Miller, Madeline: Ich bin Circe

Genre: Fantasy

Kurzbeschreibung:
Circe ist Tochter des mächtigen Sonnengotts Helios und der Nymphe Perse, doch sie ist ganz anders als ihre göttlichen Geschwister. Ihre Stimme klingt wie die einer Sterblichen, sie hat einen schwierigen Charakter und ein unabhängiges Temperament; sie ist empfänglich für das Leid der Menschen und fühlt sich in deren Gesellschaft wohler als bei den Göttern. Als sie wegen dieser Eigenschaften auf eine einsame Insel verbannt wird, kämpft sie alleine weiter. Sie studiert die Magie der Pflanzen, lernt wilde Tiere zu zähmen und wird zu einer mächtigen Zauberin. Vor allem aber ist Circe eine leidenschaftliche Frau: Liebe, Freundschaft, Rivalität, Angst, Zorn und Sehnsucht begleiten sie, als sie Daidalos, dem Minotauros, dem Ungeheuer Scylla, der tragischen Medea, dem klugen Odysseus und schließlich auch der geheimnisvollen Penelope begegnet. Am Ende muss sie sich als Magierin, liebende Frau und Mutter ein für alle Mal entscheiden, ob sie zu den Göttern gehören will, von denen sie abstammt, oder zu den Menschen – die sie lieben gelernt hat.

Meine Einschätzung:
Interessanter Weise musste ich gerade an „Die Nebel von Avalon“ von Marion Zimmer Bradley denken. Das Neue an diesem erfolgreichen Fantasy-Roman aus den 80iger Jahren war, dass die Artus-Sage aus der Sicht einer Frau erzählt wurde. Als junge Frauen haben wir diesen Roman gefeiert :-), damals …
„Ich bin Circe“ erzählt nun Teile der griechischen Mythologie aus Sicht der Göttin Circe und das erlaubt der Erzählerin, eine sehr weibliche Sichtweise auf die Götter des Olymp und die Helden der Antike. Ich fand das großartig!
Circe hat ein schweres (ewiges) Leben, denn sie entspricht nicht dem üblichen Schönheitsideal und besonders ihre Stimme wird bemängelt. Sie wird von ihren Schwestern und Cousinen gehänselt, von ihrem liebsten Bruder verraten, von der Mutter ignoriert und vom Vater gedemütigt und letztendlich verstoßen.
Sie verliebt sich in Daidalos, wird von Hermes genervt, lebt einige Zeit mit Odysseus zusammen, der gar nicht so heldenhaft daher kommt, wie man meinen würde erzieht einen bockigen, zornigen Sohn und findet am Ende doch ihr Glück.
Ich hatte große Freude an diesem Ritt durch die griechische Mythologie. Manche Geschichten waren mir noch präsent, andere kannte ich noch nicht. Aber dieser Roman macht wirklich Lust darauf, sich mit weiteren Geschichten bekannt zu machen. Wer dazu einen Tipp hat, her damit!
Ein klitzekleines Bisschen habe ich mich mit dem Stil der Autorin schwer getan. Ich kann aber nicht mal benennen, was genau das Problem war.

Mein Fazit:
Ein großartiges Buch über eine interessante Frau und die Helden der griechischen Mythologie!

Angelini, Josephine: Göttlich verliebt (3)

Genre: Jugendbuch, Urban Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Göttlich verdammt
Teil 2: Göttlich verloren
Teil 3: Göttlich verliebt

Kurzbeschreibung:
Um zu verhindern, dass die sterbliche Welt in die Hände der 12 unsterblichen Götter fällt, brauchen Helen, Lucas und Orion neue Verbündete. Zugleich wächst Helens Macht und mit ihr das Misstrauen ihrer Freunde. Wie kann Helen deren Vertrauen zurückgewinnen? Womit lassen sich die Götter besiegen? Und was wird aus ihrem Kampf um die Liebe zu Lucas?

Meine Einschätzung:
Und wo ich schon mal bei den „übersinnlichen“ Jugendbüchern bin …
Im dritten Teil kommt es nun zur alles entscheidenden Schlacht zwischen den Zions und den Göttern. Und wie in der griechischen Mythologie wird da mit allerei Wortklaubereien und Tricks gearbeitet ;-).
Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass sich die Geschichte ein wenig zieht, aber da ich die Interpretation der griechischen Mythologie der Autorin mag, konnte ich gelassen über die Längen hinweghören ;-).

Mein Fazit:
Aus dem Angebot an Jugendbuchserien mit paranormalen Inhalten ragt diese Serie in meinen Augen positiv hervor. Mir hat die „Göttlich“-Trilogie wirklich gut gefallen.

Josephine, Angelini: Göttlich verdammt (1)

Genre: Jugendbuch, Urban Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Göttlich verdammt
Teil 2: Göttlich verloren
Teil 3: Göttlich verliebt

Kurzbeschreibung:
Die 16-jährige Helen lebt gemeinsam mit ihrem Vater auf der amerikanischen Insel Nantucket. Als die Familie Delo in die Nachbarschaft zieht, spürt sie von Anfang an Aggressionen. Gleichzeitig plagen sie Alpträume und sie beginnt, außergewöhnliche Fähigkeiten an sich zu entdecken, die sie von ihren Mitschülern unterscheiden. Als sie sich mit Lucas Delo anfreundet, muss sie erfahren, dass die beiden sich nicht lieben dürfen: Sie stammen von griechischen Göttern ab, und ihre Familien sind verfeindet. Wenn Lucas und sie zu ihrer Liebe stehen, bricht ein Krieg aus Die erste Folge einer grandiosen Trilogie um schicksalhafte Liebe, eine antike Fehde und ein göttliches Erbe – fesselnd und unwiderstehlich.

Meine Einschätzung:
Och, joooooohhhh, schon wieder ein Teeniepärchen, das sich nicht kriegen soll. Eine neue, geheimnisvolle, überirdisch schöne Familie, die in einem kleinen überschaubaren Ort auftaucht, ein Mädchen, das besondere Fähigkeiten hat und deshalb eine Außenseiterin ist … Kein besonders einfallsreiches Szenario, oder?
Fast hätte ich das Hörbuch in die Ecke gepfeffert, aber meine Fazination für die griechische Mythologie hat mich durchhalten lassen, denn die Autorin verwebt diese wirklich spannend und interessant in die Geschichte ein und deshalb habe ich durchgehalten und höre sogar noch die nächsten Teile ;-).
Die Hörbuchfassung, gelesen von Tanja Geke, gefällt mir außerordentlich gut und trägt bestimmt dazu bei, dass ich trotz des abgenudelten Grund-Themas etwas gnädiger gestimmt bin.

Mein Fazit:
Junge Leserinnen, die sich für griechische Mythologie interessieren und auf romantisch-traurige Geschichten stehen, werden diese Trilogie lieben.