeitig große Sorgen um seine Frau Cosima, während sich Pia im Laufe der Ermittlungen in den Direktor des Opel-Zoos verguckt.
Dann gibt es noch ein vegetarischen Bistro als In-Treff für die jungen Leute in Kelkheim? mit einem geheimnisvollen Computer-Club im Hinterzimmer.
Alles in allem ein gute, spannende Geschichte. Beim Lösen des Mordfalles war ich absolut auf der falschen Fährte (:)) Bodenstein aber auch).
Die Schauplätze der Handlung, nämlich der Opel-Zoo und die Burg Königstein, kenne ich ganz gut, was dem Krimi wieder einen besonderen Reiz verleiht.

Für diesen Krimi gibt es von mir sogar 9 von 10 Punkten

Neuhaus, Nele: Eine unbeliebte Frau (1)


Genre: Regional-Krimi

„Eine unbeliebte Frau“ ist der erste Krimi in einer Reihe mit bislang 3 Bänden von Nele Neuhaus, die Rhein-Main-Gebiet und im Taunus spielen.
In diesem Band geht es um einen Mord im Reiter-Millieu. Da mag manchem Leser vielleicht zu viel Pferd und Stall vorkommen, ich fand es aber unterhaltsam, zumal ich selbst einige Landwirte kenne, die sich der Pferdeunterbringung verschrieben haben. Und deshalb habe ich auch eine ziemlich genaue Vorstellung, wie „speziell“ die Pferdenarren sind.
Was gefällt mir besonders gut an diesem Krimi? Ich mag es sehr, wenn ich zumindest einige Schauplätze des Geschehens aus eigener Anschauung kenne. Außerdem sind die beiden Protas Pia Kirchhoff und ihr Chef Bodenstein sehr menschliche Charaktere, mit denen man sich sehr gut identifizieren kann. Im Gegensatz zu vielen anderen Krimis haben die Beiden auch ein Privatleben, was die Geschichte enorm bereichert und Lust darauf macht zu erfahren, wie ihr Leben weitergeht.
Die Krimihandlung strotzt nur so vor Verdächtigen mit handfesten Motiven und wird keine Minute langweilig.

Für diesen Krimi gibt es von mir 8 von 10 Punkten

Über mich

So, bisher habe ich die Bücher, die ich gelesen habe mit Name des Autors und dem Titel in meinem aktuellen Kalender notiert. Das war nötig, weil ich irgendwann den Überblick über die Bücher verloren habe, die ich gelesen habe.
Da mag sich mancher fragen? Wie viele Bücher liest die Frau denn so??
Das schwankt natürlich nach Stimmungslage, Zeit, Geld, etc., aber die leseratteffm kommt oft auf 200 Bücher pro Jahr.
Warum beginne ich jetzt einen Blog?
Bisher habe ich die Buchtitel maximal mit einem Pfeil nach oben, unten oder Kringel versehen, je nachdem, wie gut sie mir gefallen haben. Manchmal habe ich auch eine Rezi verfaßt, aber das ist ganz schön aufwendig und scheitert meistens an meiner Zeit!!!
Aber wenn ich mir die Liste von letztem Jahr ansehen, da gibt es doch einige Titel, an die ich mich überhaupt nicht mehr erinnern kann.
Dann fand ich sie wahrscheinlich mittelmäßig bis schlecht oder langweilig oder was auch immer.
Wenn ich mir nun in diesem Blog zu jedem gelesenen Buch zumindest ganz kurz (vielleicht auch superkurz, wie „grottenschlecht“) Notizen machen, dann weiß ich vielleicht in zwei-, drei Jahren auch noch Bescheid. Hoffe, ich.
Wer diesen Blog leichtsinnigerweise und wohlgemerkt AUF EIGENE GEFAHR verfolgt, wird merken, daß mein Lesegeschmack – ääääähhhhhh – sehr trivial ist.
Sorry!
Also, alle intellektuellen Lichtgestalten lesen bitte bei Reich-Ranicki oder sonstwo mit und lassen mich in Ruh!!!!
Ich liebe Fantasy-Romane, Krimis, Thriller, Kinderbücher und Liros!!!
Für die Unwissenden: Liros = Liebesromane
und habe jede Menge Spaß dabei.
Eure leseratteffm

Umzug

Ja, Leute, ich bin von blog.de zu wordpress umgezogen.

Warum?

  • Nun, am meisten hat mich die grausame Werbung auf  blog.de genervt und die läßt sich nur abschalten, wenn man dafür bezahlt.
  • Außerdem konnte ich nicht nach Amazon verlinken.
  • Und nicht zuletzt sind die Design und Einstellungsmöglichkeiten bei wordpress sensationell vielseitig und irgendwie auch schöner (soweit ich der Technik Herr werden ;-)).

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