Kettenmann, Andrea: Frida Kahlo

Frida Kahlo

Kurzbeschreibung:
Die faszinierenden Bilder von Frida Kahlo (1907-1954) waren in vielerlei Hinsicht Ausdruck ihrer Traumata. Ein fast tödlicher Unfall mit 18, gesundheitliche Probleme, eine turbulente Ehe, Fehlgeburten und Kinderlosigkeit: Die Malerin verwandelte ihre persönlichen Schicksalsschläge in revolutionäre Kunst.
In ihren Selbstporträts blickt Kahlo den Betrachter mutig und herausfordernd an. Sie lehnte es ab, die Rolle des passiven Opfers einzunehmen, und verarbeitete stattdessen ihre Erfahrungen zu einer hybriden surreal-realen Sprache des Lebens, bestehend aus Haaren, Wurzeln, Adern, Ranken, Tentakeln und Eileitern. Viele ihrer Werke befassen sich auch mit den politischen Idealen des Kommunismus, die Kahlo mit ihrem Mann Diego Rivera teilte. Die Künstlerin beschreibt ihre Bilder selbst als „das ehrlichste und wahrhaftigste, das ich tun konnte, um auszudrücken, was ich innerlich und äußerlich fühlte“.
Dieser Band präsentiert eine Auswahl an Kahlos Werken und untersucht ihre Bedeutung als Malerin, feministische Ikone und Vertreterin der Kultur Lateinamerikas.

Meine Einschätzung:
Diese tolle, bebilderte Biographie über Frida Kahlo (oder heißt es von?) zeichnet sich durch viele großformatige Bilder der Künstlerin aus. Diese werden von der Kunsthistorikerin Andrea Kettenmann interessant analysiert und erklären die Entstehung der Werke in den jeweiligen Lebensabschnitten von Frida Kahlo. Sehr interessant.

Mein Fazit:
Ein absolutes Must-Have für Frida Kahlo Fans. 🙂

Onaran, Tijen: Be your own f*cking hero (abgebrochen)

Genre: Sachbuch

Kurzbeschreibung:
Mut bedeutet, du selbst zu sein. Doch oft verlässt er uns in den entscheidenden Momenten: in Verhandlungen, bei der Kleiderwahl, im Privaten. Wer Mut hat, eckt an. Mut zu haben, bedeutet immer auch, die Person zu sein, die anders ist – der Alien im Raum. Genau dieses Gefühl kennt Tijen Onaran. Sie ist Aufsteigerin, erfolgreiche Unternehmerin und eine der prominentesten Stimmen der deutschen Wirtschaft. Als Kind türkischer Eltern baute sie sich aus dem Nichts alles selbst auf. Immer wieder wurde sie damit konfrontiert, sie sei zu laut, zu leise, zu sexy, zu langweilig. Bis ihr klar wurde: Ich bin genau richtig!
In Be Your Own Fcking Hero erzählt Tijen, wie sie trotz oder gerade aufgrund ihrer sozialen Herkunft den Mut gefunden hat, ihren eigenen Weg zu gehen, eigene Unternehmen aufzubauen, zu sich selbst und zu ihrer Meinung zu stehen. Mit ihrer Geschichte motiviert sie alle, ihr privates und berufliches Glück selbstbestimmt in die Hand zu nehmen und die eigene Stimme zu nutzen: »Sei Autor:in deiner ganz eigenen Geschichte und werde zur Heldin deines Lebens. Be your own fcking hero!«

Meine Einschätzung:
Falls hier eine Autorin oder ein Autor oder eine Marketing-Mitarbeiterin oder Marketingmitarbeiter zufällig hereinschauen:
ICH KANN ES ÜBERHAUPT NICHT LEIDEN, WENN MIR KOMMENTARLOS BÜCHER ZUGESENDET WERDEN! Was soll das denn????
Habt Ihr zu viele Bücher gedruckt und streut sie wild unters bloggende Volk, um kostenlose Rezensionen zu schnorren? (Okay, das war jetzt ein wenig böse …) Aber wer nur einen kurzen Blick auf meine Leseliste wirft, sieht doch sofort, wo meine Interessen/Vorlieben liegen, oder etwa nicht?

Nun gut. Ich habe das rote Ding ins Bad gelegt und immer mal wieder darin geblättert. Ehrlich? Ich fand es unerträglich. Wem sollen diesen wilden Tipps denn helfen? Jede einigermaßen selbstbewußte Frau braucht Tipps wie: Focus on you! Lass Dich nicht beirren. Oder auch gut: Mut zur Macht … sicher nicht und Frauen mit weniger Selbstbewusstsein in ausgefallene Klamotten zu stecken und ihren knallroten Lippenstift zu empfehlen, finde ich schwierig.

Mein Fazit:
Keine Ahnung, wer aus diesem Buch hilfreiche Tipps und Informationen ziehen soll?

Weigand, Eiko: Kann man Katzen erziehen

Genre: Bilderbuch, Sachbuch

Kurzbeschreibung:
Kann man Katzen erziehen? – Für die einen ein klares NEIN, für die anderen ein überzeugtes Ja. Oder ist die eigentliche Frage: Will man seine Katze überhaupt erziehen? Liebt man nicht gerade das Freie, Individualistische an Ihr?
Ob Sie schon eine Katze haben oder mit dem Gedanken spielen, sich einen anzuschaffen: Eiko Weigand widmet sich in diesem bauch auf sehr amüsante Weise durchaus ernsten Fragen rund um die Katzenhaltung. Er findet Antworten, gibt Tipps und Anregungen, beschreibt aber auch, wo es vielleicht besser ist, wenn Sie Ihre persönlichen Antworten finden.

Meine Einschätzung:
Dieses niedliche, kleine, liebevoll illustrierte Buch habe mit Vergnügen beim nachmittäglichen Tee gelesen. Der Autor mag Katzen sehr und das merkt man auch.
Ob das Buch allerdings ein hilfreicher Ratgeber für Menschen sein wird, die sich erstmals eine Katze anschaffen möchten, wage ich zu bezweifeln, denn ein „Sachbuch“ ist es nicht.

Mein Fazit:
Witziges, liebevolles Katzenbuch.

Richter, Anke: Was scheren mich die Schafe: Unter Neuseeländern. Eine Verwandlung

Genre: Sachbuch, Autobiographie

Kurzbeschreibung:

Auslandskorrespondentin am Ende der Welt. Und obendrein deutsch. Urkomisch. Als Anke Richter auf eine Kostümparty mit dem Motto „Luftschlacht um England“ eingeladen wird, ahnt sie: Kiwis und Kölner – dazwischen liegen Welten. Willkommen in Neuseeland – dem Land der Schafe, Hobbits und Verkleidungsfanatiker. Auch das Deutschlandbild der Einheimischen ist gewöhnungsbedürftig. Eigentlich wollte Anke Richter mal Kriegsreporterin werden. Jetzt führt sie einen humoristischen Kampf gegen Goretex-Germanen und unausrottbare Klischees. Wie deutsch darf man als gute Deutsche sein? Anke Richter sucht selbstironisch nach Antworten bei Surfern, Veganern, Vogelfreunden und Maori. Dort verordnet man ihr als Therapie: zurück zu den Wurzeln. Und sie gibt ihr Bestes, selbst bei einem Oktoberfest mit Engländern in Pickelhaube und auf der südlichsten Karnevalssitzung der Welt. Fettnäpfchen und Verständigungspannen pflastern ihren Weg. Als deutsche Serienstars zwischen Südsee und Antarktis einfallen, tun sich ungeahnte Dimensionen des Fremdschämens auf. Schließlich knickt sie ein – und wird vom Kraut zur Kiwi. Die kuriosen wie kritischen Streiflichter der Assimilation aus einem kleinen Land, das manchmal große Fragen aufwirft, werden nicht nur Neuseelandfans und Deutschlandflüchtlinge begeistern. Denn wo all die Dokusoaps aufhören, legt Anke Richter erst richtig los – schamlos wie charmant, erbarmungslos bissig und zum Brüllen komisch.

Meine Einschätzung:
Hm. Eigenartig, ich konnte über dieses Buch nicht wirklich lachen. Mir liegt der Stil von Anke Richter nicht, obwohl sie durchaus witzige und skurrile Szenen beschreibt. Außerdem habe ich mich am Aufbau der Kapitel gestört, die aus meiner Sicht wahllos aneinander gereiht wurden. Na gut, vielleicht gab es eine zeitliche Abfolge, aber ich hätte mir eher eine thematische Aufbereitung gewünscht.
Natürlich hat die Autorin einige interessante Eigenheiten der Neuseeländer beschrieben und auch die Probleme, mit denen man als Einwanderer konfrontiert wird, aber mich hat es genervt, wie wenig selbstbewußt die Autorin mit ihren deutschen Wurzeln umgeht und ich will einfach nicht glauben, dass nach so vielen Jahren die Deutschen in Neuseeland immer noch mit Nazis gleichgesetzt werden. Oft hört man, dass sei auch in England, in den Niederlanden oder in Frankreich so und ich kann diese Behauptungen einfach nicht bestätigen.

Mein Fazit:
Ein aktueller Auswanderungsbericht nach Neuseeland, den ich kein bisschen witzig, aber halbwegs informativ fand.

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