Nikolay, Mona: Amsel, Drossel, tot und starr (2)

Genre: Hörbuch, Krimi

Reihenfolge der Serie „Manne Nowak“:
Teil 1: Rosenkohl und tote Bete
Teil 2: Amsel, Drossel, tot und starr

Kurzbeschreibung:
Ein Mord in einer Schrebergartenkolonie ist nichts für Hobbygärtner, das weiß jeder. Noch dazu, wenn es sich beim Tatort um die Vorzeige-Kleingartenanlage von Berlin Pankow handelt und beim Opfer um einen honorigen Bezirksvorstand. Kein Wunder also, dass die Pankower Ex-Polizist Manne Nowak und seine Partnerin Caro von Ribbek um Hilfe bitten, die Helden der Kleingartenanlage „Harmonie“.
In den perfekt gestylten Gärten ist das Unterholz dichter (und dunkler), als Manne und Caro erwartet haben, dafür treiben Gerüchte ihre prächtigsten Blüten. Doch gegen Mannes Instinkt und Caros Spontanität ist noch kein Kraut gewachsen!

Meine Einschätzung:
Wunderbar! Auch der zweite Teil dieser Serie hat mir sehr, sehr gut gefallen. Ich mag die Charaktere, ich mag das Setting in der Kleingartensiedlung und gelesen von Uve Teschner ist es die reinste Freude zuzuhören.

Mein Fazit:
Absolute Hörempfehlung für Krimifans mit einem Gartenfaible ;-).

Galbraith, Robert: Das tiefschwarze Herz

Gerne: Krimi, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Der Ruf des Kuckucks
Teil 2: Der Seidenspinner
Teil 3: Die Ernte des Bösen
Teil 4: Weisser Tod
Teil 5: Böses Blut
Teil 6: Das tiefschwarze Herz

Kurzbeschreibung:
Als Edie Ledwell, verwirrt und völlig außer sich, in Robin Ellacotts Büro erscheint und mit ihr sprechen möchte, weiß die Privatermittlerin zunächst nichts mit deren Problem anzufangen. Die Co-Entwicklerin der Kult-Animationsserie Das tiefschwarze Herz wird von einem mysteriösen Fan mit dem Pseudonym Anomie terrorisiert. Edie ist verzweifelt und will endlich herausfinden, wer dahintersteckt.
Robin glaubt nicht, dass die Detektei Edie dabei helfen kann und schickt sie weg. Erst als sie ein paar Tage später in der Zeitung die schockierende Nachricht liest, dass Edie ermordet auf dem Highgate Cemetery aufgefunden wurde, dem Schauplatz von Das tiefschwarze Herz, wird sie hellhörig und nimmt sich des Falls an. Robin und ihr Geschäftspartner Cormoran Strike versuchen Anomies wahre Identität zu enthüllen. Mit einem komplexen Netz aus Online-Pseudonymen, Geschäftsinteressen und Familienkonflikten konfrontiert, finden sich Strike und Robin in einer Ermittlung wieder, die sie auf ungeahnte Weise herausfordert und einer unvermuteten Bedrohung aussetzt…

Meine Einschätzung:
33 Stunden! Das ist ’ne echte Hausnummer und ich gebe zu, dass ich manchmal nicht richtig zugehört habe, wenn die Autorin mal wieder Cormoran und Edie die Details ihrer Ermittlungen durchsprechen hat lassen, die man schon vorher miterlebt hatte. Langatmig. Ja, ich fand die Geschichte sehr langatmig, wenn auch interessant. Sie hätte einfach an der ein oder anderen Stelle gekürzt gehört. Finde ich.
Anstrengend zuzuhören waren auch die Dialoge aus den Online-Chats. Ich glaube tatsächlich, dass ich mich leichter getan hätte, das Buch zu lesen.
Ich hatte eine Rezension zu diesem Buch gelesen, in der behauptet wurde, dass die Autorin in diesem Roman ihr eigenes Leben und das Mobbing und den Shitstorm, den sie erfahren hat, aufgearbeitet hätte und um Mitleid mit ihrer eigenen Situation heischt. Tja, ich nicht so recht nachvollziehen, wie er darauf kommt.

Mein Fazit:
Zu langatmig, schwer zu hören, aber thematisch interessant, der neue Krimi von Joanne K. Rowling.

Peinkofer, Michael: Ork City

Genre: Hörbuch, Fantasy

Kurzbeschreibung:
Die Stadt Tirgaslan versinkt im Verbrechen. Zwergensyndikate kontrollieren die von Neonlicht beleuchteten Gassen, Orkgangs treiben ihr Unwesen. Als Privatdetektiv hält sich der Kriegsveteran Corwyn Rash mit Mühe über Wasser. Doch als die betörende Nachtclub-Sängerin Kity Miotara sein heruntergekommenes Büro betritt, ändert sich alles. Von der Schönheit der Halborkin und der Aussicht auf eine satte Belohnung geblendet, beginnt Rash zu ermitteln – und muss feststellen, dass Kity nicht mit offenen Karten spielt. Als ihm Trolle und ein mordlüsterner Geheimkult auf den Fersen sind, erkennt Rash, dass er Teil einer tödlichen Intrige ist, deren Wurzeln in eine dunkle Vergangenheit reichen.

Meine Einschätzung:
Obwohl ich schon mehrfach Bücher des Autoren in den Händen gehalten habe, ist der letzte Funke zum Lesen bei mir nie übergesprungen.
Dieses Hörbuch habe ich einfach mal auf Gut Glück heruntergeladen und wurde sehr positiv überrascht.
Es ist eine klassische Detektivgeschichte, nur dass die Hauptfigur Orkblut in sich trägt und die Stadt, in der er lebt, nicht von dieser Welt ist, obwohl sie viel Ähnlichkeit mit Chicago in den 20iger Jahren hat (wie ich es mir vorstelle ;-). Dort tummeln sich allerlei Wesen, Zwerge, Gnome, Trolle, Mischwesen, etc.
Sein Auftrag beginnt harmlos als Suche nach einem Mann und endet in dunklen Höhlen mit riesigen Monsterkrokodilen, die ganze Polizisten verschlingen :-).
Düster, spannend, gruselig, morbid, unterhaltsam und auch witzig.
Sehr, sehr gerne habe ich dem Sprecher Johannes Steck zugehört, dessen raue Stimme perfekt zur Story passt.

Mein Fazit:
Allen Fans düsterer Detektivgeschichten kann ich „Ork City“ empfehlen.

Carl-Graf, Tobias: Das Geheimnis der Jagowstraße – Tom Shark, König der Detektive 2

Genre: Hörspiel, Krimi

Reihenfolge der Tom Shark-Hörspielserie:
Teil 1: Das Hotelgespenst
Teil 2: Das Geheimnis der Jagowstraße

Kurzbeschreibung:
Aufgestachelt durch eine Geheimratswitwe jagen Tom Shark und sein Kamerad eine Bande von Panzerschrankknackern. Diese Halunken werden angeführt von Buster Malcolm, einem Gauner aus Amerika, den Shark seinerzeit dort einbunkern lies. Und irgendwie haben ein verschollener Student und die verlassene Villa in der Jagowstraße etwas damit zu tun. Genug Geheimnisse, um den König der Detektive von seinen Ägyptischen wegzulocken, direkt hinein in ein weiteres aufregendes Unterfangen!
Wer ist Tom Shark? Nur wenige unser Hörer kennen diesen kühnen Mann, kennen ihn nur aus kurzen Notizen der amerikanischen Presse, die schon seit Jahren von seinen oft fast unglaublich anmutenden Heldentaten zu berichten weiß. Tom Shark, der unübertroffene Meisterdetektiv, ist nun endlich heimgekehrt! Heimgekehrt? Ja, heimgekehrt nach Deutschland, denn in Deutschland wurde er geboren, das Blut einer deutschen Mutter fließt in seinen Adern. Tom Shark befindet sich also augenblicklich in Berlin, der Heimatstadt seiner Mutter, wo er auch einen Teil seiner Jugendjahre verbrachte. Mit ihm kam sein unzertrennlicher Freund und Gehilfe Dr. Pitt Strong, der uns die Abenteuer Tom Sharks in seiner bekannten, fesselnden Weise schildern wird.

Mein Einschätzung:
Leider hat mir auch der zweite Teil nicht besonders gut gefallen. Mir ist die Story zu überdreht.
Hörspieltechnisch ist die Serie aber grandios umgesetzt.

Mein Fazit:
Finde die Charaktere doof und die Geschichten sind auch nicht mein Fall. Schade, denn sonst ist die Serie klasse gemacht.

Carl-Graf, Tobias: Das Hotelgespenst – Tom Shark, König der Detektive 1

Genre: Hörspiel, Krimi

Reihenfolge der Tom Shark-Hörspielserie:
Teil 1: Das Hotelgespenst
Teil 2: Das Geheimnis der Jagowstraße

Kurzbeschreibung:
Tom Shark und sein Freund Pit Strong müssen eine mysteriöse Verbrechensreihe in einem Nobelhotel aufklären. Die arglosen Gäste des Etablissements werden auf geheimnisvolle Weise bestohlen.
Wer ist Tom Shark? Nur wenige unser Hörer kennen diesen kühnen Mann, kennen ihn nur aus kurzen Notizen der amerikanischen Presse, die schon seit Jahren von seinen oft fast unglaublich anmutenden Heldentaten zu berichten weiß. Tom Shark, der unübertroffene Meisterdetektiv, ist nun endlich heimgekehrt! Heimgekehrt? Ja, heimgekehrt nach Deutschland, denn in Deutschland wurde er geboren, das Blut einer deutschen Mutter fließt in seinen Adern. Tom Shark befindet sich also augenblicklich in Berlin, der Heimatstadt seiner Mutter, wo er auch einen Teil seiner Jugendjahre verbrachte. Mit ihm kam sein unzertrennlicher Freund und Gehilfe Dr. Pitt Strong, der uns die Abenteuer Tom Sharks in seiner bekannten, fesselnden Weise schildern wird. Seiner Feder entspringen die abenteuerlichen Geschichten. Mit seiner begnadeten Schreibe und den fesselnden Schilderungen erleben wir die Abenteuer des Königs der Detektive.

Meine Einschätzung:
Ich bin mir nicht so ganz sicher, ob das eine Persiflage auf Detektivromane sein soll? Jedenfalls ist diese Hörspiel ein wenig schräg, lustig? Naja, ein wenig.
Inszeniert ist das Hörspiel sehr gut, tolle Sprecher, atmosphärische Musik und passende Geräuschkulisse. Kino für die Ohren, aber die Geschichte war jetzt nicht so mein Fall.

Mein Fazit:
Das Hörspiel ist sehr gut gemacht, die Story ist nicht mein Geschmack.

Galbraith, Robert: Böses Blut (5)

Genre: Krimi

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Der Ruf des Kuckucks
Teil 2: Der Seidenspinner
Teil 3: Die Ernte des Bösen
Teil 4: Weisser Tod
Teil 5: Böses Blut
Teil 6: Das tiefschwarze Herz

Kurzbeschreibung:
Eigentlich wollte Strike nur seine schwer erkrankte Tante in Cornwall besuchen, doch dann kommt alles anders: Als er mit einem alten Freund in einem Pub zusammensitzt, wird er von Anna angesprochen, einer schüchtern wirkenden Frau, die sein Gesicht aus Zeitungsberichten kennt und ihn um Hilfe bittet: Vor fast vier Jahrzehnten, als sie noch zu klein war, um sich an irgendetwas zu erinnern, verschwand ihre Mutter spurlos. Die Polizei legte den Fall bald zu den Akten. Bis heute hat Anna das Gefühl, dass man ihr etwas verschweigt. Dass ihr ein entscheidendes Puzzleteil fehlt. Und Strike wäre nicht Strike, wenn ihn ein solche Rätsel nicht reizen würde…

Meine Einschätzung:

Über 32 Stunden dauert diese ungekürzte Lesung von Dietmar Wunder, der das wieder ganz, ganz ausgezeichnet macht und den Charakteren eigene Stimmen verleiht, ohne seine eigene dabei zu sehr zu verstellen. Klasse.
Aber die Geschichte, die war endlos und obwohl ich den Erzählstil der Autorin so sehr mag und die Charaktere liebe, war ich doch manchmal kurz davor, das Hörbuch abzubrechen.
Ich habe eben mal nachgeguckt: 1200 Seiten.
Dafür ist die Geschichte meiner Meinung nach einfach zu wenig aufregend. Sie besteht aus ganz vielen Dialogen und Interviews und der größte Teil dreht sich um einen 40 Jahre alten, unaufgeklärten Mordfall, der bis ins klitzekleinste Detail aufgedröselt wird.
Zusammengekürzt auf 400 Seiten wäre es aber ein sehr spannender Krimi mit vielen überraschenden Wendungen und meine rudimentären Miss Marple Fähigkeiten hätte nie und nimmer ausgereicht, um den Fall zu knacken ;-).
Außerdem musste ich mich sehr über Cormoran aufregen. Gut, er ist ein zugeknöpfter Mann, aber in dieser Zeit, die ihn emotional wirklich gefordert hat, hätte die Autorin gerne etwas gnädiger mit ihm umgehen können. Ich habe ihn jedenfalls in Gedanken sehr oft lautstark ausgeschimpft. 😉
Verrückt, wenn man die Figuren eines Romans ernst nimmt …

Mein Fazit:
Mir war diese Geschichte zu langatmig und zu detailiert. Geneigte Leser, dafür braucht Ihr Geduld.

Suter, Martin: Allmen und der Koi (6)

Genre: Roman, zeitgenössisch, Krimi, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Allmen und die Libellen
Teil 2: Allmen und der rosa Diamant
Teil 3: Allmen und die Dahlien
Teil 4: Allmen und die verschwundene Maria
Teil 5: Allmen und die Erotik
Teil 6: Allmen und der Koi

Kurzbeschreibung:
Eine Einladung von „Unbekannt“ lockt Allmen nach Ibiza auf ein exklusives Anwesen. An einem großen Teich erwartet ihn ein älterer Mann und zeigt ihm seine kostbaren Kois. Einer der zutraulichen Fische – der wertvollste – ist verschwunden. Die Detektei Allmen International erhält den Auftrag, „Boy“, fast eine Million wert, ausfindig zu machen. Allmen und seine Crew erhalten diskreten Zutritt zur abgeschirmten Welt der Insel-High-Society und bekommen Einblick in eine kuriose Sammelleidenschaft.

Meine Einschätzung:
Hach ja, ich mag diesen Gentleman-Dieb-Detektiv und seine beiden guatemaltekischen Partner. Es ist sicher nicht die beste Geschichte aus der Reihe, aber Suter versetzt einen so hübsch in die High-Society nach Ibiza und die absurde Suche nach einem überteuerten Fisch 🙂 hat mich zum Grinsen gebracht.
Gelesen wird die Geschichte wieder grandios von Gert Heidenreich, der damit einen großen Anteil (wenn nicht den größten ..) hat, dass ich auch schwachen Stories bis zum Ende zuhöre.

Mein Fazit:
Leichte Unterhaltung für zwischendurch, die leider nicht lange im Gedächtnis bleibt.

Flambard, Tom : Grünblatt und Silberblatt 1 – 3

Genre: Fantasy, Hörbuch

Kurzbeschreibung:
An einem windschiefen Häuschen in der uralten Metropole Brae Flammar hängt ein noch schieferes Schild:
Grünblatt & Silberbart.
Ermittlungen aller Art.
Keine Ehestreitigkeiten.
Keine Verlieserkundungen.
Keine Drachen.
Wer in der Stadt der Türme ein heikles Problem lösen muss, der engagiert das vielleicht skurrilste Ermittlerduo, von der die Fantasyliteratur je gehört hat: den stark übergewichtigen, humorresistenten Zwerg Colin Silberbart und seinen deutlich leichtfüßigeren und ziemlich nichtsnutzigen elbischen Kompagnon Flynn Grünblatt. Gemeinsam spüren die beiden vermisste Personen auf, befreien unglückliche Abenteurer von magischen Flüchen oder beschaffen verschwundene Gegenstände wieder. Sie übernehmen jeden Auftrag – vorausgesetzt, es geht nicht um Drachen oder unterirdische Verlies.

Meine Einschätzung:
Großartig. Über diese Fantasy-Hörbuch-Serie bin ich nur zufällig gestolpert und habe, ohne etwas über den Autor und die Qualität der Geschichte zu wissen, zugegriffen. Nicht zuletzt, weil Robert Frank, dessen Stimme ich sehr mag, die Geschichte liest.
Zwei paranormale Detektive, angesiedelt in einer mittelalterlich anmutenden Welt voller Magie, seltsamer Gestalten, Dämonen und Monstern, bieten ihre Dienste an, aber Ermittlungen in Verliesen werden von vorne herein ausgeschlossen. 🙂 Herrlich. Sowas mag ich ja und Detektiv-Geschichten sind im Fantasy-Genre eher selten. (grübel, kenne ich überhaupt eine?).
Die beiden Hauptfiguren sind witzig, die Dialoge voller Humor und Sarkasmus und die „Fälle“ sind spannend und wendungsreich.

Tom Flambard ist ein Pseudonym??? Deutscher Autor??? Wer mag das nur sein????

Mein Fazit:
Humorvolle, spannende Fantasy-Detektiv-Geschichte, wunderbar gelesen von Robert Frank. Davon will ich mehr!

Jeffries, Sabrina: Des Herzogs größter Begehr (1)


Genre: Liro, Hörbuch

Reihenfolge der Serie „Duke’s Men“:
Teil 1: Des Herzogs größter Begehr
Teil 2: Ein Schurke zum Verlieben
Teil 3: Ein verführerischer Unhold

Kurzbeschreibung:
Als Maximilian Cale, der Herzog von Lyons, in der Ermittlungsagentur Manton aufkreuzt, sieht Lisette Bonnaud ihre Chance gekommen, endlich echte Detektivarbeit statt nur Sekretärinnendienste zu leisten. Max behauptet, er habe von ihrem Bruder Tristan Nachricht erhalten, dass sein totgeglaubter Bruder Peter noch lebt.
Lisette, die seit Monaten nichts von Tristan gehört hat und sich schon Sorgen macht, besteht darauf, mit ihm nach Paris zu reisen, um Peter und Tristan zu suchen. Dabei ahnt sie nicht, dass Max bald mehr in ihr sieht als nur eine hübsche Reisebegleitung.

Meine Einschätzung:
So einen hübschen, klassischen Liro mit allem drum und dran habe ich ja schon eine ganze Weile nicht mehr in den Fingern gehabt. Vielleicht hat mir die Geschichte deshalb so gut gefallen? Ein Liro = Liebesroman verlangt nämlich nicht viel von mir, ich kann mich einfach in die Geschichte fallen lassen, mit den Figuren mitfibern, mitleiden, mich mitfreuen u.s.w.
Wenn dann noch die weibliche Hauptfigur, wie in diesem Fall, eine patente, liebenswerte, mutige Person ist und der männliche Protagonist mich nicht nervt, dann ist doch alles gut.
Allerdings habe ich diesen Liro von Elke Schützhold vorgelesen bekommen und ich bin mir nicht sicher, ob ich die nächsten Bände auch hören werde. Erstens mag ich grundsätzlich männlichen Stimmen lieber zuhören (Ob das an der tieferen Tonlage liegt?), wobei ich Frau Schützhold im Grunde ganz gut hören konnte. Zu lustigen Situationen kommt es auch, wenn die zahlreiche Liebesszenen laut gesprochen durch das Haus hallen und ich dafür irritierte Blicke meiner Familie ernte ;-).

Mein Fazit:

Der Auftakt dieser Serie hat mich wunderbar unterhalten. Es steht Liro drauf und es ist auch Liro drin. 🙂

Galbraith, Robert: Die Ernte des Bösen


Genre: Krimi, Detektivroman

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Der Ruf des Kuckucks
Teil 2: Der Seidenspinner
Teil 3: Die Ernte des Bösen
Teil 4: Weisser Tod
Teil 5: Böses Blut
Teil 6: Das tiefschwarze Herz

Kurzbeschreibung:
Nachdem Robin Ellacott ein mysteriöses Paket in Empfang genommen hat, muss sie zu ihrem Entsetzen feststellen, dass es ein abgetrenntes Frauenbein enthält. Ihr Chef, der private Ermittler Cormoran Strike, ist ebenfalls beunruhigt, jedoch kaum überrascht. Gleich vier Menschen aus seiner eigenen Vergangenheit fallen ihm ein, denen er eine solche Tat zutrauen würde – und Strike weiß, dass jeder von ihnen zu skrupelloser, unaussprechlicher Grausamkeit fähig ist.
Während die Polizei sich auf den einen Verdächtigen konzentriert, der für Strike immer weniger als Täter infrage kommt, nehmen er und Robin die Dinge selbst in die Hand und wagen sich vor in die düsteren und verstörenden Welten der drei anderen Männer. Doch als weitere erschreckende Vorfälle London erschüttern, gerät das Ermittlerduo selbst mehr und mehr in Bedrängnis …

Meine Einschätzung:

Mir gefällt die Art, wie Frau Rowlings -alias Robert Galbraith- Geschichten erzählt unglaublich gut. Ich sehe die Personen, die Orte wirklich vor mir und tauche komplett in die, in diesem Fall etwas bizarre und gruselige Geschichte ein. Die Themen sind keine leichte Kost: Kindesmißbrauch, Sadismus und die perverse Brutalität der Verdächtigen Gewalttäter muß die geneigte Leserin erst mal verdauen.
Aber mit Cormoran und Robin hat sie ein sehr interessantes Ermittlerteam erschaffen, das ich ins Herz geschlossen habe.
Mein zugegebenermaßen nicht besonders gut ausgeprägter detektivischer Spürsinn hat mich bei dieser Geschichte total im Stich gelassen, denn für mich kamen alle Verdächtigen als Täter in Frage ;-). Was wiederum bedeutet, dass es für mich bis zum Schluß sehr, sehr spannend geblieben ist.
Aber ganz kritiklos bleibt mein Leseeindruck dann doch nicht.
Das Buch hat im zweiten Drittel eine Länge, während Robin und Cormoran ihre langweiligen Oberservierungsaufträge erfüllen, die vermeidbar gewesen wäre.
Zudem kann sich die Autorin offenbar nicht entscheiden, ob sie ihren Hauptprotagonisten Cormoran nun attraktiv findet oder nicht. Sie verpaßt ihm Übergewicht, eine gewisse Neigung zum Ungepflegtsein und vergleicht sein krauses Haar mit Schamhaar, was ich ziemlich daneben finde. Andererseits verbandelt sie den Guten mit wohlhabenden Schönheiten. Ich habe mir natürlich mein eigenes, anziehendes Bild von ihm geschaffen und hoffe, dass die Autorin auch noch dahin kommt.
Wir erfahren auch etwas aus Robins Vergangenheit, was wirklich interessant ist und einen Teil ihrer Persönlichkeit erklärt, aber da hätte ich mir auch eine etwas kreativere Lösung gewünscht.
Trotzdem habe ich das Buch in zwei Tagen förmlich verschlungen :-).

Mein Fazit:
Auch der dritte Teil der Detektivserie von Frau Rowlings, alias Galbraith, hat mir ausnehmend gut gefallen und ich fiebere dem nächsten Teil förmlich entgegen.

Kerr, Philip: Das Janusprojekt


Genre: Krimi, historischer Roman

Reihenfolge der Serie: Ein Fall für Bernhard Gunther
Teil 1: Feuer in Berlin
Teil 2: Im Sog dunkler Mächte
Teil 3: Alte Freunde, neue Feinde
Teil 4: Das Janus-Projekt
Teil 5: Das letzte Experiment
Teil 6: Die Adlon-Verschwörung
Teil 7: Mission Walhalla
Teil 8: Böhmisches Blut
Teil 9: Wolfshunger

Kurzbeschreibung:
München 1949: Von der Doppelmoral der Nachkriegszeit desillusioniert versucht sich Privatdetektiv Bernie Gunther als Gastwirt. Doch dann bittet ihn eine schöne Fremde um Hilfe. Der Auftrag führt Bernie auf die Spur eines gesuchten Naziverbrechers. Viel zu spät erkennt er, dass die alten Machthaber noch immer aktiv sind – und gefährlicher denn je.

Meine Einschätzung:
Kerr bleibt seinem Helden treu, der von einer Katastrophe in die nächste schliddert, Betrügern, Mördern und Lügnern aufsitzt und nur knapp mit dem Leben davon kommt. Ich finde dieses Nachkriegsszenario ganz schön bedrückend, aber der Autor erzählt es so spannend, dass ich nicht aufhören kann, zu lesen. Wenn ich dann diese Woche in der Zeitung lese, dass ein über 90jähriger ehemaliger KZ-Aufseher „bestraft“ wurde, dann frage ich mich schon, was mit den ganzen Kerlen passiert ist, die unter falschem Namen untergetaucht sind oder sich nach Südamerika abgesetzt haben.

Mein Fazit:

Auch der vierte Teil der Serie ist spannend, wenn man sich mit dem sarkastischen und fatalistischen Protagonisten anfreunden kann.

Kerr, Philip: Alte Freunde, neue Feinde

Genre: Krimi

Reihenfolge der Serie: Ein Fall für Bernhard Gunther
Teil 1: Feuer in Berlin
Teil 2: Im Sog dunkler Mächte
Teil 3: Alte Freunde, neue Feinde
Teil 4: Das Janus-Projekt
Teil 5: Das letzte Experiment
Teil 6: Die Adlon-Verschwörung
Teil 7: Mission Walhalla
Teil 8: Böhmisches Blut
Teil 9: Wolfshunger

Kurzbeschreibung:

Im bitterkalten Winter 1947 blühen die Schwarzmarktgeschäfte. Gern verläßt Gunther die Stadt, um in Wien im Fall eines ermordeten Nazijägers zu recherchieren.

Meine Einschätzung:

Berhard Gunther hat es irgendwie geschafft, den zweiten Weltkrieg zu überleben. Was ihm während dieser Zeit zugestoßen ist und wie er überleben konnte, wird immer nur kurz angerissen, aber nie ausführlich erzählt. Dafür schildert der Autor das Leben des Protagonisten im zerstörten Berlin. Dann erhält er den Auftrag, die Unschuld eines ehemaligen Polizei-Kollegen, der inzwischen Schwarzmarktgeschäfte in Wien betreibt, zu beweisen und gerät zwischen die Fronten der alliierten Geheimdienste.
Obwohl ich die Geschichte sehr spannend und auch die Schilderungen der Aufklärung der Naziverbrechen sehr interessant fand, hat mich der „Fall“ an sich total verwirrt und etwas überfordert. Zuviele Geheimdienste, zuviele verschiedene Interessen, zuviele Lügen und zuviele Namen ;-).
Aber insgesamt finde ich die Art und Weise, wie Kerr die Geschichte aufbereitet, interessant und mittlerweile habe ich mich auch an den ruppigen Stil gewöhnt und lese einfach darüber hinweg, weil ich unbedingt wissen will, wie es weiter geht.

Mein Fazit:
Philip Kerr erzählt von zerbombten Städten, marodierenden Soldaten, rivalisierender Militärpolizei und Geheimdiensten, untergetauchten Nazi-Verbrechern, Schwarzmarkthändlern, Prostituierten im gewohnt rauen Stil. Etwas verwirrend, aber spannend.

Die ersten drei Bände der Serie gibt es übrigens auch als Sammelband: Die Berlin-Trilogie: Feuer in Berlin. Im Sog der dunklen Mächte. Alte Freunde – neue Feinde„>

Kerr, Philip: Im Sog dunkler Mächte


Genre: Krimi

Reihenfolge der Serie: Ein Fall für Bernhard Gunther
Teil 1: Feuer in Berlin
Teil 2: Im Sog dunkler Mächte
Teil 3: Alte Freunde, neue Feinde
Teil 4: Das Janus-Projekt
Teil 5: Das letzte Experiment
Teil 6: Die Adlon-Verschwörung
Teil 7: Mission Walhalla
Teil 8: Böhmisches Blut
Teil 9: Wolfshunger

Kurzbeschreibung:

Berlin, heißer Sommer 1938. Ein Wahnsinniger hat fünf junge Mädchen auf die gleiche bestialische Weise umgebracht. Von SS-Standartenführer Heydrich ins Prinz-Albrecht-Palais zitiert, hat Gunther keine andere Wahl: er geht auf Mördersuche.

Meine Einschätzung:

Eine Serie brutaler Mädchenmorde bringt die Verantwortlichen der Berliner Polizei dazu, den Privatermittler Gunther wieder in den Polizeidienst zu zwingen. Wie schon im ersten Band macht sich Gunther auf unkonventionelle Weise auf die Suche nach einem Serienkiller und gerät dabei immer wieder mit seiner schnodderigen Art in die Gefahr ermordert, eingesperrt oder schlimmeres zu werden …
Kerr bleibt seinem Stil und seinem Ermittler treu. Mir persönlich hat diese Geschichte besser gefallen, als der erste Teil. Obwohl relativ schnell klar wird, in welche Richtung die Ergebnisse der Ermittlungen zeigen, bleibt es spannend.
Diese mörderische Geschichte erzählt vom Wahnsinn der Nazi-Zeit, im übertragenen und wörtlichen Sinn und mir scheint, dass solche Geschichten noch immer nicht genug erzählt wurden!

Mein Fazit:
Brutale Mädchenmorde, der Wahnsinn der Nazi-Zeit, der aufziehende Schatten eines Weltkrieges, ein zynischer Ermittler, eine sehr ruppiger Erzählstil, das muß der Leser aushalten können.

Die ersten drei Bände der Serie gibt es übrigens auch als Sammelband: Die Berlin-Trilogie: Feuer in Berlin. Im Sog der dunklen Mächte. Alte Freunde – neue Feinde„>

Kerr, Philip: Feuer in Berlin

Genre: Krimi

Reihenfolge der Serie: Ein Fall für Bernhard Gunther
Teil 1: Feuer in Berlin
Teil 2: Im Sog dunkler Mächte
Teil 3: Alte Freunde, neue Feinde
Teil 4: Das Janus-Projekt
Teil 5: Das letzte Experiment
Teil 6: Die Adlon-Verschwörung
Teil 7: Mission Walhalla
Teil 8: Böhmisches Blut
Teil 9: Wolfshunger

Kurzbeschreibung:
n seiner Berlin-Trilogie um den Privatdetektiv Bernhard Gunther schafft es Philipp Kerr, in der Form des spannenden Kriminalromans die schmutzig-düstere Atmosphäre der Nazi- und Post-Nazi-Zeit in Berlin zu beschwören. Geschickt verwebt er die historischen Ereignisse und ihre Protagonisten mit seinen Kriminalgeschichten – eine atemberaubende Mischung.

Meine Einschätzung:

Naja, der Klappentext ist ja nicht gerade aussagekräftig. Hmpf. Dann muß ich mir wohl Mühe mit einer kurzen Beschreibung geben…

Der Berliner Ex-Polizist Berhard Gunther schlägt sich im Berlin der 30iger Jahre mit einer Privatdetektei mehr schlecht als recht durch. Der Autrag eines reichen Industriellen mit einer großzügigen Bezahlung kommt ihm ganz Recht. Dessen Tochter und Schwiegersohn wurden bei einem Raubmord getötet und ein kostbares Edelstein-Collier wurde entwendet und nun möchte der Vater das Collier zurück.
Gunther stößt auf einige Ungereimtheiten bei seinen Ermittlungen und gerät selbst in große Gefahr.

Philip Kerr ist für mich kein unbekannter Autor. In den 90igern habe ich einige seiner Thriller gelesen (z.B. Das Wittgensteinprogramm oder Game over) und kann mich dunkel daran erinnern, dass die Bücher sehr spannend waren und besonders der Göga* hat sie damals verschlungen.
„Die Feuer von Berlin“ sind eher zufällig auf meiner Leseliste gelandet und ich bin nahezu ohne Erwartungen gestartet, was wahrscheinlich ganz gut war …

Der Schreibstil des Autors in diesem Roman (und sicher auch in den folgenden Büchern der Serie) ist nicht gerade feinsinnig und geschliffen, sondern ganz schön deftig mit einigen irritierenden Vergleichen.
Die Geschichte wird in der ICH-Form von Gunther erzählt und diesem verleiht der Autor eine sehr zynische, derbe Stimme. Das muß man wirklich mögen und ich habe mich mehrfach beim Lesen geschüttelt. Vielleicht ist dieser Roman einfach ein „Männer“-Buch, denn mein Göga hat sich kein bisschen an diesem Stil gestört???
Außerdem geht es sehr brutal zu und die Schilderungen des KZ-Aufenthaltes des Protagonisten waren für mich nur schwer zu ertragen, aber ich glaube nicht, dass der Autor übertrieben hat.
Die Schilderung Berlins und seiner Bevölkerung in dieser turbulenten Zeit hat mir wiederum sehr gut gefallen, die Ermittlungen von Gunther sind unglaublich spannend, wenn mir seine Begegnungen mit einigen Nazi-Größen auch etwas übertrieben vorkamen und so habe ich Seite für Seite verschlungen.
Außerdem mochte ich diesen schnodderigen, zynischen Typen, der ständig eins auf die Nase bekommt.

Die ersten drei Bände der Serie gibt es übrigens auch als Sammelband: Die Berlin-Trilogie: Feuer in Berlin. Im Sog der dunklen Mächte. Alte Freunde – neue Feinde„>

Mein Fazit:
Die Berlin-Serie mit dem Privatermittler Berhand Gunther ist brutal, zynisch, spannend, aber ganz sicher nichts für zartbesaitete Leser, die Wert auf eine angenehme Sprache legen.

*Göga = Göttergatte 😉

Butcher, Jim: Die dunklen Fälle des Harry Dresden – Sturmnacht (1)

Genre: Hörbuch, Urban Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Sturmnacht
Teil 2: Wolfsjagd
Teil 3: Grabesruhe
Teil 4: Feenzorn
Teil 5: Silberlinge
Teil 6: Bluthunger
Teil 7: Erlkönig
Teil 8: Schuldig
Teil 9: Weiße Nächte
Teil 10: Kleine Gefallen
Teil 11: Verrat
Teil 12: Wandel
Teil 13: Geistergeschichten
Teil 14: Eiskalt
Teil 15: Blendwerk

Kurzbeschreibung:
Immer häufiger wird die Polizei von Chicago mit bizarren Morden konfrontiert. Wenn man mit modernsten Ermittlungsmethoden nicht weiter kommt, gibt es nur einen, der helfen kann: Harry Dresden, Profiler der besonderen Art. Er verfügt über einen ausgezeichneten Spürsinn und ungewöhnliche Fähigkeiten. Doch wer in der Lage ist, die Dunkelheit hinter unserer Realität zu sehen, lebt gefährlich! Harrys neuer Fall: Ein Liebespaar wird tot aufgefunden. Nackt. Im Bett. Buchstäblich zerrissen, als hätte ein Blitz zugeschlagen. Doch kann so etwas möglich sein? Harry beginnt zu ermitteln und hat es bald nicht nur mit der Polizei und einem skrupellosen Drogenboss zu tun, sondern auch mit blutdurstigen Dämonen …

Meine Einschätzung:
Die Geschichte wird aus Sicht des Magiers Harry Dresden erzählt, der seinen Lebensunterhalt unter anderem mit Beratungstätigkeiten in übersinnlich gelagerten Fällen der Chicagoer Polizei bestreitet. Harry ist in seinem Metier nicht gerade erfolgreich, wird vom offiziellen Rat der Magier ständig überwacht, weil er in der Vergangenheit einen schlimmen Fehler begangen hat und schliddert in eine schlimme Geschichte hinein.
Der Grundton der Geschichte ist eher düster und recht brutal. Es gibt ein paar witzige Szenen mit einem geisterhaften Helfer von Harry und auch Harrys selbstironischer Erzählstil ist ganz unterhaltsam.
Trotzdem bin ich weder mit dem Protagonisten, noch mit der Geschichte so recht warm geworden. Erinnert hat mich das nämlich sehr an „Die dunklen Gassen des Himmels“ von Tad Williams.
Vielleicht ist das eher eine Serie für die männliche Leserschaft??? Ich werde diese Serie nicht weiter verfolgen, obwohl ich die Cover der Bücher, die bei Feder & Schwert erschienen sind, sehr cool finde.
Gelesen wird dieses Hörbuch übrigens von David Nathan, dem ich wieder sehr gut zuhören konnte. Er verleiht Harry die passende Stimme, lakonisch, trocken, selbstironisch. Das hat mir wiederum gut gefallen ;-).

Mein Fazit:
Harry Dresden wird leider nicht mein Freund. Wär schön gewesen, denn es gibt schon soooo viele Bände von ihm.

Galbraith, Robert: Der Seidenspinner


Genre: Krimi, Detektivroman

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Der Ruf des Kuckucks
Teil 2: Der Seidenspinner
Teil 3: Die Ernte des Bösen
Teil 4: Weisser Tod
Teil 5: Böses Blut
Teil 6: Das tiefschwarze Herz

Kurzbeschreibung:
Als der Romanautor Owen Quine spurlos verschwindet, bittet seine Frau den privaten Ermittler Cormoran Strike um Hilfe. Es ist nicht das erste Mal, dass Quine für einige Tage abgetaucht ist, und sie möchte, dass Strike ihn findet und nach Hause zurückbringt. Doch schon zu Beginn seiner Ermittlungen wird Strike klar, dass mehr hinter Quines Verschwinden steckt, als seine Frau ahnt. Der Schriftsteller hat soeben ein Manuskript vollendet, das scharfzüngige Porträts beinahe jeder Person aus seinem Bekanntenkreis enthält. Sollte das Buch veröffentlicht werden, würde es Leben zerstören – zahlreiche Menschen hätten also allen Grund, Quine zum Schweigen zu bringen.
Als Quine tatsächlich tot aufgefunden wird, brutal ermordet unter bizarren Umständen, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, um das wahre Motiv des skrupellosen Mörders aufzudecken – eines Mörders, wie Strike ihm noch nie zuvor begegnet ist …
Absolut fesselnd und voller unerwarteter Wendungen: Der Seidenspinner ist der zweite Roman der hochgelobten Krimiserie um den Ermittler Cormoran Strike und seine entschlossene junge Assistentin Robin Ellacott.

Meine Einschätzung:
Ich hatte mich schon sehr auf den zweiten Teil dieser Detektivgeschichte, die Joan K. Rowling unter Pseudonym schreibt, gefreut und wurde nicht enttäuscht. Kennt Ihr das? Jedes Mal, wenn ich das Buch gezwungener Maßen aus der Hand legen mußte, war ich richtig traurig, weil ich dachte: „Mist, jetzt machen die beiden ohne mich weiter …“.
Gewohnt ideenreich und ausgefeilt, in einer Sprache, die ich soooooooo gerne lese (und auch gerne über die durchaus vorhandenen Längen 😉 hinweglese) beschreibt die Autorin die Ermittlungen von Cormoran Strike und seiner liebenswerten Assistentin Robin.
Der bizarre Mord im Verlagsmilieu ist spannend inszeniert und enthält sicher auch ein paar Anspielungen auf die britische Verlagsszene, die mir allerdings mangels Kenntnis entgangen sein dürften.
Auch die Privatleben der beiden Hauptprotagonisten kommen nicht zu kurz und die ganze Geschichte steuert zielsicher auf einen spannenden Showdown hin :-), der so einige Überraschungen enthält.
Ein wundervolles Buch für kalte Winterabende, denn Cormoran und Robin kämpfen sich ständig durch die Schneemassen in London. Ob sich die Geschichte im Sommer im Liegestuhl genauso gut liest?

Mein Fazit:
Ein klassischer, britischer Detektiv-Roman mit liebenswerten Hauptfiguren, den ich kaum aus der Hand legen konnte. Schreiben Sie bitte schnell weiter, Frau Rowling.

Suter, Martin: Allmen und die verschwundene Maria

Genre: Krimi, Detektivroman, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Allmen und die Libellen
Teil 2: Allmen und der rosa Diamant
Teil 3: Allmen und die Dahlien
Teil 4: Allmen und die verschwundene Maria
Teil 5: Allmen und die Erotik
Teil 6: Allmen und der Koi

Kurzbeschreibung:
Eben noch hat sich Allmen International über die erfolgreiche Wiederbeschaffung des wertvollen Dahlienbildes gefreut, da verschwindet Carlos’ Lebensgefährtin María Moreno. Kein Liebesstreit, wie Allmens Faktotum erst vermutet hat, sondern die brutale Revanche derer, die sich ihrerseits beraubt fühlen. María gegen das Dahlienbild – so lautet die Forderung der Ganoven.Doch sie haben ihre Rechnung ohne die alte Dalia Gutbauer gemacht. Denn die ist nicht bereit, das Bild wieder herauszurücken, und hat ihre eigenen Vorstellungen, was mit ihm geschehen soll. Damit bringt sie Allmen und Carlos und natürlich María in eine äußerst prekäre Situation. Handeln tut not, und in einem dramatischen Wettlauf gegen die Zeit gibt jeder sein Bestes.

Meine Einschätzung:

Während Teil 1 und Teil 2 auch unabhängig voneinander gelesen werden können, schließt Teil 4 unmittelbar inhaltlich an „Allmen und die Dahlien“ an. Deshalb sollten Teil 3 und Teil 4 in der richtigen Reihenfolge gelesen werden.
Allmen und Carlos wirken in dieser Folge vollkommen hilflos und dilettantisch. Dafür schildert der Autor die Polizisten richtig sympathisch und kompetent, denn deren Hilfe brauchen unsere zwei Hobby-Detektive, um „Die verschwundene Maria“ wieder zu bekommen ;-).
Mich hat die Geschichte nicht wirklich gefesselt, aber ich verfolge die Serie ja auch nicht wegen ihrer spannenden, actionreichen Handlung. Vielmehr lebt die Serie von der geschildertern Atmosphäre und den interessanten, mitunter schrägen Charakteren und der wunderbaren Erzählweise des Autors.

Mein Fazit:
Vielleicht nicht der beste Teil der Serie, aber dennoch unterhaltsam, wenn er von einem tollen Sprecher wie Gerd Heidenreich gelesen wird.

Suter, Martin: Allmen und die Dahlien

Genre: Krimi, Detektivroman, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Allmen und die Libellen
Teil 2: Allmen und der rosa Diamant
Teil 3: Allmen und die Dahlien
Teil 4: Allmen und die verschwundene Maria
Teil 5: Allmen und die Erotik
Teil 6: Allmen und der Koi

Kurzbeschreibung:
Ein millionenschweres Dahlienbild von Henri Fantin-Latour wird entwendet und Allmen International Inquiries mit der Ermittlung beauftragt. In der Tat ein Fall für Allmen, Carlos und dessen reizende Lebensgefährtin María Moreno, die seit kurzem das Duo bereichert. Das Bild war bereits Diebesgut, bevor es die unrechtmäßige Besitzerin wechselte. Und die alte Dame, die es besaß – Dalia Gutbauer, steinreiche Erbin und Inhaberin eines in die Jahre gekommenen Luxushotels –, hat Geld genug, um einen neuen Fantin-Latour zu erwerben. Warum bloß hängt sie so an diesem Bild? Johann Friedrich von Allmen begreift recht spät, auf welch glattem Parkett er hier auch ermittelt. Unter halbseidenen Halbganoven sowie unter seinesgleichen: heimlichen Experten im Kein-Geld-Haben, mit mehr Ansprüchen als Mitteln. Doch eines ist noch gefährlicher: alternde Männer mit jungen Frauen.

Meine Einschätzung:
Die Kurzbeschreibung ist ja mal sehr treffend :-).
Dieser Fall von Allmen hat mir richtig gut gefallen. Ich konnte mir das verstaubte Schlosshotel, die uralte Millionärin, die alternde Diva, die Privatsekretärin und den Butler so gut vorstellen: Herrlich!
Überrascht hat mich der Autor mit dem Cliffhanger! Herr Suter, darauf waren weder Allmen noch ich gefaßt!
Und aus diesem Grund muß ich natürlich den nächsten Band gleich im Anschluß hören.

Mein Fazit:
Auch Teil 3 dieser ungewöhnlichen Schweizer Detektiv-Serie mit dem Lebemann Allmen und seinem gualtemaltekischen Mitarbeiter hat mich wunderbar unterhalten.

Suter, Martin: Allmen und der rosa Diamant

Genre: Krimi, Detektivroman, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Allmen und die Libellen
Teil 2: Allmen und der rosa Diamant
Teil 3: Allmen und die Dahlien
Teil 4: Allmen und die verschwundene Maria
Teil 5: Allmen und die Erotik
Teil 6: Allmen und der Koi

Kurzbeschreibung:
Ein sehr wertvoller rosa Diamant ist verschwunden, und ebenso ein mysteriöser Russe mit Wohnsitz in der Schweiz, der verdächtigt wird, ihn entwendet zu haben. Das Duo Allmen/Carlos soll ihn ausfindig machen, und die Spur führt von London über diverse schäbige Zürcher Außenquartiere zu einem Grandhotel im deutschen Ostseebad Heiligendamm, und zurück zum Gärtnerhaus der Villa Schwarzacker. Wo es bald sehr ungemütlich wird … Es wird also ernst: Der erste große Fall für »Allmen International Inquiries«.

Meine Einschätzung:
Großartig! Johann Friedrich von Allmen und sein gualtemaltekischer Partner sind ein einzigartiges Ermittler-Gespann. Von Allmen gehört einer aussterbenden Gattung Mann an. Ein Lebemann mit Prinzipien, gebildet, niveauvoll, großzügig, ein Gentleman und ein sensationeller Hochstapler :-). Suters Beschreibung, wie Allmen im Grandhotel in Heiligendamm residiert und das Personal um den Finger wickelt, ist klasse.
Und Carlos, der besonnene, bescheidene und gewitzte Partner/Butler von Allmen ist mein persönlicher Liebling. Er beharrt auf seiner Butlerrolle, obwohl er eigentlich Allmens gleichwertiger Partner ist.
Meine Lieblingsszene dieser Folge spielt in einer winzigen Sozialwohnung irgendwo in Zürich, wo sich Allmen und Carlos kurzzeitig zusammen mit mindestens 10 illegalen Einwanderern verstecken müssen. Das ist natürlich eine echte Herausforderung für Allmen ;-).
Ich muß zugeben, dass mir der Krimifall, nämlich die Suche nach einer Software für den Börsenhandel, ziemlich egal war. Die Geschichte lebt von der Atmosphäre und den Charakteren.
Gelesen wird das Hörbuch wieder von Gerd Heidenreich, zum Niederknien gut :-).

Mein Fazit:
Ich mag Suters Detektiv-Geschichten sehr. Sie sind schräg, witzig, lässig, unterhaltsam und niveauvoll.

Galbraith, Robert: Der Ruf des Kuckucks


Genre: Krimi, Detektivroman

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Der Ruf des Kuckucks
Teil 2: Der Seidenspinner
Teil 3: Die Ernte des Bösen
Teil 4: Weisser Tod
Teil 5: Böses Blut
Teil 6: Das tiefschwarze Herz

Kurzbeschreibung:
Als das berühmte Model Lula Landry von ihrem schneebedeckten Balkon im Londoner Stadtteil Mayfair in den Tod stürzt, steht für die ermittelnden Beamten schnell fest, dass es Selbstmord war. Der Fall scheint abgeschlossen. Doch Lulas Bruder hat Zweifel – ein Privatdetektiv soll für ihn die Wahrheit ans Licht bringen.
Cormoran Strike hat in Afghanistan körperliche und seelische Wunden davongetragen, mangels Aufträgen ist er außerdem finanziell am Ende. Der spektakuläre neue Fall ist seine Rettung, doch der Privatdetektiv ahnt nicht, was die Ermittlungen ihm abverlangen werden. Während Strike immer weiter eindringt in die Welt der Reichen und Schönen, fördert er Erschreckendes zutage und gerät selbst in große Gefahr …
Ein fesselnder, einzigartiger Kriminalroman, der die Atmosphäre Londons eindrucksvoll einfängt – von der gedämpften Ruhe in den Straßen Mayfairs zu den versteckten Pubs des East Ends und dem lebhaften Treiben Sohos. „Der Ruf des Kuckucks“ ist das hochgelobte Krimidebüt von J.K. Rowling, geschrieben unter dem Pseudonym Robert Galbraith, in dem sie mit Cormoran Strike einen ungewöhnlichen Ermittler präsentiert.

Meine Einschätzung:
Vergessen wir jetzt mal, wer „Der Ruf des Kuckucks“ geschrieben hat, ja?
Diese Geschichte ist eine wunderbare, ganz klassische Detektiv-Geschichte in der Tradition von Arthur Conan Doyle mit einem eigenbrödlerischen Ermittler, der seine Ermittlungsergebnisse vor dem Leser geheim hält und einer beherzten Assistentin, die auch „Watson“ heißen könnte ;-).
Ich habe mit großem Amüsement verfolgt, wie die beiden aus sämtlichen Zeugen auch noch die winzigste Information herausgekitzelt haben und sich das Ganze zum Schluß zu einem plausiblen Gesamtbild zusammenfügt. Ungeduldigen Lesern mag das langatmig und actionfrei erscheinen, aber ich konnte mich ganz gut darauf einlassen.
Ganz besonders gelungen sind die Beschreibungen Londons und der Protagonisten, auch wenn die Autorin ab und an etwas tief in die Klischee-Kiste greift. Dafür streut die Autorin witzige, bissige Kommentare ein, bei denen man genau weiß, auf wen sie gemünzt sind.
Wenn nicht ab und zu mal ein Handy hätte aufgeladen werden müssen, könnte die Geschichte auch ohne Weiteres in den 60igern, 80igern oder 90igern spielen, denn sie ist sozusagen zeitlos spannend :-).

Mein Fazit:
Eine tolle Detektiv-Geschichte im „Retro-Stil“. Mir hat sie gefallen und ich hoffe, dass es weitere Bände mit Cormoran und Robin geben wird.