Steinfest, Heinrich: Der betrunkene Berg

Genre: Roman, zeitgenössisch

Kurzbeschreibung:
Ohne sie wäre er gestorben, dünn bekleidet, im Eis der Alpen. Das war wohl auch sein Plan, aber Katharina rettet ihn, bietet ihm Unterschlupf. Auf 1765 Metern Höhe betreibt sie eine Buchhandlung, die nun, im November, geschlossen bleibt. Sie behält den Fremden ohne Namen und Gedächtnis bei sich, vorübergehend. Die beiden lesen zusammen, er kocht für sie, und Stück für Stück beginnt er sich zu erinnern. 

Meine Einschätzung:
Das ist das zweite Buch, dass ich aus der schönen Buchhandlung mitgenommen habe. Zufällig auch ein Autor aus Österreich. Genau wie Monika Helfer. Mich sprach sowohl das Cover als auch der Klappentext an.
Eine Buchhandlung auf einer Bergspitze. Eine Frau, die die Einsamkeit und Bücher liebt. Ein Mann ohne Gedächtnis, der aus Schnee die tollsten Skulpturen bauen kann. Eine Lawinenforscherin, die im Schneesturm in der Buchhandlung strandet. Ein Krähe, die verletzt in der Buchhandlung aufgepäppelt wird und am Ende alle rettet. Drei Leben, drei schicksalhafte, tragische Ereignisse und ein Berg im Winter.
Großartig.

Mein Fazit:
Diesen Roman werde ich so schnell nicht vergessen. Skurril, berührend, verrückt, voller Lebensweisheit. Mag ich sehr.

Donnelly, Jennifer: Die Wildrose

Genre: Roman (historisch)

Reihenfolge der Serie:

Teil 1: Die Teerose
Teil 2: Die Winterrose
Teil 3: Die Wildrose

Kurzbeschreibung:
Die Herzen von Willa Alden und Seamus Finnegan schlagen für die Gipfel der Welt – und füreinander. Doch auf einer schicksalhaften Bergtour erleidet Willa einen Unfall und ist fortan für ihr Leben körperlich gezeichnet. Voller Vorwürfe wendet sie sich von Seamus ab – die Trennung bricht ihm das Herz. Jahre später kreuzen sich ihre Wege ein zweites Mal, und ihre Liebe wird auf eine harte Probe gestellt …

Meine Einschätzung:

Wenn ich bei Sparks eben bemängelt habe, dass dort überhaupt nichts passiert, habe ich bei der „Wildrose“ auf jeder Seite den Atem angehalten, vor Spannung, was der Autorin noch alles einfallen könnte. ;-).
Ebenso wie die Vorgängerromane (die man unbedingt verständnishalber vorher lesen sollte), geht es in diesem Roman oppulent, turbulent, dramatisch und natürlich spannend zu. Eingebettet in die Ereignisse kurz vor und während des ersten Weltkrieges wird zusammen mit einem komplexen Spionageplot die Familiengeschichte der Finnegans weitergesponnen.
Alle geliebten Figuren aus den vorhergehenden Bänden haben ihren Auftritt und entwickeln sich weiter, aber Willa und Seamus spielen natürlich die Hauptrolle. Gemeinsam mit den Hauptfiguren staunt man über die Schönheit des Himalaya, lernt die Bewohner der arabische Wüste kennen, erlebt die Anfänge der Frauenbewegung in England und schaut sich in den Armenvierteln Londons um.
Mein einziger, klitzekleiner Kritikpunkt ist, dass die Autorin an manchen Stellen dann doch übertrieben hat. Willa lernt fast jede geschichtsträchtige Gestalt ihrer Zeit persönlich kennen (den Dalai Lama, Lawrence of Arabia, …) und außerdem verkettet die Autorin fast alle Charaktere schicksalhaft miteinander, das war dann schon ein wenig viel Zufall für meinen Geschmack.
Aber trotzdem ist „Die Wildrose“ ein wunderschöner Schmöker, der mich in Atem gehalten hat.

Mein Fazit:

Wieder ein oppulenter Roman mit exotischen Schauplätzen und interessanten, liebenswerten Figuren.

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