Poznanski, Ursula: Cryptos

Genre: Sci-Fi, Dystopie, Jugendbuch

Kurzbeschreibung:
Kerrybrook ist Janas Lieblingswelt: Ein idyllisches Fischerdorf mit viel Grün und geduckten Häuschen. Es gibt Schafe, gemütliche Pubs und vom Meer her weht ein kühler Wind. Manchmal lässt Jana es regnen. Meistens dann, wenn es an ihrem Arbeitsplatz mal wieder so heiß ist, dass man kaum mehr atmen kann.
Jana ist Weltendesignerin. An ihrer Designstation entstehen alternative Realitäten, die sich so echt anfühlen wie das reale Leben: Fantasyländer, Urzeitkontinente, längst zerstörte Städte. Aber dann passiert ausgerechnet in Kerrybrook, der friedlichsten Welt von allen, ein spektakuläres Verbrechen. Und Jana ist gezwungen zu handeln …

Meine Einschätzung:
Die Jugendbücher von Frau Poznanski sind einfach grandios. Unglaublich spannend, bildreich, voller interessanter Charaktere und sehr, sehr unterhaltsam.
Obwohl ich eine Weile lang der Dystopien-Flut überdrüssig gewesen bin, konnte mich dieses Klimakatastrophen-Szenario fesseln. Ich mochte auch den Ansatz mit den virtuellen Fluchtwelten. Eine grandiose Idee, dort konnte sie ihren Ideen nochmal richtig freien Lauf lassen. Herrlich.
Ich musste auch wieder an die sagenhafte „Otherland-Reihe“ von Tad Williams denken, die Ende der 90iger Jahre erschienen ist. Ein absolut lesenswerter Cyberpunk-Klassiker, den ich nur allen Fans des Genres ans Herz legen möchte. Dazu gibt es übrigens auch ein geniales Hörspiel aus dem Hörverlag.

Mein Fazit:
Spannend, interessant, unterhaltsam. Lesen!

Grasshoff, Marie: Neonbirds (1)

Genre: Sci-fi

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Neonbirds
Teil 2: Cyber Trips
Teil 3: Beta Heards

Kurzbeschreibung:
Es ist das Jahr 2101. Ein außer Kontrolle geratener technischer Virus verwandelt Menschen in hyperfunktionale Cyborgs, die dem Willen der künstlichen Intelligenz KAMI gehorchen. In Sperrzonen eingepfercht, werden sie von Supersoldaten bekämpft, die man weltweit als Stars feiert. Doch die Mauern beginnen zu bröckeln. Sekten beten KAMI als Maschinengott an. Und während der Kampf zwischen Menschheit und Technologie hin und her wogt, versuchen vier junge Erwachsene, den Untergang ihrer Zivilisation zu verhindern …

Meine Einschätzung:
Nach so viel Happy-End und Romantik brauchte ich jetzt mal ein wenig Katastrophe und Weltuntergang ;-).

Eine künstliche Intelligenz, die sich mit Hilfe von Nano-Robotern selbstständig macht, hat die Menschheit fest im Griff. Menschen, die von den Nano-Robotern befallen werden, verwandeln sich in Kampfmaschinen mit dem Ziel, die Erde von der Menschheit zu befreien.
Ups.
Die Menschheit rüstet auf und das Militär hat weltweit das Sagen. Supersoldaten werden in den Kampf geschickt und wenn sie die Lage nicht unter Kontrolle bekommen, werden ganze Metropolen mit hohen Mauern in Ghettos verwandelt, ohne Rücksicht auf Verluste.
Spannend, oder?
Die Geschichte ist sehr komplex, spannend und brutal, und die Charaktere sind tiefgründig und interessant.
Auch wenn es sich anfühlt, als würde die Geschichte weit in der Zukunft spielen, glaube ich, dass wir uns alle viel mehr mit dem Thema „Künstliche Intelligenz“ beschäftigen sollten, bevor uns die Zukunft einholt …

Mein Fazit:
Ich bin begeistert von diesem Sci-Fi, geschrieben von dieser jungen, deutschen Autorin, die hoffentlich ganz, ganz viele Leser finden wird.

Marrs, John: The Passengers – Du entscheidest über Leben und Tod

Genre: Sci-Fi

Kurzbeschreibung:
»Guten Morgen, Claire. Sie dürften bemerkt haben, dass sich Ihr Fahrzeug nicht mehr unter Ihrer Kontrolle befindet. Ab sofort bestimme ich, wohin Ihre Fahrt geht. Im Augenblick gibt es nur eines, das Sie wissen sollten: In zwei Stunden und dreißig Minuten sind Sie höchstwahrscheinlich tot.« Als die hochschwangere Claire Arden diese Worte aus dem Lautsprecher ihres nagelneuen selbstfahrenden Autos vernimmt, hält sie es zunächst für einen schlechten Scherz. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass sie tatsächlich in ihrem Wagen gefangen ist. Und sie ist nicht die Einzige – noch sieben weitere Passagiere sind in derselben Situation: Die Systeme ihrer Autos wurden geknackt, und nun befinden sie sich auf einem fatalen Kollisionskurs. Doch damit nicht genug: Der Hacker streamt das ganze live im Internet, und die Zuschauer entscheiden über Leben und Tod der acht Passagiere …

Meine Einschätzung:
Selbstfahrende Autos? Nach diesem Roman würde ich erst mal nur seeeeehhhhhhr ungern einsteigen. 🙂
Da ich in diesem Jahr schon „The One“ von John Marrs gelesen habe, war mir klar, dass ich auch in dieser Geschichte mit dem Unerwarteten rechnen muss und ich kann sagen, der Autor hat mich (wieder) überrascht.
Er verarbeitet in seinem Sci-Fi, der in einer nahen Zukunft spielt, gleich mehrere, aktuelle Themen:
IT-Sicherheit
Künstliche Intelligenz
Überwachung der Bürger durch Apps und Kameras
Versagen staatlicher Kontrollinstanzen
Verhalten der Bürger in den sozialen Medien
Kategorisierung von zu schützenden Menschen

Da sind wirklich ein paar ganz, ganz heiße und heikle Themen dabei. Der Autor nimmt sich die Freiheit und denkt Szenarien durch, die mir das Blut in den Adern gefrieren lassen.
Verpackt sind diese interessanten Fragen der Menschheit in einer spannenden Thriller-Action-Geschichte, die sehr mitreißend geschildert wird und die ich mir entsprechend gut vorstellen konnte. Ich seh den Kinofilm schon vor mir.
Außerdem gefällt mir die Covergestaltung und der farbige Schnitt des Buches sehr gut. Irgendwie cool und mal was anderes.

Mein Fazit:
Lesen, auch wenn Ihr sonst keine Sci-Fis mögt, denn der Autor widmet sich Themen, die sehr bald auf uns zukommen. Bin schon gespannt auf sein nächstes Buch!

Marrs, John: The One – Finde dein perfektes Match

Genre: Sci-Fi, Thriller

Kurzbeschreibung:
In der nahen Zukunft ist der Traum von der großen Liebe Wirklichkeit geworden. Dank der revolutionären Entschlüsselung eines bis dahin verborgenen genetischen Codes können die Menschen durch einen simplen Gentest ihren perfekten Partner finden. Das beschert der Welt Millionen glücklicher Paare und dem Online-Portal MatchyourDNA.com Milliarden auf dem Konto. Moment mal, Millionen glücklicher Paare? Nicht so ganz, denn auch Seelenverwandte haben Geheimnisse voreinander – und manche davon sind tödlicher als andere …

Meine Einschätzung:
Grandios! Ich kann und will zur Geschichte nicht viel sagen, denn in diesem Fall wäre spoilern fatal. Aber stellen wir uns mal vor, es gäbe ab sofort die Möglichkeit, den perfekten Partner zu finden, per DNA-Test. Jeder kann mitmachen, aber nicht jeder findet sein Match. Wer sein Match findet, kann sich glücklich schätzen oder auch nicht, denn es kann in der Nachbarschaft wohnen, auf Bora Bora, 30 Jahre älter sein oder 15 Jahre jünger oder eine Frau oder ein Mann … Und was macht das Thema mit Paaren, die schon zusammen sind?
Coole Idee, oder?

Mein Fazit:
Coole Idee, spannende Geschichte, interessante Figuren, absolut überraschende Entwicklungen … GROSSARTIG!

Schwartz, Richard: Die Sax-Chroniken – Die Starfarer Verschwörung (1)

Genre: Sci-Fi

Kurzbeschreibung:
Bestsellerautor Richard Schwartz führt seine Fans in die dunklen Weiten des Universums. Mit »Die Sax-Chroniken« beginnt ein episches Abenteuer zwischen den Sternen und eine fantastische Space Opera: Die Diebin Sax ist auf dem Tiefpunkt ihrer Karriere angekommen. Ihre Verbündeten lassen sie im Stich und ein Unbekannter trachtet ihr nach dem Leben. Doch dann entdeckt Sax durch Zufall ein Artefakt aus ferner Vergangenheit. Und ihre Entdeckung zieht sie in eine hochgefährliche Verschwörung hinein, die den Kampf um die Vorherrschaft in der Galaxie neu entfacht …

Meine Einschätzung:
Der Autor beweist hier wieder, dass er ein tolle „Händchen“ für komplexe Weltengestaltung hat. Großartig, die Welt, die er erschafft, ist spannend, detailreich beschrieben und es macht mir großen Spaß, sie mir vorzustellen.
Mit Sax hat er eine wirklich tolle weibliche Hauptfigur erdacht und auch ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter sind interessante Charaktere.
Weltraumaufzüge, Raumschiffe, versunkene Städte, geheimnisvolle Artefakte, KIs, die die Welt retten oder zerstören können, eine Gesellschaft am Rande des Abgrunds, politische Intrigen, mörderische Banden, rechtsfreie Räume.
Ich finde das unglaublich spannend, es geht aber auch sehr brutal zu, das muss man aushalten können. Zum Ausgleich streut der Autor aber auch humorvolle Momente ein, die mir gut gefallen.
Hoffentlich schreibt der Autor flott den zweiten Teil der grandiosen Spaceopera :-).

Mein Fazit:
Ein Bilderbuchschlafräuber :-). Opulente Sci-Fi, wie ich sie mag. Lesen!

Robb, J.D.: Stirb, Schätzchen, stirb (22)

Genre: Sci-Fi

Reihenfolge der Serie Eve Dallas:
Teil 36: Aus süßer Berechnung
Teil 35: Verführerische Täuschung
Teil 34: Tödlicher Ruhm
Teil 33: In Rache entflammt
Teil 32: Verrat aus Leidenschaft
Teil 31: Mörderische Hingabe
Teil 30: Sündiges Spiel
Teil 29: Süßer Ruf des Todes
Teil 28: Tödliche Verehrung
Teil 27: Im Namen des Todes
Teil 26: Ein sündiges Alibi
Teil 25: Mörderische Sehnsucht
Teil 24: Sanft kommt der Tod
Teil 23: In Liebe und Tod
Teil 22: Stirb, Schätzchen, stirb
Teil 21: Stich ins Herz
Teil 20: In den Armen der Nacht
Teil 19: Tanz mit dem Tod
Teil 18: Im Tode vereint
Teil 17: Das Herz des Mörders
Teil 16: Der Hauch des Böse
Teil 15: Tödliche Unschuld
Teil 14: Einladung zum Mord
Teil 13: Das Lächeln des Killers
Teil 12: Symphonie des Todes
Teil 11: Sündige Rache
Teil 10: Spiel mit dem Mörder
Teil 9: Feuriger Verehrer
Teil 8: Der Tod ist mein
Teil 7: Liebesnacht mit einem Mörder
Teil 6: Mord ist ihre Leidenschaft
Teil 5: Der Kuss des Killers
Teil 4: Bis in den Tod
Teil 3: Eine mörderische Hochzeit
Teil 2: Tödliche Küsse
Teil 1: Rendevous mit einem Mörder

Kurzbeschreibung:
New York 2059. Eve Dallas erkennt die elegant gekleidete Besucherin in ihrem Büro erst auf den zweiten Blick: Es ist ihre Pflegemutter Trudy Lombard. Einst hat sie nichts unversucht gelassen, die kleine Eve zu quälen, und auch jetzt hat sie nichts Gutes im Sinn. Sie droht, Eves dunkelstes Geheimnis öffentlich zu machen – wenn sie ihr nicht zwei Millionen Dollar gibt. Als Eves geliebter Roarke davon erfährt, lässt er nichts unversucht, diesen Schrecken aus der Vergangenheit zu bannen. Doch dann geschieht ein Mord …

Mein Fazit:
Auch wenn die Gegenwart die Zukunftsvision von Frau Roberts schon überholt hat, sind die Kriminalfälle von Dallas und Rourke lesenswert und spannend. Dieses Mal mit einem vorweihnachtlichen Fall.

Schwindt, Peter: Morland – Das Vermächtnis der Magier (3)

Genre: Sci-Fi, Hörspiel

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Morland – Die Rückkehr der Eskatay
Teil 2: Die Blume des Bösen
Teil 3: Das Vermächtnis der Magier

Kurzbeschreibung:
Nach und nach bringt der allmächtige Diktator Morlands alle magisch begabten Menschen in seine Gewalt. Er benötigt ihre magischen Kräfte für einen monströsen Plan: Er will seine tote Tochter wieder zum Leben erwecken …

Meine Einschätzung:
Auch der dritte Teil der Serie konnte mich restlos überzeugen! Was für eine ungewöhnliche, spannende Geschichte, die aus der Masse Dystopien, die veröffentlicht werden, heraussticht.

Mein Fazit:
Die lange Jagd nach dieser Hörspieltrilogie hat sich wirklich gelohnt! Wieder eine herausragende Produktion von Leonhard Koppelmann. Kino für die Ohren!!!


Schwindt, Peter: Morland – Die Blume des Bösen (2)

Genre: Sci-Fi, Hörspiel

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Morland – Die Rückkehr der Eskatay
Teil 2: Die Blume des Bösen
Teil 3: Das Vermächtnis der Magier

Kurzbeschreibung:
Ein Land hoch im Norden. Die magisch Begabten Hakon, Tess und York sind auf der Flucht vor den Eskatay, die sie gnadenlos verfolgen. Der Anführer der Eskatay will die ganze Menschheit unterwerfen

Meine Einschätzung:
Nahtlose Fortsetzung der Geschichte, die im Fortgang ganz schön traurig und dramatisch wird, aber auch ungemein spannend.
Die drei Hauptfiguren sind übrigens drei Teenager mit besonderen Fähigkeiten, die sie erst nach und nach entdecken. Sie wurden von ihren Familien getrennt und sind auf der Suche nach ihren Wurzeln, ihren Fähigkeiten und der Wahrheit :-).

Mein Fazit:
Großartige Geschichte einer Menschheit, die auch nach der ultimativen Katastrophe nichts dazu gelernt hat und die gleichen Fehler wieder begeht und das als grandioses Hörspiel! HÖREN!!!!

Reeve, Philip: Mortal Engines – Krieg der Städte (1)

Genre: Sci-Fi, Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Mortal Engines – Krieg der Städte
Teil 2: Mortal Engines – Jagd durchs Eis
Teil 3: Mortal Engines – Der grüne Sturm
Teil 4: Mortal Engines – Die verlorene Stadt

Kurzbeschreibung:
Niemand hatte mit einem Attentat gerechnet. Als das Mädchen mit dem Tuch vor dem Gesicht ein Messer zückt, um den Obersten Historiker Londons, Thaddeus Valentine, umzubringen, kann ihm der junge Gehilfe Tom in letzter Sekunde das Leben retten. Er verfolgt das Mädchen, das jedoch durch einen Entsorgungsschacht in die Außenlande entkommt. Dass Valentine, statt seinem Retter zu danken, den Jungen gleich mit hinausstößt, konnte ebenfalls beim besten Willen keiner ahnen …
Damit beginnt Toms abenteuerliche Odyssee durch die Großen Jagdgründe zurück nach London. Begleitet wird er von der unbeirrbaren Hester Shaw, die fest entschlossen ist, den Mord an ihren Eltern zu rächen. Sie treffen auf Sklavenhändler und Piraten, werden von einem halbmenschlichen Kopfgeldjäger verfolgt und von einer Aeronautin namens Anna Fang gerettet. Und all das, während Valentine plant, mittels einer Superwaffe aus dem Sechzig-Minuten-Krieg die Feinde der fahrenden Städte zu vernichten …

Meine Einschätzung:
Eine postapokalyptische Welt, in der die verbleibenden Menschen in riesigen, aus alten Maschinenteilen bestehenden Städten leben, die sich auf der Jagd nach Rohstoffen auf Rädern und Raupen durch eine zerstörte Natur wälzen. Ein junger Mann, dessen Weltsicht auf seine Stadt begrenzt ist, eine junge Frau, entstellt, verletzt und auf Rache aus werden brutal verfolgt, gejagt und müssen im ihr Leben kämpfen.
Es gibt noch weitere, sehr spannende Charaktere, die diese rasante Geschichte bevölkern, aber Achtung. Nicht alle werden den Kampf überleben …
Der Autor beschreibt die Charaktere und das Setting sehr, sehr anschaulich und lebendig. Ich sehe dieses verrückte London vor, die Luftschiffe, die zerstörte Landschaft und auch von den Charakteren habe ich ein konkretes Bild vor Augen!
Die Geschichte ist sehr spannend und faszinierend, aber auch sehr blutig und brutal. Und ich glaube tatsächlich auch, dass die Menschheit auch nach einem katastrophalen Krieg, in dem sie sich selbst fast komplett ausgerottet hat, nicht dazu lernt und eine ultimative Waffe bauen will.
Ein wenig erinnert mich die Story an Kai Meyers „Die Krone der Sterne“, auch eine verrückte Mischung aus Steampunk und Sci-Fi. Mir gefällt’s sehr :-).

Mein Fazit:
Wer spannende, durchaus brutale Geschichten in einer ungewöhnlichen postapokalyptischen Welt mit Sci-Fi- und Steampunkelementen mag, wird die Serie lieben.

Tayler, Dennis, E.: Ich bin viele (1)


Genre: Sci-Fi, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Ich bin viele
Teil 2: Wir sind Götter (erscheint im Dezember)

Kurzbeschreibung:
Bob kann es nicht fassen. Eben hat er noch seine Software-Firma verkauft und einen Vertrag über das Einfrieren seines Körpers nach seinem Tod unterschrieben, da ist es auch schon vorbei mit ihm. Er wird beim Überqueren der Straße überfahren. Hundert Jahre später wacht Bob wieder auf, allerdings nicht als Mensch, sondern als Künstliche Intelligenz, die noch dazu Staatseigentum ist. Prompt bekommt er auch gleich seinen ersten Auftrag: Er soll neue bewohnbare Planeten finden. Versagt er, wird er abgeschaltet. Für Bob beginnt ein grandioses Abenteuer zwischen den Sternen – und ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit…

Meine Einschätzung:

Ich bin begeistert! Was für eine coole Idee. Eine künstliche Intelligenz, erschaffen aus der Persönlichkeit eines IT-Experten, mit all seinen menschlichen Schwächen, Eigenheiten, Vorlieben, etc.. Programmiert darauf, neue Planeten zu entdecken und sich selbst zu vervielfältigen, macht sich dieser Bob auf den Weg und erlebt dabei eine Menge Abenteuer. Bei der Replikation seines Ichs kommen aber nicht exakte Kopien seiner selbst heraus, sondern neue Bobs mit neuen Eigenheiten, die ihrerseits neue Abenteuer erleben.
Ich habe ich stellenweise schlapp gelacht, weil Bob (und der Autor) offenbar eine Vorliebe für Sci-Fi-Serien der 90iger hat und seine Nachfolger danach benennt bzw. sie sich selbst. Ich könnte mir aber vorstellen, dass jüngere Leser damit nicht sooooo viel anfangen können werden. In typischer Sci-Fi-Manier erläutert der Autor auch relativ viele technische Details, wie was funktioniert, etc. Das muß man auch mögen.
Die Geschichte ist nicht atemberaubend spannend, aber witzig und klug erzählt und wundervoll gelesen von meinem Lieblingssprecher Simon Jäger.

Mein Fazit:
Witzige, interessante, neue Sci-Fi-Story, sensationell gelesen von Simon Jäger.

Robb, J.D.: Stich ins Herz


Gerne: Sci-Fi, Thriller

Reihenfolge der Serie:
Teil 36: Aus süßer Berechnung
Teil 35: Verführerische Täuschung
Teil 34: Tödlicher Ruhm
Teil 33: In Rache entflammt
Teil 32: Verrat aus Leidenschaft
Teil 31: Mörderische Hingabe
Teil 30: Sündiges Spiel
Teil 29: Süßer Ruf des Todes
Teil 28: Tödliche Verehrung
Teil 27: Im Namen des Todes
Teil 26: Ein sündiges Alibi
Teil 25: Mörderische Sehnsucht
Teil 24: Sanft kommt der Tod
Teil 23: In Liebe und Tod
Teil 22: Stirb, Schätzchen, stirb
Teil 21: Stich ins Herz
Teil 20: In den Armen der Nacht
Teil 19: Tanz mit dem Tod
Teil 18: Im Tode vereint
Teil 17: Das Herz des Mörders
Teil 16: Der Hauch des Böse
Teil 15: Tödliche Unschuld
Teil 14: Einladung zum Mord
Teil 13: Das Lächeln des Killers
Teil 12: Symphonie des Todes
Teil 11: Sündige Rache
Teil 10: Spiel mit dem Mörder
Teil 9: Feuriger Verehrer
Teil 8: Der Tod ist mein
Teil 7: Liebesnacht mit einem Mörder
Teil 6: Mord ist ihre Leidenschaft
Teil 5: Der Kuss des Killers
Teil 4: Bis in den Tod
Teil 3: Eine mörderische Hochzeit
Teil 2: Tödliche Küsse
Teil 1: Rendevous mit einem Mörder

Kurzbeschreibung:
Sie sind allseits geschätzt und folgen unbeirrt nur einer Mission: anderen Menschen zu helfen. Perfekte Gesichter, makellose Körper, die vollendete Schönheit – das ist ihre Berufung. Doch dann werden die beiden berühmten Schönheitschirurgen mit einem gezielten Stich ins Herz getötet. Die Waffe: ein Skalpell. Die Hauptverdächtige: ihre letzte Patientin. Doch die junge Frau ist spurlos verschwunden. Eve Dallas hat alle Hände voll zu tun, ein dunkles, schreckliches Geheimnis hinter der schillernden Fassade der Schönheitsklinik aufzudecken …

Meine Einschätzung:
Hmpf, wie meine geneigten Leser vielleicht bemerkt haben, ist bei mir lesetechnisch in diesem Jahr der Wurm drin. Ich lese wenig, sehr wenig, vieles lustlos, langweile mich dabei – lang andauernde Leseunlust: Eine furchtbare Krankheit für Leseratten kann ich Euch sagen!
Aber nun sehe ich tatsächlich wieder Licht am Lesehorizont und wie schon in der Vergangenheit hat mir Eve Dallas dabei entscheidend auf die Sprünge geholfen :-).
Dieser Fall war aber auch genau nach meinem Geschmack. Zwei Schönheitschirurgen werden ermordet und was Eve hinter den Kulissen einer Schönheitsklinik entdeckt ist … grauenvoll, schrecklich, barbarisch und herrlich spannend.
Danke, danke, liebe Frau Robb alias Roberts!
Nur so am Rande … Schläft die Autorin auch irgendwann mal? Kurz recherchiert und der Serie 3 weitere Bände hinzugefügt. Und dabei sind das noch nicht die Romane, die unter Nora Roberts erscheinen. Verrückt, was die Frau alles schreibt …

Mein Fazit:
Eve Dallas, willenstark, klug und stark, loyal und gerecht. Eine wahre Superheldin und Leseflautenbeseitigerin ;-).

Gailus, Christian; Döring, Oliver: Krieg der Welten (Teile 1 bis 3); Hörspiel nach H.G. Wells

Genre: Sci-fi, Hörspiel

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Kurzbeschreibung:
Der bahnbrechende sowie zeitlose Klassiker KRIEG DER WELTEN von H.G. WELLS begeistert seit über 100 Jahren nicht nur die Fans der Science Fiction. In diesem Hörspiel wird das Spektakel um einen Angriff auf die Menschheit aus dem All zum Kopfkino der Superlative und stellt die Frage: Wie verhält sich der Mensch, wenn die Ordnung zusammenbricht? Im Krieg und in der Hoffnungslosigkeit angesichts einer außerirdischen Übermacht, die nur ein Ziel zu kennen scheint: Die Bewohner der Erde zu vernichten.

Meine Einschätzung:

Nach „Das Imperium der Ameisen“ und „Die Zeitmaschine“ von H.G. Wells hat Oliver Döring sich nun „Krieg der Welten“ vorgenommen und wieder ein großartiges Hörspiel in 3 Teilen aufgenommen.
Ich mag diese Sci-Fi-Klassiker schon mal grundsätzlich gerne, aber was Folgenreich daraus macht, ist einfach prima. Unglaublich aufwändig, tolle Sprecher, sehr gute Titelmusik, die absolut gut zum Thema passt, grandiose Sprecher, ich kann wirklich nur in Superlativen schwärmen.

Mein Fazit:

Ich war und bin ein Kassettenkind, das in den 70igern von Hörspielen geprägt wurde und auch heute kann man mich mit einem tollen Hörspiel glücklich machen! Kino für die Ohren!

Hillenbrand, Tom: Hologrammatica


Genre: Sci-Fi, Hörbuch

Kurzbeschreibung:
Ende des 21. Jahrhunderts arbeitet der Londoner Galahad Singh als Quästor. Sein Job ist es, verschwundene Personen wiederzufinden. Davon gibt es viele, denn der Klimawandel hat eine Völkerwanderung ausgelöst, neuartige Techniken wie Holonet und Mind Uploading ermöglichen es, die eigene Identität zu wechseln wie ein paar Schuhe. Singh wird beauftragt, die Computerexpertin Juliette Perotte aufzuspüren, die Verschlüsselungen für sogenannte Cogits entwickelte – digitale Gehirne, mithilfe derer man sich in andere Körper hochladen kann. Bald stellt sich heraus, dass Perotte Kontakt zu einem brillanten Programmierer hatte. Gemeinsam waren sie einem großen Geheimnis auf der Spur. Der Programmierer scheint Perotte gekidnappt zu haben. Je tiefer Singh in die Geschichte eintaucht, umso mehr zweifelt er daran, dass sein Gegenspieler ein Mensch ist …

Meine Einschätzung:
Ich war ja einigermaßen enttäuscht von Schätzings „Die Tyrannei des Schmetterlings“, umso interessanter, cooler und ideenreicher fand ich Tom Hillenbrands Sci-Fi-Roman. Schon sein Roman „Drohnenland“ hatte mir sehr, sehr gut gefallen und „Hologrammatica“ ist noch besser. In seiner dystopischen Welt, nach einer Naturkatastrophe und einer Dezimierung der Weltbevölkerung, gibt es auf der Erde noch wenige lebenswerte Länder/Landschaften, z.B. Sibirien und Kolonien im All, die über Aufzüge erreichbar sind! Die Hauptfigur Galahad ist eine Art Privatdetektiv, der vorzugsweise verschwundene Personen sucht, mit Hilfe von Computerprogrammen. Er ist ein sympathischer, interessanter Charakter, der als ICH-Erzähler durch die komplexe, spannende Geschichte führt.
Er deckt eine unglaubliche Verschwörung auf, die Folgen für die gesamte Menschheit und die Definition von Menschlichkeit haben wird.
Die Angst vor dem Tod, der Wunsch nach ewigem Leben, künstliche Intelligenzen, Leben im All, Umweltkatastrophen, etc. sind alles Themen, die der Autor anspricht und weiterdenkt. Ich fand das unglaublich spannend.
Oliver Siebeck liest das Buch ausgeprochen packend und ansprechend. Großartig.

Mein Fazit:
So stelle ich mir einen guten Sci-Fi vor: interessante Protagonisten, spannende Story, interessante technische Ideen, Visionen, wie es mit der Menschheit weitergehen könnte.

Schätzing, Frank: Die Tyrannei des Schmetterlings


Genre: Sci-Fi

Kurzbeschreibung:
Kalifornien, Sierra Nevada. Luther Opoku, Sheriff der verschlafenen Goldgräberregion Sierra in Kaliforniens Bergwelt, hat mit Kleindelikten, illegalem Drogenanbau und steter Personalknappheit zu kämpfen. Doch der Einsatz an diesem Morgen ändert alles. Eine Frau ist unter rätselhaften Umständen in eine Schlucht gestürzt. Unfall? Mord? Die Ermittlungen führen Luther zu einer Forschungsanlage, einsam gelegen im Hochgebirge und betrieben von der mächtigen Nordvisk Inc., einem Hightech-Konzern des zweihundert Meilen entfernten Silicon Valley. Zusammen mit Deputy Sheriff Ruth Underwood gerät Luther bei den Ermittlungen in den Sog aberwitziger Ereignisse und beginnt schon bald an seinem Verstand zu zweifeln. Die Zeit selbst gerät aus den Fugen. Das Geheimnis im Berg führt ihn an die Grenzen des Vorstellbaren – und darüber hinaus.

Meine Einschätzung:

Über dieses Buch will ich doch ein paar Worte mehr verlieren. Ich hatte mich sehr, sehr, sehr über ein neues Schätzing-Buch gefreut, aber sein aktuelles Buch läßt mich irritiert zurück. Na gut, Herr Schätzing kann natürlich nix dafür, wenn er meine Erwartungen enttäuscht, die habe ich ihm ja schließlich niemals mitgeteilt.
Was hatte ich erwartet? Einen klug recherchierten Wissenschaftsthriller, der sich mit den Auswirkungen des Einsatzes von künstlichen Intelligenzen auf die Gesellschaft beschäftigt, philosophisch, wirtschaftlich, etc. Ein Thema, das ich enorm spannend finde, gerade in Zeiten, in denen zunehmend Algorithmen bestimmen, welche Werbung wir im Internet angezeigt bekommen, welche Feeds, usw.
Und was bekam ich? Einen spannenden, hollywoodreifen, Sci-Fi-Action-Thriller, den ich mir sehr gut verfilmt vorstellen konnte.
Aber was den wissenschaftlichen Hintergrund betrifft, ich kann hier jetzt nicht spoilern, würde mich dann doch interessieren, weil mir seine Idee doch seeeeeeeeeeeeeehhhhhhr abgefahren erscheint. Gut spannend, aber abgefahren.
Womit ich noch gehadert habe, sind seine teilweise bizarren Landschafts- und Ortsbeschreibungen. Sehr ausschweifend und irgendwie fühlte ich mich in einen Tim Burton Film versetzt, sehr farbig, gleichzeitig morbid, seltsam halt. Irgendwann habe ich diese Beschreibungen einfach überblättert. Banausin, die ich bin!
Ganz gut gefallen haben mir die Charaktere, die der Autor für meinen Geschmack gut gewählt und ausgebaut hat.


Mein Fazit:

Spannend – definitiv. Interessant – ja auch. Realitätsnah – für mich eher nicht. Gut zu lesen – eher nicht, weil stellenweise langatmig. Erklärungsbedürftig – ja, auf jeden Fall, muß mir wohl ein paar Interviews mit dem Autor anhören/lesen.
Mich würde wirklich interessieren, wie andere Leser dieses Buch bewerten. Kommentiert doch mal kurz, falls Ihr hier vorbeischaut.

Heliosphere 2265 – Entscheidung bei Nova (9)


Genre: Sci-Fi, Hörspiel

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Heliosphere 2265 – Das dunkle Fragment
Teil 2: Heliosphere 2265 – Zwischen den Welten
Teil 3: Heliosphere 2265 – Enthüllungen
Teil 4: Heliosphere 2265 – Das Gesicht des Verrats
Teil 5: Heliosphere 2265 – Im Zentrum der Gewalt
Teil 6: Heliosphere 2265 – Die Bürde des Captains
Teil 7: Heliosphere 2265 – Die Opfer der Entscheidung
Teil 8: Heliosphere 2265 – Getrennte Wege
Teil 9: Heliosphere 2265 – Entscheidung bei Nova

Kurzbeschreibung:
Nach zahlreichen Schicksalsschlägen scheint sich das Blatt für die Crew der HYPERION zu wenden. Sie sind Teil der Rebellenflotte und stehen nicht mehr alleine gegen die Diktatur auf der Erde. Nach den Vorbereitungen von Tess Kensington und Ivo Coen setzt Admiral Pendergast die Flotte in Richtung der NOVA-Station in Gang. Alles scheint nach Plan zu laufen, doch auch die Gegenseite hat mehrere Trümpfe im Ärmel

Mein Fazit:
Ich könnte diese Art Hörspiele stundenlang hören. Kino für die Ohren!!!

Scott, Jasper T.: Dark Space – Die Menschheit ist verloren (1)


Genre: Sci-Fi

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Dark Space – Die Menschheit ist verloren
Teil 2: Dark Space – Der unsichtbare Krieg
Teil 3: Dark Space – Der Ursprung

Kurzbeschreibung:

Mit »Dark Space« erschuf der kanadische Shootingstar Jasper T. Scott eine der erfolgreichsten Science-Fiction-Serien unserer Zeit: Die Menschheit ist verloren. Zehn Jahre zuvor eroberten die Sythianer das Sonnensystem. Ihr Ziel: menschliches Leben vollständig zu vernichten. Die letzten Überlebenden zogen sich in den Dunklen Raum zurück, einen isolierten Teil der Galaxis, der einst als Gefängnis und nun als Zufluchtsort dient. Hier bekommt der Söldner Ethan Ortane einen finsteren Auftrag. Er soll das gewaltige Sternenschiff Valiant infiltrieren, das die Tore zum Dunklen Raum bewacht und die Menschheit vor den feindlichen Sythianern schützt. Bald entdeckt Ethan, dass seine Mission zu einem epischen Sternenkrieg führen wird. Und er muss sich entscheiden, auf welcher Seite er steht: auf der der Menschen oder der Gerechtigkeit …

Mein Fazit:
Klassischer Sci-Fi-Roman mit vielen technischen Details. Hat mich jetzt nicht umgehauen, war aber ganz interessant.

Meyer, Marissa: Die Luna-Chroniken – Wie Schnee so weiß (4)


Genre: Jugendbuch, Fantasy, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Wie Monde so silbern
Teil 2: Wie Blut so rot
Teil 3: Wie Sterne so golden
Teil 4: Wie Schnee so weiß

Kurzbeschreibung:
Das kann Königin Levana, Herrscherin des Mondes, nicht dulden: Ihre Stieftochter, Prinzessin Winter, wird täglich schöner und ihr Zauber immer mächtiger! Wütend zwingt die böse Königin sie dazu, sich das Gesicht mit Schnitten zu verunstalten – doch die Narben können Winters Schönheit nichts anhaben.
Schließlich versucht Levana sogar, sie umbringen zu lassen. Da fasst Winter einen verzweifelten Plan: Sie muss die rechtmäßige Thronfolgerin Selene finden, um gemeinsam mit ihr die böse Königin zu stürzen…

Meine Einschätzung:
Es hat viel zu lange gedauert, bis der letzte Teil dieser SCI-FI-Märchenadaption endlich herausgekommen ist und deshalb brauchte ich auch einen Weile, um mich einzuhören, aber dann war ich wieder fasziniert von dieser facettenreichen, mit tollen Charakteren ausgestatteten Geschichte.
Ein komplexer Weltenaufbau mit einer fernen Mondsiedlung, zwei Prinzessinnen, die nicht unterschiedlicher sein könnten, eine böse Königin, deren Grausamkeit und Skrupellosikeit unvorstellbare Dimensionen annimmt, ein junger Kaiser, der bereit ist, sich selbst zu opfern, um sein Volk zu retten, vier Liebespaare, die um ihre Liebe und ihr Leben kämpfen müssen, Telepathie, künstliche Intelligenzen, Gentechnik, biologische Kriegsführung, Cyberkriminalität, Cyborgs, …
Na? Neugierig auf diese wilde Mischung? Dann unbedingt lesen oder hören.

Mein Fazit:
Diese einzigartige Märchenadaption, die in einer fernen Zukunft angesiedelt ist, findet mit diesem Band einen würdigen Abschluß.
Spannend. Wendungsreich. Märchenhaft. Brutal. Düster. Facettenreich. Intelligent. Perfekte Unterhaltung in meinen Augen :-).

Thiemeyer, Thomas: Evolution – Die Quelle des Lebens (3)


Genre: Jugendbuch, Dystopie, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Evolution – Die Stadt der Überlebenden
Teil 2: Evolution – Der Turm der Gefangenen
Teil 3: Evolution – Die Quelle des Lebens

Kurzbeschreibung:
Endlich am Ziel! Nach einer strapaziösen Flucht durch Sümpfe und Wüsten erwacht Jem in der Oase der Zeitspringer. Doch wie ist er hierher gekommen und wo sind seine Freunde? Katta ist verschwunden, Lucie und der kleine Squid liegen im Koma. Als Anführerin GAIA sich seiner annimmt, keimt in Jem Hoffnung: auf Rückkehr, auf ein neues Leben. Aber dann erwacht Lucie und den Freunden wird klar, in welch perfides Spiel sie geraten sind. Ein Spiel, das die Zukunft der Erde bedroht. In einer finalen Schlacht müssen die Jugendlichen sich entscheiden: Stehen sie auf der Seite der Tiere oder der Menschheit?

Meine Einschätzung:

Mir hat auch der abschließende Band der Jugendbuchserie sehr, sehr gut gefallen. Thiemeyer hat eine sehr interessante, detailreiche, zukünftige Welt geschaffen, mit überraschenden Protagonisten und seine Thesen bezüglich künstlicher Intelligenz, die die menschliche Wissenschaft entwickelt und ihr dann die Entscheidungen überläßt. Spannend. Ich habe mich keine Minute gelangweilt und voller Begeisterung die Abenteuer der jungen Zeitreisenden verfolgt.
Auch wenn die Gefühlswelten von Teenagern viel Raum gegeben wird, kann ich die Geschichte allen Lesern empfehlen, die Sci-Fi mögen.
Wenn ich die Geschichte mit anderen, sehr erfolgreichen dystopischen Trilogien, wie z.B. Maze-Runner oder Die Bestimmung vergleiche, braucht sich Thiemeyer nicht zu verstecken!
Mark Bremer liest ausgesprochen angenehm und interpretiert genau in der richtigen Dosis verschiedene Figuren mit verschiedenen Stimmen.

Mein Fazit:
Großartige Sci-Fi-Zeitreisen-Dystopie für junge und erwachsene Leser. Unbedingt lesen oder hören!

Naam, Ramez: Nexus (1)


Genre: Sci-Fi, Hörbuch

Reihenfolge der Trilogie:

Teil 1: Nexus
Teil 2: Crux
Teil 3: Apex

Kurzbeschreibung:
Die Nano-Droge ermöglicht es einem, sich mental mit anderen Menschen und mit den Datenströmen des Internets zu verbinden. Der US-Behörde ERD ist Nexus jedoch ein Dorn im Auge.Sie zwingen den jungen Programmierer Kaden Lane, einen der Miterfinder von Nexus, sich bei einer skrupellosen chinesischen Wissenschaftlerin einzuschleusen. Sie plant, die gesamte Menschheit zu unterwerfen. Doch auch die Behörden gehen für Nexus über Leichen.

Meine Einschätzung:
Diesen Wissenschafts-Sci-Fi habe ich mit großer Begeisterung gehört. Wissenschaftlern ist es gelungen, das menschliche Gehirn mittels einer Droge direkt mit dem Internet bzw. auch direkt mit anderen Menschen zu verbinden. Der Roman schildert, welche Möglichkeiten und Gefahren diese Technik birgt und wie Menschen damit umgehen. Die Fragen, die aufgeworfen werden, sind absolut aktuell und auf unsere derzeitige technische Entwicklung übertragbar und das fand ich sehr interessant. Diese, teilweise philosophischen Fragestellungen sollten in der Gesellschaft, Politik und Wissenschaft schon jetzt diskutiert werden :-).
Aber keine Bange, „Nexus“ ist auch ein unglaublich spannender, rasanter Thriller mit Supersoldaten, Undercover-Agenten, Terroristen, skrupellosen Politikern, künstlichen Intelligenzen und buddistischen Mönchen. Großartig.
Bei mir kam keine Minute Langweile auf, ich hatte jede Menge Stoff zum Nachdenken und die nächsten Teile werde ich gerne und bald hören.
Uve Teschner liest dieses Hörbuch wieder großartig, ein Genuss für meine Ohren :-).#

Mein Fazit:
Großartige Sci-Fi-Geschichte: spannend, philosophisch und actionreich.

Clark, Arthur C.; Baxter, Stephen: Die Zeit-Odyssee


Genre: Sci-Fi

Reihenfolge der Trilogie:

Teil 1: Die Zeit-Odyssee
Teil 2: Sonnensturm
Teil 3: Wächster

Kurzbeschreibung:
Es ist das Jahr 2037, als das Raum-Zeit-Kontinuum plötzlich auseinanderbricht. Die Erde zerfällt dabei in unterschiedliche Zonen: Während es in einem Landstrich noch 2037 ist, ist es im benachbarten 1885 und im nächsten Tausende von Jahren in der Vergangenheit. Welche Macht ist imstande, eine solch gewaltige Veränderung zu bewirken? Die Odyssee beginnt …

Meine Einschätzung:
Hm, nach kurzer Recherche fand ich gerade heraus, dass es sich um den Auftakt einer Trilogie handelt. Na gut, aber ich weiß jetzt schon, dass ich die Folgebände nicht lesen werden.
Dabei ist die Idee der Geschichte super. Mit einem Schlag wird die Erde in unterschiedliche, zeitliche Abschnitte zerteilt. Das überlebt die Hubschrauber-Besatzung einer Uno-Friedenstruppe in Afganistan gerade so und stürzt in der Nähe eines britische Forts im 19. Jahrhunderts ab. Den Besatzungsmitgliedern einer Sojus-Kapsel ergeht es ähnlich, sie landen nicht wie geplant im hier und jetzt, sondern in der mongolischen Steppe zu Zeiten von Dschingis-Khan. Schräg, oder?
Während sich die Hubschrauber-Besatzung dank übereinstimmender militärischer Kultur ganz gut mit dem Briten arrangieren und obendrein noch diplomatische Kontakte mit Alexander dem Großen knüpfen, ergeht es den Sojus-Besatzungsmitgliedern nicht ganz so gut ;-). Diese verschiedenen Parteien treffen sich dann zur großen Schlacht vor dem historischen Babylon, das als einzige nennenswerte Siedlung von Menschen das Zeitphänomen überdauert hat. Bizarr.
Ich habe leider nicht die Geduld für die ausschweifenden Beschreibungen der militärischen Routinen und Vorbereitungen einer Schlacht gehabt und außerdem habe ich den Autoren nicht so recht abgenommen, wie sie die historischen Personen geschildert haben. Das ging mir alles einen Ticken zu glatt mit der Akzeptanz der Zeitkatastrophe und der Menschen aus der Zukunft und um diese historischen Gegebenheiten unterschiedlichster Zeitepochen zu beschreiben, muß man sich meiner Meinung nach, ganz schön viel Mühe geben …
Leider bleiben auch die Hauptprotagonisten farblos und ohne Tiefe. Von keinem der 6 Überlebenden aus der Zukunft konnte ich mir ein Bild machen und so werden sie schnell aus meinem Gedächtnis verschwinden.

Mein Fazit:
Irrwitzige, interessante, schräge Idee, aber das Gesamtkunstwerk konnte mich nicht überzeugen.

Thiemeyer, Thomas: Evolution – Der Turm der Gefangenen (2)


Genre: Sci-Fi, Jugendbuch, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Evolution – Die Stadt der Überlebenden
Teil 2: Evolution – Der Turm der Gefangenen
Teil 3: Evolution – Die Quelle des Lebens


Kurzbeschreibung:

Mit letzten Kräften erreichen Lucie und ihre Freunde die Stadt der Überlebenden. Während Jem vor den Toren gegen angreifende Tiere kämpft, hofft Lucie im Inneren endlich Antworten zu finden. Doch im Schatten der Türme scheint das Mittelalter wieder auf gelebt zu sein: Wissenschaft gilt als schwarze Magie, Fragenstellen ist streng verboten. Als die Jugendlichen aus verbotenen Büchern erfahren, dass sie nicht die ersten Zeitreisenden sind, entlädt sich der Zorn des Burgherrn. Den Freunden bleibt nur die Flucht. Ihr Ziel: der einzige Ort, der noch Hoffnung verspricht die Oase der Zeitspringer. Aber der Weg dorthin führt sie durch gefährliche Sümpfe, mitten ins Land der Squids.

Meine Einschätzung:
Auch der zweite Teil dieser dystopischen Jugendbuchserie hat mir sehr gut gefallen und für ihn gilt meine Einschätzung des ersten Bandes genauso :-), ich wiederhole mich also nicht.

Mein Fazit:
Thiemeyers dystopische Jugendbuchserie ist keine Neuerfindung des Genre, aber unterhaltsam und spannend.

Shepherd, Mike: Kris Longnife – Die Rebellin (1)


Genre: Sci-Fi

Reihenfolge der Serie:

Teil 1: Die Rebellin
Teil 2: Unter Quarantäne
Teil 3: Die Invasion
Teil 4: Das Kommando

Kurzbeschreibung:
Kris Longknife ist in die Navy eingetreten, um aus dem Schatten ihrer mächtigen Familie zu treten. Ihre ersten Missionen sind nicht besonders aufregend. Obwohl sie alles tut, um einen guten Ensign abzugeben, hält eine Eigenschaft sie davon ab: ihre Neigung, vorzupreschen und Fakten zu schaffen, ganz gleich, wie gefährlich das sein mag. Eines Tages findet sie heraus, dass die ranghöchsten Offiziere ihres Schiffs in eine Verschwörung verstrickt sind. Ihr bleibt nur eine Möglichkeit: Sie muss die Besatzung auf ihre Seite ziehen und eine Meuterei anzetteln …

Meine Einschätzung:

Ne, ne, ne. Prinzipiell hätte diese Serie um eine junge Offizierin in der Raumflotte ihres Heimatplaneten mir gefallen können, aber ich habe zu viele Kritikpunkte, um der Serie eine weitere Chance zu geben.
1. Obwohl die Geschichte ja eindeutig in der Zukunft spielt, muten die Gesellschaftsordnung und auch die militärischen Strukturen antiquiert an. Schottische Highland-Regimente, die uralte Traditionen plus Dudelsäcke auf andere Planeten mitschleppen? Seltsam altmodische Frauenbilder – siehe die Präsidentengattin? etc. Ne, da erwarte ich von einem Sci-Fi-Autoren aber mehr!
2. Ich habe ja gegen starke Frauenfiguren nichts einzuwenden, aber hier übertreibt der Autor dann doch. Ein junges Mädels ohne jegliche Erfahrung führt die Truppe mehrmals erfolgreich in die Schlacht und wenn mal alles nix hilft, dann gründet sie eine Hilfsorganisation mit ihrem Geld??? *kopfschüttel* Unglaubwürdig.
3. Ich habe von Physik nahezu keine Ahnung und wenn man mir seine Ideen halbwegs glaubhaft erklärt, dann rechne ich sicher nicht nach, ob das wirklich funktionieren kann, aber der Autor macht in diesem Buch seltsame Sachen mit Raumschiffen und Geschwindigkeit und Menschen und bei mir entstand der Eindruck, dass das alles so nicht hinhauen kann. Und von innovativer neuartiger Technik, die sowieso keiner nachrechnen könnte, ist hier nix zu lesen …
4. Thema Militär: auch vom Militär und dessen Strukturen habe ich keinerlei Ahnung, weil in unserer Familie noch nie jemand damit zu tun hatte, aber ich kann mich auch auf Details einlassen, wenn mich die Geschichte und die Charaktere ansonsten fesseln, aber in dieser Geschichte nimmt das Militär und seine Regeln und Strukturen einen zu großen Teil der Gesamtgeschichte ein und andere Teile, die mich viel mehr interessiert hätten, werden vom Autor nur angeschnitten.

Mein Fazit:
Dieser seltsam antiquiert erscheinende military-Sci-Fi-Roman-Serienauftakt hat mich nicht überzeugt und darf das Haus der Frau Leseratte gerne wieder verlassen.

Robb, J.D.: In den Armen der Nacht (20)


Gerne: Krimi, Thriller, Sci-Fi

Reihenfolge der Serie:
Teil 33: In Rache entflammt (erscheint im Mai 2017)
Teil 32: Verrat aus Leidenschaft
Teil 31: Mörderische Hingabe
Teil 30: Sündiges Spiel
Teil 29: Süßer Ruf des Todes
Teil 28: Tödliche Verehrung
Teil 27: Im Namen des Todes
Teil 26: Ein sündiges Alibi
Teil 25: Mörderische Sehnsucht
Teil 24: Sanft kommt der Tod
Teil 23: In Liebe und Tod
Teil 22: Stirb, Schätzchen, stirb
Teil 21: Stich ins Herz
Teil 20: In den Armen der Nacht
Teil 19: Tanz mit dem Tod
Teil 18: Im Tode vereint
Teil 17: Das Herz des Mörders
Teil 16: Der Hauch des Böse
Teil 15: Tödliche Unschuld
Teil 14: Einladung zum Mord
Teil 13: Das Lächeln des Killers
Teil 12: Symphonie des Todes
Teil 11: Sündige Rache
Teil 10: Spiel mit dem Mörder
Teil 9: Feuriger Verehrer
Teil 8: Der Tod ist mein
Teil 7: Liebesnacht mit einem Mörder
Teil 6: Mord ist ihre Leidenschaft
Teil 5: Der Kuss des Killers
Teil 4: Bis in den Tod
Teil 3: Eine mörderische Hochzeit
Teil 2: Tödliche Küsse
Teil 1: Rendevous mit einem Mörder

Kurzbeschreibung:
Mitten in der Nacht trifft bei der New Yorker Polizei der ängstliche Notruf eines kleinen Mädchens ein. Eve Dallas macht sich sofort auf den Weg, doch sie kommt zu spät: Die ganze Familie Swisher ist tot, und anscheinend waren hochprofessionelle Killer am Werk, die keine Spuren hinterlassen haben. Nur ein Familienmitglied – die neunjährige Nixie – entging dem Blutbad. Als Eve das zitternde Mädchen erblickt, ist es um sie geschehen. Um jeden Preis will sie das Kind schützen, denn Nixie schwebt als einzige Augenzeugin in höchster Gefahr …

Meine Einschätzung:
Weil ich gerade so schön in Schwung bin, habe ich mir gleich noch Band 20 dieser Serie geschnappt, die hier für eventuelle Leseflauten immer in mehreren Exemplaren herumliegen ;-).
Dieser Fall, nämlich der brutale Mord an einer ganzen Familie, hat mich und Dallas ganz schön mitgenommen. Die Brutalität der Mörder und das Leid des kleinen Mädchens mußte ich wirklich auf Abstand halten und das geht in diesem Sci-Fi-Setting ganz gut. Eve und ihr Team ermitteln gewohnt effizient und clever, Eve schrottet fast ihren nagelneuen Dienstwagen und die Täter sind nahezu unsichtbar. Sehr spannend!
Nachdem ich jetzt auch alle 20 Rezi neu verlinkt habe, ist mir aufgefallen, dass Blanvalet es tatsächlich geschafft hat, über 16 Jahre lang das Design der Cover für diese Serie beizubehalten. Das finde ich richtig gut und ich frage mich, warum das bei anderen Serie nicht so durchgezogen werden kann.

Mein Fazit:
Theoretisch kann man die Krimis auch einzeln lesen, aber es bereitet mehr Vergnügen, wenn man die Entwicklungen der einzelnen Figuren mitverfolgen kann.

Robb, J.D.: Tanz mit dem Tod (19)


Genre: Thriller, Sci-Fi

Reihenfolge der Serie:
Teil 33: In Rache entflammt (erscheint im Mai 2017)
Teil 32: Verrat aus Leidenschaft
Teil 31: Mörderische Hingabe
Teil 30: Sündiges Spiel
Teil 29: Süßer Ruf des Todes
Teil 28: Tödliche Verehrung
Teil 27: Im Namen des Todes
Teil 26: Ein sündiges Alibi
Teil 25: Mörderische Sehnsucht
Teil 24: Sanft kommt der Tod
Teil 23: In Liebe und Tod
Teil 22: Stirb, Schätzchen, stirb
Teil 21: Stich ins Herz
Teil 20: In den Armen der Nacht
Teil 19: Tanz mit dem Tod
Teil 18: Im Tode vereint
Teil 17: Das Herz des Mörders
Teil 16: Der Hauch des Böse
Teil 15: Tödliche Unschuld
Teil 14: Einladung zum Mord
Teil 13: Das Lächeln des Killers
Teil 12: Symphonie des Todes
Teil 11: Sündige Rache
Teil 10: Spiel mit dem Mörder
Teil 9: Feuriger Verehrer
Teil 8: Der Tod ist mein
Teil 7: Liebesnacht mit einem Mörder
Teil 6: Mord ist ihre Leidenschaft
Teil 5: Der Kuss des Killers
Teil 4: Bis in den Tod
Teil 3: Eine mörderische Hochzeit
Teil 2: Tödliche Küsse
Teil 1: Rendevous mit einem Mörder

Kurzbeschreibung:
Eine junge Frau wird im Central Park ermordet. Ein schockierender Anblick – auch für die erfahrene Polizistin Eve Dallas. Denn der Mörder hat seinem Opfer die Augen entfernt. Und es werden noch mehr Leichen mit diesem makabren Zeichen entdeckt. Eve Dallas steht vor einem Rätsel, bis ausgerechnet eine Hellseherin Hinweise liefert. Mithilfe ihres Ehemanns Roarke kommt Eve dem Psychopathen auf die Spur und entdeckt dabei ein schreckliches Geheimnis aus ihrer Vergangenheit …

Meine Einschätzung:
Es gibt Zeiten in meinem Leseleben, da habe ich auf kein Buch so richtig Lust. Manche schiebe ich vor mir her, andere mag ich gerade nicht lesen und dann hat wieder mal Lieutenant Dallas ihren ruppigen Auftritt :-).
Ich mag sämtliche Hauptfiguren der Serie richtig gerne, Rourke macht Jamie Konkurrenz und hat eindeutig das Potential zum perfekten Helden, Peabody und Nash sind supersüß und Summersets Zusammenstöße mit Eve Dallas sind kultig.
Der Einstieg in die Serie fällt mir auch jedes Mal leicht, denn die Kriminalfälle sind in der Regel abgeschlossen und nach 18 Bänden kenne ich mich in Robbs zukünftigem New York auch hinreichend gut aus.
In dieser Folge jagt Dallas einen Frauen-Serien-Psycho-Killer, aber die Autorin macht das wie immer spannend, routiniert, mit kleinen Überraschungen und hält mich damit bei Leselaune.

Mein Fazit:
Obwohl Psycho-Serien-Killer-Krimis nicht gerade meine Lieblingslesekost darstellen, hat mich dieser Eve Dallas Krimi gut unterhalten.

Hamilton, Peter, F.: Der Stern der Pandora – Die Commonwealth-Saga (1)


Genre: Sci-Fi, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Der Stern der Pandora
Teil 2: Die Boten des Unheils
Teil 3: Der entfesselte Judas
Teil 4: Die dunkle Festung


Kurzbeschreibung:

Wir schreiben das Jahr 2380. Das intersolare Commonwealth, ein etwa 400 Lichtjahre durchmessendes Raumgebiet, birgt über 600 Welten. Sternenschiffe sind überflüssig geworden, denn die Planeten sind durch ein Netz aus Wurmlöchern miteinander verbunden.
Am äußeren Rand des Commonwealth beobachtet ein Astronom das Unmögliche: Ein Stern verschwindet einfach – vom einen Moment auf den anderen. Da er zu weit vom nächsten Wurmloch entfernt liegt, wird eigens ein überlichtschnelles Schiff gebaut. Seine Mission: herauszufinden, ob das Phänomen eine Bedrohung darstellt. Bald stellt sich heraus, dass es nie eine größere Bedrohung für die Menschheit gab…

Meine Einschätzung:

Öhm ja, über 23 Stunden hatte ich dieses epische Sci-Fi-Werk auf den Ohren. Das war ganz schön anstrengend, wenn auch nicht wirklich langweilig (sonst hätte ich eh aufgehört). Allerdings braucht man schon Geduld, denn der Autor verzweigt seine Geschichte ganz schön weit und führt unglaublich viele Personen ein. Ich bin torztdem dran geblieben, weil mir sein Weltenentwurf gefallen hat und ich seinen Beschreibungen ganz gut folgen konnte. Ob das wissenschaftlich haltbar ist, ist mir, ehrlich gesagt, wurscht :-).
Jetzt brauche ich zwar erst mal ’ne kleine Pause, aber irgendwann will ich sicher wissen, wie es mit der Menschheit weiter geht, denn mir schwant schon, dass sich da ein mächtiger Feind im Anmarsch befindet ;-).
Gelesen wird das Hörbuch von Oliver Siebeck, der das sehr routiniert und für meine Ohren sehr angenehm macht.

Mein Fazit:
Wer Zeit, Geduld und Lust auf epische Sci-Fi hat, der hat mit der Commonwealth-Saga bestimmt Spaß.

Brandhorst, Andreas: Omni


Genre: Sci-Fi, Hörbuch

Kurzbeschreibung:
Der abtrünnige Agent Forrester erhält den Auftrag, Aurelius ausfindig zu machen, einen zehntausendjährigen Menschen. Dieser ist einer von insgesamt sechs, die die Anfänge der Menschheitsgeschichte kennen und wissen, wo sich die Erde befindet, auf der alles begann. Nur diese Zehntausendjährigen haben Zugang zum Omni, einem Zusammenschluss von Superzivilisationen, die zwar die Macht in der Milchstraße ausüben, für das Gros der Menschheit und ähnlich „unterentwickelte“ Zivilisationen jedoch im Verborgenen bleiben.
Forresters Reise führt ihn zunächst zu einem havarierten Schiff, in dessen Innern sich eine geheimnisvolle, mächtige Maschine befindet. Von einem Propheten erfährt er, wo der Zehntausendjährige sich aufhält. Doch schnell wird klar, dass viele verschiedene Interessen in den Fall verwickelt sind. Und Forresters Auftrag wird nicht nur für ihn selbst, sondern für alle Menschen zur größten Gefahr…

Meine Einschätzung:
Oh ja! Da stand Sci-Fi drauf und da war 100 % Sci-Fi drin. Eine Geschichte aus einer fernen Zukunft mit unvorstellbar weit entwickelter Technik, vielen äußerst fremdartigen Spezien, aber sehr menschlichen Gefühlen und Problemen: Habgier, Machtgier, Liebe, Freundschaft, Verrat, Vertrauen …
Die Geschichte ist sehr schön ausgebaut, sehr detailreich, so dass ich mir alles supergut vorstellen konnte. Es gibt auch einige sehr spannende Action-Szenen, aber auch viele langsame Passagen, aber das wurde mir nicht langweilig.
Nicht so 100 prozentig konnten mich die beiden Hauptfiguren Forrester und seine Tochter überzeugen, aber ich kann gar nicht sagen, woran das genau lag. Dafür gefiel mit die künstliche Intelligenz des Schiffes und der Zehntausendjährige als Figuren sehr gut.
Den Sprecher Richard Barenberg hatte ich bis dahin noch nicht gehört und fand seine Stimme und Interpretation sehr, sehr angenehm zu hören.

Mein Fazit:
Mein erster Sci-Fi-Roman von Andreas Brandhorst hat mir äußerst gut gefallen und „Das Schiff“ steht schon auf meiner Wunschliste.

Nuevel, Sylvain: Giants


Genre: Sci-Fi

Kurzbeschreibung:

Als die kleine Rose eines Abends beim Spielen in einer Höhle eine gewaltige Metallhand entdeckt, ahnt sie noch nicht, dass dieser Fund ihr ganzes Leben verändern wird. Siebzehn Jahre später will sie, inzwischen eine herausragende Physikerin, das noch immer ungelöste Rätsel aufklären. Gemeinsam mit einem Expertenteam aus Wissenschaftlern und Militärs findet Rose heraus, dass die Hand zu einem riesigen Roboter gehört, dessen Körperteile über den ganzen Globus verteilt sind. Doch wer hat den Roboter gebaut? Wann wurde er in der Erde vergraben? Und was bedeuten die seltsamen Zeichen auf dem Metall?

Meine Einschätzung:
Meine Tochter hatte sich dieses Buch für die Ferien ausgesucht und dann nach 5 Seiten weggelegt, weil sie mit der Erzählform nicht klar kam.
Das kann ich sogar nachvollziehen, denn die gesamte Geschichte wird als Interview erzählt. Verschiedene beteiligte Personen werden in einer Art Verhör von immer dem gleichen, unbekannten Fragesteller zum Stand der Untersuchungen befragt.
Und das ist erst mal sehr gewöhnungsbedürftig und an mancher Stelle habe ich wirklich einen übergeordneten Erzähler vermißt, der die Geschichte als Ganzes erzählt. Aber ich mag ja grundsätzlich solche Experimente und war so relativ schnell gefangen von diesem Sci-Fi-Roman.
Amerikanische Wissenschaftler entdecken ein uraltes Artefakt, Teil eines riesigen Roboters und begeben sich auf die Suche nach weiteren Teilen und dabei gehen sie ganz schön skrupellos vor und lösen fast den dritten Weltkrieg aus, denn nicht alle Teile finden sich auf amerikanischem Boden. Ich sehe das förmlich schon verfilmt vor mir.
Ein klein wenig vorhersehbar ist die Story schon, denn wie immer hat das Militär großes Interesse an dem riesigen Ding, das doch sicher eine ausgezeichnete Waffe wäre??
Aber der Autor überraschte mich tatsächlich mit ein paar interessanten, überraschenden Wendungen und das offene Ende läßt hoffen, dass er noch an einer Fortsetzung arbeitet, denn ich habe es ja eh schon immer gewußt: Wir sind nicht alleine im Universum ;-).

Mein Fazit:
Ein cooler Sci-Fi-Roman mit einer ungewöhnlichen Erzählperspektive und interessanten Ideen. Hat mir gut gefallen.

Thiemeyer, Thomas: Evolution – Die Stadt der Überlebenden (1)


Genre: Jugendbuch, Sci-Fi, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Evolution – Die Stadt der Überlebenden
Teil 2: Evolution – Der Turm der Gefangenen
Teil 3: Evolution – Die Quelle des Lebens

Kurzbeschreibung:
Eine Austauschgruppe auf dem Weg in die USA, eine Notlandung auf dem Denver Airport. Als Jem und Lucie das Flugzeug verlassen, ist die Welt plötzlich nicht mehr, wie sie war: Der Asphalt ist überwuchert, das Terminal menschenverlassen und überall lauern Gefahren. Vor allem Tiere haben es auf die Neuankömmlinge abgesehen. Was ist geschehen? Auf der Suche nach Antworten erfahren sie von ein paar letzten Überlebende in einer verschollenen Stadt. Doch wie sollen sie die erreichen, wenn die ganze Erde sich gegen sie verschworen hat?

Meine Einschätzung:
Ich habe Thiemeyer schon länger im Auge, denn sein, zugegebenermaßen etwas abgefahrener Thriller Korona, gefiel mir ja ganz gut und als mir nun dieses neue Buch mit dem Stichwort Zeitreise ins Auge fiel, konnte ich nicht „nein“ sagen.
Nun bin ich zwar gerade der dystopischen Jugendbücher nach dem Muster „Gruppe-schwieriger-Teenies-wird-mit-lebensbedrohlicher-apokalyptischer-Situation-konfrontiert“ müde, aber mich „kriegt“ man ja schnell als Geschichtenerzähler, wenn mir die Protagonisten sympathisch sind und die Geschichte halbwegs spannend ist. Und gut, ich gebe es zu: einer Reise in eine mögliche Zukunft, in diesem Falle hat die Natur die Oberhand gewonnen und überwuchert die Reste der menschlichen Zivilisation, fasziniert mich immer wieder. So habe ich einige Lieblingsszenen, wenn die Gruppe beispielsweise auf noch funktionierende Droiden oder sprechende Hologramme stößt.
Trotzdem bleibt es ein Jugendbuch mit den typischen Teenie-Problemen „Mag er/sie mich?“, „Bin ich schön genug?“ „Ich bin so schüchtern..“ oder auch „Große Klappe – nix dahinter“, aber das war erträglich. Die Erwachsenen in der Geschichte ereilt übrigens ziemlich schnell ein blutiges Ende ;-).
Die Welt, durch die sich die Protagonisten kämpfen müssen, ist gefährlich, blutrünstig und fremd und nach der letzten Seite habe ich erst mal geguckt, für wann Band 2 angekündigt ist 🙂 (Januar 2017).
Den Sprecher des Hörbuches Max Bremer kannte ich bisher nicht, aber ich habe seiner Stimme richtig gerne zugehört und er hat die Geschichte für meinen Geschmack genau richtig interpretiert.

Mein Fazit:

Thiemeyers dystopischer Auftakt einer Jugendbuchserie ist keine Neuerfindung des Genre, aber durchaus unterhaltsam und spannend.

Corey, James: Leviathan erwacht (1)


Genre: Sci-Fi

Reihenfolge der Expanse-Serie:
Teil 1: Leviathan erwacht
Teil 2: Calibans Krieg
Teil 3: Abaddons Tor
Teil 4: Cibola brennt
Teil 5: Nemesis Spiele (erscheint im Juni)

Kurzbeschreibung:
Die Menschheit hat das Sonnensystem kolonisiert. Auf dem Mond, dem Mars, im Asteroidengürtel und noch darüber hinaus gibt es Stationen und werden Rohstoffe abgebaut. Doch die Sterne sind den Menschen bisher verwehrt geblieben. Als der Kapitän eines kleinen Minenschiffs ein havariertes Schiff aufbringt, ahnt er nicht, welch gefährliches Geheimnis er in Händen hält – ein Geheimnis, das die Zukunft der ganzen menschlichen Zivilisation für immer verändern wird.

Meine Einschätzung:
Boah! Eine richtig breit angelegte, komplexe Space-Opera, die mir richtig gut gefällt, habe ich schon ewig nicht mehr gelesen. Dafür muß auch die Zeit reif sein und man muß auch die Geduld und die Zeit aufbringen, um sich kopfüber in die Schwerelosigkeit zu stürzen ;-).
Wir befinden uns in einer Zukunft, in der die Menschheit den Mond, den Mars und verschiedene Asteroiden besiedelt hat und das schon so lange, dass sich die nicht erdgeborenen Menschen auch äußerlich von den Erdbewohner unterscheiden.
Die Technik ist weit entwickelt, aber die Raumfahrt ist immer noch ein mühsames, ungemütliches, gefährliches Geschäft, weit entfernt von den komfortablen Weltraum-Schiffen der Star trek-Serie oder den Schlachtschiffen aus Starwars.
Mir hat das gut gefallen, obwohl die Beschreibungen der Technik recht detailliert sind und im Gegensatz zu anderen Sci-Fi-Fans ist es mir auch wurscht, ob der Autor sich an existierende physikalische Gesetze hält oder sie sich schlichtweg selbst ausdenkt oder zurechtbiegt.
Die 4-köpfige Besatzung eines kleinen, streng genommen gekaperten Raumschiffes, spielt die Hauptrolle in der komplexen Geschichte. Holden, der charismatische, ehrenhafte, aber auch naive Captain trifft einige, für die Menschheit offenbar schwerwiegende Entscheidungen, läßt sich aber unbeirrbar von seinen moralischen Vorstellungen leiten. Ein klitzekleines bisschen hat er mich manchmal genervt, ich sag nur – zu gut für diese Welt – , aber verkörpert nun mal den klassischen Helden. Sein Mitspieler, ein abgehalfteter, ehemaliger Polizist von einem Bergbau-Asteroiden hat keinerlei Skrupel im Sinne seines Auftragen Menschen umzubringen und auch sein eigenes Leben ist ihm nicht mehr viel Wert. Erst sein Auftrag, eine junge Frau zu finden, die mit ihrem Raumschiff im Weltall spurlos verschwunden ist und die augenscheinlich in eine größere, politische Verschwörung involviert ist, reißt ihn aus seiner Lethargie.
Ich kann die Komplexität der Geschichte nicht in ein paar Sätzen wiedergeben. Es gibt mindestens 3 verschiedene politische Lager, die jeweils die Macht über die bewohnten Planeten/Astroiden erlangen wollen, es gibt große Konzerne, die ebenfalls nach Macht und Einfluß streben und die Menschen skrupellos ausbeuten und es gibt eine geheimnisvolle Organisation, die diese Lager gegeneinander ausspielt und einen Krieg auslöst.
Es gibt schöne Weltraumschlachten mit Verfolgungsjagden, es werden Raumstationen erobert und/oder in die Luft gejagt, es wird gelitten, gestorben, getrauert und die Aussichten, dass sich die Menschheit (mal wieder) selbst auslöscht, sind gut.
Das ganze wird in meinen Augen sehr, sehr spannend, fast schon filmreif erzählt. Mit Liebe zum Detail und sehr stimmungsvoll erschaffen die Autoren eine düstere Zukunft mit interessanten Charakteren, deren Abenteuer ich gerne miterlebt habe.
Ich fand den Schreibstil flüssig und gut zu lesen und bin schon gespannt auf die nächsten Teile.

Mein Fazit:

600 Seiten prall gefüllt mit Sci-Fi – großartig!

Bradbury, Ray: Die Mars-Chroniken (abgebrochen)


Genre: Sci-Fi, Hörbuch

Kurzbeschreibung:
Im Januar 1999 beginnt die Kolonisation des Planeten Mars. Dort wachsen goldene Früchte an kristallenen Wänden, doch das Leben auf dem Mars ist demjenigen auf der Erde gar nicht so unähnlich…

Meine Einschätzung:
Hmpf. Vielleicht hätte ich den Zusatz hinter dem Titel, nämlich „Roman in Erzählungen“ beim Kauf wahrnehmen sollen. Mir war nämlich nicht klar, dass es sich um lauter einzelne Episoden handelt, die vom Autor nicht unbedingt inhaltlich miteinander verknüpft werden. Immer wieder tauchen neue Protagonisten auf und verschwinden am Ende der Episode.
Aber auch sonst war dieser Sience-Fiction-Klassiker überhaupt nicht meins. In nahezu philosophischen Exkursen führt der Autor dem Leser die Unzulänglichkeiten der menschlichen Gesellschaft und besonders der amerikanischen Gesellschaft vor Augen. Da landet eine Rakete von der Erde auf dem Mars und wird von den Ur-Einwohner regelrecht ignoriert, was die amerikanischen Astronauten wörtlich in den Wahnsinn treibt. In einer anderen Folge wollen Priester die Marsianer missionieren, etc.
Obwohl der Autor das ganz sicher super geschrieben hat, hat mich seine Idee nicht interessiert und ich merke, wie ich nicht ordentlich zuhöre. Und dabei habe ich sicher mal behauptet, dass Rufus Beck mir das Telefonbuch vorlesen könnte und ich fände es toll ;-). Toll lesen tut er wirklich, aber als Hintergrundgemurmel ist er nun wirklich zu schade.

Mein Fazit:
Die Mars-Chroniken von Ray Bradbury haben meine Erwartungen nicht erfüllt und meinen Geschmack überhaupt nicht getroffen, aber wer Freude an anspruchsvoller, gesellschaftskritischer Sci-Fi ohne Weltraumgedöns hat, wird vielleicht Spaß daran finden.