Ashley, Jennifer: Das Werben des Lord MacKenzie (2)

Genre: Liro

Reihenfolge der MacKenzies-Serie:
Teil 1: Kein Lord wie jeder andere
Teil 2: Das Werben des Lord MacKenzie
Teil 3: Lord Camerons Versuchung
Teil 4: Der dunkle Herzog
Teil 5: Die Verführung des Eliot McBride
Teil 6: Das verruchte Spiel des Daniel MacKenzie

Kurzbeschreibung:
Die Ehe zwischen Isabella Scranton und Lord Mac MacKenzie sorgt seit Jahren für Gesprächsstoff in der guten Gesellschaft. Erst brannte die Lady mit dem schottischen Lord durch, nur um sich drei Jahre später wieder von ihm zu trennen. Zu tief fühlte sie sich von Macs betrunkenen Eskapaden verletzt. Doch was keiner weiß: Die Leidenschaft, die sie einst verband, lodert so hell wie eh und je. Mac hat dem Alkohol inzwischen abgeschworen und ist fest entschlossen, seine Ehefrau zurückzugewinnen, koste es, was es wolle.

Meine Einschätzung:
In diesem Teil der Serie geht es um Mac und Isabella, die als ganz junge Leute recht überstürzt heirateten. Aber die Ehe war schwierig und anstrengend für beide, so dass sie eine Trennung vereinbarten. Aber nach 6 Jahren Trennung möchte Mac seine Ehefrau zurückgewinnen und er gibt sich alle Mühe ;-).
Allerdings gibt es einen Doppelgänger, der sowohl seine Gemälde kopiert, als auch seine Identität klaut und als der Bösewicht nicht davor zurückschreckt, Macs Haus anzuzünden, gehen die MacKenzie Brüder auf die Jagd.
Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, denn sie war durch die Krimihandlung schön spannend und ich mag auch die Frauenfiguren in den Romanen der Autorin sehr. Die sind beherzt, mutig, selbstständig und die schottischen Herren müssen sich anstrengen, um sie zu gewinnen.

Mein Fazit:
Ich mag diese klassische Liro-Serie sehr. Hirn aus, Herz an und dann ist gute Unterhaltung garantiert.

McEwan, Ian: Nussschale


Genre: Roman, zeitgenössisch

Kurzbeschreibung:
Eine klassische Konstellation: der Vater, die Mutter und der Liebhaber. Und das Kind, vor dessen Augen sich das Drama entfaltet. Aber so, wie Ian McEwan sie erzählt, hat man diese elementare Geschichte noch nie gehört. Verblüffend, verstörend, fesselnd, philosophisch – eine literarische Tour de force von einem der größten Erzähler englischer Sprache.

Meine Einschätzung:
Mein zweiter Roman des Autors und er hat mir leider überhaupt nicht gefallen!
Wie schon in „Honig“ versteht es der Autor wirklich herausragend gut, Gefühle, Menschen und Situationen zu beschreiben. Stilistisch ist er sicher ein ganz besonderer Autor.
Aber was er da schreibt!!! Der Ich-Erzähler ist ein ungeborenes Kind im Bauch seiner Mutter. Er beobachtet, kommentiert und analysiert das Verhalten seiner Mutter, die in einem vollkommen verwahrlosten Haus lebt, das ihrem Ehemann gehört, den sie vor die Tür gesetzt hat. Sie bekommt regelmäßig Besuch von ihrem Liebhaber und die Beschreibung der Sex-Szenen aus der Sicht des Ungeborenen waren absolut verstörend und gräßlich. *grusel*
Interessant wurde die Geschichte an der Stelle, als das Kind mitbekommt, dass Mutter und Liebhaber den Mord am Vater planen. Wie das ausgeht? … Verrat ich nicht ;-).
Diese ungewöhnliche Erzählperspektive und die Erwachsene, fast schon zynische, fatalistische Stimme, die er dem Erzähler verleiht, sind absolut nicht mein Fall gewesen. Ich fühlte mich auch ständig an Irvings „Garp oder wie er die Welt sah“ erinnert und das mochte ich damals auch überhaupt nicht.

Mein Fazit:
Mir scheint, dass ich kein Ian McEwan-Fan werden werde, obwohl mir seine Sprache und sein Stil gut gefallen. Sollte ich vielleicht noch ein drittes Buch von ihm lesen und wenn ja – welches?

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