Marchmont, Helena: Bunburry – Ein Idyll zum Sterben, Sammelband 1

Genre: Hörbuch, Krimi

Reihenfolge der Serie „Bunburry – Ein Idyll zum Sterben“:
Sammelband 1:
Teil 1: Vorhang auf für einen Mord
Teil 2: Oldtimer sterben jung
Teil 3: Schlechter Geschmack ist tödlich

Kurzbeschreibung:
Frische Luft, herrliche Natur und weit weg von London! Das denkt sich Alfie McAlister, als er das Cottage seiner Tante in den Cotswolds erbt. Und packt kurzerhand die Gelegenheit beim Schopfe, um der Hauptstadt für einige Zeit den Rücken zu kehren. Kaum im malerischen Bunburry angekommen, trifft er auf Liz und Marge, zwei alte Ladys, die es faustdick hinter den Ohren haben und ihn direkt in ihr großes Herz schließen. Doch schon bald stellt Alfie fest: Auch wenn es hier verführerisch nach dem besten Fudge der Cotswolds duftet – Verbrechen gibt selbst in der schönsten Idylle. Gemeinsam mit Liz und Marge entdeckt Alfie seinen Spaß am Ermitteln und als Team lösen die drei jeden Fall!

Folge 1: Vorhang auf für einen Mord:

Willkommen in Bunburry! Alfie McAlister – sympathisch, gutaussehend und Selfmade-Millionär – hat in dem malerischen Städtchen in den Cotswolds ein Cottage geerbt. Das kommt wie gerufen, will er London nach einer schlimmen persönlichen Tragödie doch so schnell wie möglich verlassen, um auf andere Gedanken zu kommen. Aber von Ruhe und Abgeschiedenheit keine Spur: Kaum in Bunburry angekommen, steckt Alfie schon mitten in einem Mordfall. Denn Liz und Marge, zwei alte Ladys und die besten Freundinnen seiner verstorbenen Tante Augusta, verpflichten ihn kurzerhand dazu, sich mit ihnen auf die Suche nach dem Täter zu machen. Doch dann gibt es einen zweiten Toten und die drei Amateur-Detektive müssen all ihre Schauspielkünste aufbieten, um den wahren Mörder zu entlarven…

Folge 2: Oldtimer sterben jung:

Das Glück liegt nicht immer auf der Straße. Schon nach kurzer Zeit hat Alfie McAlister in Bunburry eine ganze Reihe netter Leute kennengelernt. Doch damit ist jetzt Schluss: Bei einer unfreiwilligen Spritztour muss der arme Alfie feststellen, dass es eine sehr schlechte Idee ist, es sich mit der örtlichen Polizei in Gestalt von Sergeant Wilson zu verderben. Besonders, da er sich kurz darauf an einem Tatort wiederfindet und der Sergeant überzeugt ist, dass nur Alfie der Mörder sein kann! Jetzt gibt es nur noch eine Möglichkeit: Alfie muss den wahren Mörder selbst aufspüren – und dafür seine schlimmste Angst überwinden…

Folge 3 – Schlechter Geschmack ist tödlich:

Alfie genießt seinen sonntäglichen Lunch mit Liz und Marge im „Drunken Horse“ – bis die aufgebrachte Betty Thorndike in den Pub stürmt und die Gäste darüber aufklärt, woher das Fleisch auf ihren Tellern kommt! Nämlich von Edwards‘ Farm, eigentlich dem Vorzeigebetrieb der Region. Doch Betty hat einige unappetitliche Details zu berichten… Leider ist auch Nigel Edwards selbst gerade im Pub, und es kommt zu einer hässlichen Szene. Kurz darauf ist Edwards tot – und Betty sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Doch Alfie, Liz und Marge sind überzeugt, dass der wahre Mörder noch frei ist und sie Bettys Unschuld beweisen müssen! Nur leider ist das Ermitteln auf einer Farm nicht so einfach, wenn man wie Alfie panische Angst vor Kühen hat…

Meine Einschätzung:
Aufmerksam auf diese Cosy-Crime-Serie wurde ich durch die wunderbaren Glimmerfeen (hier der Link zu ihrem youtube-Kanal: https://www.youtube.com/user/Glimmerfee/videos?app=desktop), die immer für einen Buchtipp gut sind. 😉
Da audible die ersten 3 Folgen in einem Sammelband herausgebracht hat, habe ich dann gerne zugegriffen und mich sozusagen gemütlich zurückgelehnt.
Alfie, die Hauptfigur, ein Londoner Selfmade-Millionär kehrt in seine ländliche Heimat zurück, nachdem er einen tragischen Verlust erlitten hat. Seine zwei Nenntanten kümmern sich rührend um ihn und ehe er sich versieht, ist er in Mordermittlungen verstrickt.
Alfie ist mir ein klein wenig auf die Nerven gegangen, denn er schleppt sehr viele Probleme und Traumata mit sich rum, dass ich zwischendurch dachte, eine Therapie wäre wohl nicht schlecht. Ich nehme an, die Autorin hat ihn als kleinen Scherz Psychologie studieren lassen ;-).
Nun gut, die Mordfälle sind witzig und spannend, nicht zu blutig und die Auflösungen plausibel. Die Tantchen very british und Alfie gewinnt von Folge zu Folge.
Gelesen wird die Serie von Uve Teschner, dem ich wirklich sehr, sehr gerne zuhöre.

Mein Fazit:
Diese Cosy-Crimi-Serie lädt dazu ein, es sich bei einem schönen Tässchen Earl Grey gemütlich zu machen und zu stricken.

Nikolay, Mona: Rosenkohl und tote Bete

Genre: Krimi, Hörbuch

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Rosenkohl und tote Bete
Teil 2: Amsel, Drossel, tot und starr

Kurzbeschreibung:
Eben hatte sich Ex-Polizist Manne Nowak noch voller Vorfreude auf das Garten-Jahr eingestimmt, da wird die Ruhe in der Berliner Kleingartenanlage „Harmonie“ empfindlich gestört – und zwar von Mannes neuen Nachbarn: Gero und Caro von Ribbek machen irgendwas mit „Social Media“, haben vom Gärtnern ganz offensichtlich keine Ahnung und wollen Manne zu den ersten Grillwürstchen des Jahres einen Quinoa-Salat andrehen! Als wäre das nicht genug, wird in ihrem Gemüsebeet eine Leiche entdeckt. Weil die Polizei den Falschen verdächtigt – nämlich Manne -, beschließt Caro, dass sie die Sache selbst in die Hand nehmen müssen. Na das kann ja heiter werden!

Meine Einschätzung:
Hatte diesen Monat einige Stunden den geschätzten Uve Teschner auf den Ohren ;-). Mag seine wandlungsfähige Stimme und seine Interpretationen sehr gerne.
Aber nun zum Mord in einer Berliner Kleingartenanlage. Herrlich, genauso stelle ich mir das vor. Jeder passt auf jeden auf, verwilderte Gärten sind verpönt und im Sommer wird wochenends durchgehen gegrillt ;-).
Neben allen erfüllten Klischees gibt es aber auch interessante Charaktere, wie Manne, den Expolizisten und Caro, die Berliner Influencerin, die sich bei den Mordermittlungen zusammenraufen. Ihre Charaktere sind wirklich gut ausgebaut und vielschichtig und das fand ich toll. Auch der Krimifall entwickelt sich spannend und wird kunstvoll aufgelöst.

Mein Fazit:
Spannender, witziger, Berliner Kleingartenkrimi mit coolen, überzeugenden Charakteren. Wunderbar gelesen von Uve Teschner.

Heitz, Markus: Wédora


Genre: Fantasy, Hörbuch

Kurzbeschreibung:

Im Zentrum einer gigantischen, tödlichen Wüste aus Stein, Sand und Staub liegt die schwer befestigte Stadt Wédora. Sie ist der einzige Punkt für alle Handelskarawanen, Kaufleute und Reisende, um Wasser und Schutz zu erhalten. Sämtliche Wege aus Nord, Süd, Ost und West laufen auf die Stadt zu, die über der Grotte des Smaragdnen Wassers errichtet ist. Das Reservoir versiegt nie und ist der Garant für das Leben, das sonst nirgends an diesem Ort möglich ist. Und nur Wédora stellt sicher, dass Handel und Reise unter den verschiedensten Ländern rings um die Wüste geschehen kann. Ohne sie sind die Verbindungen unterbrochen.

Meine Einschätzung:

Ich mag die herrlich phantastischen, epischen Geschichten von Markus Heitz sehr und bewundere seinen enormen Ideenreichtum.
Zwei Freunde verschlägt es in eine ihnen vollkommen fremde Welt, deren Gesetze und gesellschaftlichen Regeln sie nicht kennen und Verstöße gegen diese Regeln werden leider immer gleich mit drakonischen Strafen belegt.
Wédora ist eine riesige Stadt, die in einer erbarmungslosen Wüste liegt, die neben unwirtlichen Lebensbedingungen auch noch mit jede Menge räuberischer Völker und hübsche blutrünstige Monster beherbergt. Herrlich.
Die beiden Hauptfiguren werden durch eine Zauber in die Wüstenstadt befördert und gleich nach ihrer Ankunft getrennt. Die Wiedervereinigung der beiden Gefährten und ihre Suche nach einem Zauberer, der sie wieder nach Hause zurückbringen kann und die abenteuerlichen Geschichte, die sie dabei erleben, die Allianzen, die sie eingehen müssen und die Gefahren für Leib und Leben, denen sie im Verlaufe der Geschichte ausgesetzt werden, sind keine Minute langweilig.
In gewohnter Heitz-Manier geht es in Wédora auch nicht zimperlich zu. Da wird gestohlen, verraten, vergiftet, erstochen, gemetzelt, eingekerkert, dass es eine Freude 😉 ist und bei dem Autor kann man sich auch nie hundertprozent sicher sein, dass er nicht doch eine Hauptfigur opfert, so dass es für mich ausreichend viele spannende Momente gibt :-).
Ich mochte die Schilderungen der Wüstenstadt, die einer afrikanischen Oase ganz entfernt ähnelt, sehr. Auch die Beschreibung der Stadtgesellschaft, der verfeindeten Völker und Bestien fand ich gelungen. Es gibt auch viele interessante Charaktere, so richtig schöne, böse Jungs oder fiese Verräter oder dreiste Diebinnen oder undurchschaubare Herrscher.
Mir ist allerdings nicht so ganz klar, ob es sich tatsächlich um einen Einzelband handelt oder ob es eine Fortsetzung geben wird. Es gibt einige Handlungsstränge, die könnten auch noch weitergeführt werden … Mal gucken. Ich würde mir die Fortsetzung auch sehr gerne anhören.
Uve Teschner liest die Geschichte wieder grandios gut.

Mein Fazit:
Wer die Muße hat, sich 16 Stunden lang auf eine Reise in eine fremde Welt zu begeben und wilde Abenteuer mit ungewissem Ausgang erleben möchte, der sollte sich Wédora auf die Ohren geben. Ich fand es großartig!