Aiken, G. A.: Royal Arrow (3)

Royal Arrow

Genre: Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Blacksmith Queen
Teil 2: Princess Night
Teil 3: Royal Arrow

Kurzbeschreibung:
Ainsley Farmerson wollte sich schon lange von ihrer Familie lossagen und sowohl der Schmiede ihres Vaters als auch den Auseinandersetzungen mit ihren Schwestern entkommen. Doch was einst eintönige Farmarbeiten und lästige Streitereien waren, hat sich seit dem Tod des alten Königs zu einem offenen Krieg zwischen Ainsleys Schwestern entwickelt. Jetzt kann sich Ainsley nicht mehr von den Familiendramen fernhalten. Sie hat längst entschieden, welche ihrer Schwestern die nächste Königin sein sollte, und sie wird alles dafür tun, um die herzlose Beatrix zu stürzen. Auch, wenn das bedeutet, sich mit aggressiven Kriegsnonnen, streitlustigen Mönchen und überheblichen Zentauren-Gestaltwandlern zusammenzutun.
Gruffyn, ein Zentauren-Gestaltwandler aus dem Clan des Zerrissenen Mondes, hat keine Zeit für die Geplänkel der Menschen. Doch die unkontrollierbare Prinzessin Ainsley hat etwas an sich, das er nicht ignorieren kann. Vielleicht liegt es daran, dass ihre älteren Schwestern sie dauernd unterschätzen. Oder an der mutigen Art, wie sie es mit Drachen und verrückten Königinnen aus fernen Ländern aufnimmt. Als unter den Menschen ein schonungsloser Krieg um den Thron ausbricht, steht Gruffyn an Ainsleys Seite. Standhaft. Ausdauernd. Und ohne Erbarmen.

Meine Einschätzung:
Hmpf, dieser Band der Serie konnte mich nicht so recht überzeugen. Das liegt vor allen Dingen an den beiden Hauptfiguren Ainsley und Gruffyn, die ich an vielen Stellen nicht verstehen konnte und die insgesamt blass blieben. Aber da in diesem Band die Drachen und Annwyl auftauchen (ein Cross over zur „Dragon-Reihe“ ) bin ich natürlich dabei geblieben und wurde wieder mit einer wilden Geschichte unterhalten. Gut manchmal hat die Autorin über die Stränge geschlagen und da war es selbst mir zu wild, aber irgendwie irrwitzig gut.
Wenn die legendäre Drachenkönigin durch ein Portal nur mal eben kurz zu Besuch kommen will und dann das Portal „kaputt“ geht, haben Menschen und Drachen alle Hände voll zu tun, um den Drachenköniginnengemahl davon abzuhalten, die Welt zu vernichten und seine geliebte Frau zu suchen.

Mein Fazit:
Leider blasse Hauptfiguren, aber dafür eine unglaubliche, irrwitzige, aber auch spannende Geschichte. Muss man mögen.

Aiken, G.A.: Princess Knight (2)

Genre: Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Blacksmith Queen
Teil 2: Princess Night
Teil 3: ???

Kurzbeschreibung:
Gemma Smythe hat ihr ganzes Leben der Kriegsgöttin Morthwyl gewidmet. Doch als ihre Schwester Keeley zur legendären Schmiedekönigin ernannt wird, lässt Gemma ihre Heimat beim finsteren Orden der Kriegsmönche hinter sich, um gemeinsam mit Keeley und der Zentaurin Laila in den Krieg zu ziehen. Was Gemma dabei jedoch nicht gebrauchen kann, ist Lailas sexy Bruder Quinn, der ihr nicht von der Seite weicht, als Gemma zu einer gefährlichen Mission aufbricht … denn der Zentaur weiß, wie man einer Frau den Kopf verdreht.

Meine Einschätzung:
Uiuiuiuiui. Wenn dieser Roman verfilmt würde, dann würden vor dem Start des Films jede Menge Warnungen angezeigt werden, von wegen, Sex & Drugs & Gewalt & Rock’n Roll und die Freigabe erst ab 18 Jahren!
Und wenn das kein Fantasy-Roman in mittelalterlichem Setting wäre, dann hätte ich auch bestimmt ein Problem mit der vulgären, rohen Sprache der Dialoge …
So, damit sollten jetzt alle ausreichend gewarnt sein, die die Autorin noch nicht kennen, oder?
Ich habe mich prächtig mit diesem Teil der Serie, in dem Gemma die Hauptrolle spielt. (An dieser Stelle frage ich mich wieder, warum sie im Buch „Kriegsmönch“ genannt wird. Wie lautet der Begriff wohl in der englischen Sprache? Und hätte man für weibliche Kriegsmönche keinen anderen Begriff finden können?)
Im Königreich ihrer Schwester werden religiöse Einrichtungen aller Konfessionen überfallen und ausgeraubt. Die Gläubigen getötet und die Reliquien gestohlen. Gemma wird losgeschickt, um die verschiedenen Religionsgemeinschaften zu warnen und ihnen den Schutz der Schmiedekönigin anzubieten. Dabei findet sie sensationell schräge Weggefährten: einen hinterlistigen Hexenzirkel, ein harmlos wirkendene Nonne, 2 Assassinen-Hexer und noch einige andere, die übrigens untereinander alle verfeindet sind und sich zur Bekämpfung des gemeinsamen Feindes zusammenraufen müssen.
Da wird erstochen, die Köpfe abgeschlagen, gezaubert, Blitze geschleudert und wenn gar nichts mehr hilft, dann taucht ein Zombie-Schlachtross auf. Grandios. Ich habe wirklich schon viel Fantasy gelesen, aber diese Ideen sind einfach unglaublich schräg ;-).
Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band.

Mein Fazit:
Brutal, blutig, schräg, witzig, spannend, erotisch und absolut nichts für schwache Gemüter. Das muss man mögen ;-).

Aiken, G.A.: Blacksmith Queen (1)

Genre: High Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Blacksmith Queen
Teil 2: Princess Night
Teil 3: ???

Kurzbeschreibung:
Nach dem Tod des alten Königs tritt eine Prophezeiung in Kraft: Eine Königin soll den Thron übernehmen. Dies ist eine schlechte Nachricht für die Söhne des Königs, die damit aus der Thronfolge ausscheiden. Krieg bricht aus, als die Prinzen versuchen, das Land an sich zu reißen. Für die Waffenschmiedin Keeley Smythe ist der Krieg ein gutes Geschäft – bis sich herausstellt, dass ihre kleine Schwester Beatrix die neue Königin werden soll und Keeley Beatrix vor dem wütenden Adel beschützen muss. Keeley schließt sich mit Kriegern aus einem Bergclan zusammen. Einer der Krieger ist Caid – der nicht nur gut aussieht, sondern auch ein Zentaur ist …

Mein Einschätzung:

Huiuiui. Mit diesem Auftakt-Band hat mich die Autorin bestens unterhalten. Es geht wild zu! Es wird gemordet und gemetztelt, es werden üble Schlachten geschlagen, es wird gebrandschatzt, versklavt, vergewaltigt ..
Ja, genau, das ist heftig und das mag nicht jeder. Verständlicherweise. Aber mich „bekommt“ die Autorin mit ihren wunderbaren Frauenfiguren!
Die haben vor nichts Angst, sind mächtige Kriegerinnen, Magierinnen und Priesterinnen. Oder sie sind hinterhältige, böse Königinnen, die sich an die Macht morden …
Grandios. 🙂
Die Autorin neigt dazu, sich einer sehr deftigen Sprache zu bedienen. In diesem mittelalterlichen Setting lasse ich mir das gefallen, weil ich es passend finde.
Ich bin jedenfalls schon gespannt, wie sich die Reihe entwickelt. 🙂

Mein Fazit:
Zentaurenkriegerinnen, Schmiedinnen, Zwerge und verrückte Prinzen, die um den Thron kämpfen. Wild, brutal, blutig, spannend, verrückt, witzig!
Fans von Frau Aiken werden begeistert sein, aber empfindlichen Leserinnen kann ich die Reihe nicht empfehlen.



Meyer, Kai: Loreley

Genre: Fantasy, historischer Roman, Hörspiel

Kurzbeschreibung:
Auf einer Klippe hoch über dem Rhein ruft ein kleines Mädchen aus einem vergitterten Brunnenschacht. Noch ahnt Ailis, die beim Burgschmied in die Lehre geht, nichts von dem dunklen Geheimnis der Gefangenen. Doch dann geraten Menschen in den Bann des Teufels in Kindsgestalt, und der magische Lockruf der Loreley droht, das Land ins Verderben zu reißen. Nur Ailis kann die Gefahr noch abwenden. Ihr Weg führt sie in das rätselhafte Reich des Spielmannszaubers. – Mit renommierten Schauspielern erweckt das Hörbuch das bekannte Mittelalterepos der Loreley als Geistergeschichte für die Ohren wieder zum Leben.

Meine Einschätzung:
Vorweg: Das wird eine Lobeshymne!!! 🙂
Selten war ich soooooooooooooo begeistert von einem Hörbuch, in diesem Fall einem Hörspiel. Ich habe alles um mich herum vergessen und bin in eine gruselige, mittelalterliche Welt eingetaucht, die mich absolut gebannt hat.
Ich bin unweit des Loreley-Felsens am Rhein aufgewachsen und diverse Schulausflüge haben uns dorthin oder an den Drachenfelsen geführt, dazu die vielen Burgruinen, es ist wahrlich eine magische Gegend und so habe ich die Landschaft, von der erzählt wird, natürlich immer vor Augen …
Und natürlich kenne ich das romantische Lied von Heinrich Heine auswendig *grins* und diese romantische Interpretation der Sage hat absolut nichts mit der Geschichte von Kai Meyer zu tun. Und das ist gut so.
Kai Meyer erzählt die Geschichte zweier Mädchen, die auf einer rheinnahen Burg gemeinsam aufwachsen und deren Freundschaft durch ein seltsames Ereignis, das Ailis widerfährt, zerbricht. Ailis, die über ein sagenhaftes Gehört verfügt, kommt einem dunklen Geheimnis auf die Spur und ihre Beharrlichkeit und ihr Eigensinn machen sie zu einer belächelten Außenseiterin, während ihre Freundin, eine junge Adlige, zur Heirat mit einem Ritter gedrängt wird.
Es ist eine großartige Geschichte, in der es edle Ritter, gewitzte Spielleute, ehrbare Handwerker, ungerechte Väter und undurchsichtige Burgherren gibt. Aber auch magische Wesen bevölkern die Szenerie und mehr als einmal hatte ich Gänsehaut vor Grusel.
Kai Meyer erzählt diese Geschichte grandios und wortgewaltig. Mich hat er ja schon mit der Trilogie der „Die Fließenden Königin“ und „Arkadien brennt“ sehr beeindruckt, aber mit „Loreley“ erweckt er das Mittelalter zum Leben.
Und diese wundervolle Geschichte wurde in ein geniales Hörspiel umgesetzt. Die musikalische Untermalung mit mittelalterlichen Instrumenten und Melodien – sagenhaft. Sämtliche Geräusche und Stimmen – absolut überzeugend. Die Erzählerin – großartig.
Ich habe noch nie ein besseres Hörspiel gehört und war wirklich traurig, als die fünf Stunden vorbei waren.

Mein Fazit:
Dieses Hörspiel „Loreley“ von Kai Meyer ist das beste Hörspiel, das ich bisher gehört habe. Ein unbedingtes Muß für alle Freunde mittelalterlicher Geschichten und Hörbuchfans. Davon sollte es mehr geben!

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