Whitten, Hannah: Für den Wolf

Genre: Fantasy

Kurzbeschreibung:
Wie alle Menschen fürchtet die Königstochter Red den Wilden Wald – einen verwunschenen Ort, an dem schreckliche Monster hausen. Das schlimmste unter ihnen ist der Wolf, dem seit jeher die zweitgeborene Königstochter geopfert wird. Red ist diese Tochter, und obwohl ihre ältere Schwester Neve ihr verbieten will, den Wilden Wald zu betreten, sehnt sich die jüngere danach. Denn in Red glüht eine gefährliche Macht, die sie nicht kontrollieren kann – und im Wilden Wald kann sie wenigstens niemanden verletzten, den sie liebt. Doch an dem Tag, als sie dem Wolf gegenübersteht, ahnt Red nicht, dass sie dieses Monster in Menschengestalt mit jeder Faser ihres Wesens lieben wird.

Meine Einschätzung:
Ein sehr, sehr schönes Cover und Märchenbezug und schwupps lag das Buch in meinem Einkaufskorb.
Aber, was soll ich sagen? Manchmal reicht das dann doch nicht, um für mich ein tolles Buch zu sein. Als Märchenadaption von Rotkäppchen ist die Geschichte kaum wiederzuerkennen. Gut, Red trägt einen roten Mantel als sie in den Wald geht, aber da wartet weder eine Großmutter, noch ein Wolf, noch ein Jäger. Das hätte ich ja verschmerzt, wenn die Geschichte nicht solche Längen hätte. Nach meinem Empfinden, hätte man die mittleren 300 Seite auf 50 zusammenkürzen können. Da passiert nicht wirklich etwas und diese lange Passage konnte auch nicht dazu beitragen, mir zu erläutern, warum Red sich in Wolf verliebt. Ich habe das nicht verstanden.
Und wenn mir in irgendeiner Geschichte Kartenmaterial gefehlt hat, dann hier. Die umliegenden Königreiche, die Lage des Wilden Waldes, das hätte ich gerne mal auf einer Karte nachgeschaut.
Es gibt natürlich auch interessante Aspekte in der Geschichte. Die höfischen Intrigen, die geheimnisvollen Kräfte des wilden Waldes, … und vielleicht lese ich irgendwann mal die Fortsetzung. Vielleicht …

Mein Fazit:
Eine gruselig-grausame Geschichte mit einige Längen im Mittelteil. Bin nicht so richtig begeistert.

Meyer, Kai: Sieben Siegel (Staffel 1)

Genre: Hörspiel, Urban Fantasy

Kurzbeschreibung:
Oktober 1983, ein beschaulicher Fachwerkort inmitten endloser Wälder. Die Erwachsenen glauben, die alte Sophia Markwart sei nur eine verschrobene Greisin, die zurückgezogen auf einem verfallenen Hof lebt. Selbst als sie mit einem Fleischermesser auf zwei Mädchen losgeht, hält man sie noch für harmlos – und die vierzehnjährige Kyra für verrückt, weil sie behauptet, Sophia Markwart sei eine Hexe.
Aber Kyra – geplagt von Visionen ihrer toten Mutter im brennenden Hexenhaus – gibt nicht auf. Während in den Wäldern rund um die Stadt eine uralte Macht aufersteht und die Schrecken der Vergangenheit nach der Gegenwart greifen, dringt Kyra mit ihren Freunden ins Spukhaus der Alten ein. Was die vier dort finden, wird ihr Leben für immer verändern.

Meine Einschätzung:
Vielleicht muss man ein Kind der 80iger sein, um meine Begeisterung für Hörspiele im Allgemeinen und in diesem Fall für diese Geschichte, die in den 80igern spielt, zu teilen.
Drei Freunde, die gerne unbeobachtet von den Eltern im Wald umherstreifen (ja, das war früher so ;-), wir durften einfach raus zum Spielen, in den Wald, einfach so, ohne Smartphone, ohne Tracking App, verrückt, gell?), beschließen, eine Séance durchzuführen. (Ähm, das haben meine Freundinnen und ich damals natürlich auch probiert, mit einer selbstgemalten Tafel und Buchstaben drauf. Tschuldigung, war der letzte Einwurf von mir :-))

Und ab dann geht alles schief! Mehr verrate ich natürlich nicht.
Aber ein gruseliger, stillgelegter Märchenwald, ein herunter gekommenes Hotel, eine esoterische Tante, ein undurchsichter junger Mann und eine verrückte alte Frau und natürlich die drei Freunde bevölkern diese tolle, spannende Geschichte, auf deren Fortsetzung ich sehnsüchtig warte.
Kai Meyer ist ein Meister seines Fachs und ich schätze seine Art des Geschichtenerzählens sehr. Immer wieder überraschend, unglaublich bildreich, voller Atmosphäre, spannend, witzig und mitreißend.
Das Hörspiel ist auch hervorragend inszeniert, besser geht es kaum.

Mein Fazit:
Unbedingt hören, Ihr Lieben! DAS ist Kino für die Ohren!!!! Spannend, gruselig, unterhaltsam, atemberaubend, großartig

Green, Simon R.: Das Regenbogenschwert – Der Dämonenkrieg 1


Genre: High Fantasy

Reihenfolge der Serie:
Teil 1: Das Regenbogenschwert – Der Dämonenkrieg 1
Teil 2: Unter dem blauen Mond – Der Dämonenkrieg 2
Teil 3: Der träumende Turm – Der Dämonenkrieg 3
Teil 4: Einst unter blauem Mond – Der Dämonenkrieg 4

Kurzbeschreibung:
Rupert ist der jüngste Spross eines bankrotten Königs. Um ihn nicht durchfüttern zu müssen schickt man ihn aus, einen Drachen zu töten, in der Hoffnung, er möge nie wieder zurückkehren. Doch dann kommt alles anders: Rupert und sein getreues Einhorn haben einige gefährliche Abenteuer im Dunkelwald zu bestehen, bevor sie sich dem schrecklichen Drachen stellen können. Als sie nach getaner Arbeit endlich ins Schloss zurückkehren, bringen sie zwar den Drachen mit, doch er ist alles andere als tot. Im Gegenteil: Er ist quicklebendig und zudem auch noch kooperativ. Prinz Harald ist alles andere als begeistert. Schnurstracks schickt er seinen kleinen Bruder wieder los, damit er sich einer neuen Gefahr stellen kann: Der finstere Wald droht, sich im ganzen Königreich auszubreiten. Mit gewohnt skurrilem Humor und elegantem Wortwitz zieht Simon R. Green den Leser in seinen Bann und macht aus eigentlich bekanntem Stoff etwas faszinierend Neues.

Meine Einschätzung:
„Das Regenbogenschwert“ ist der Auftakt zu einer klassischen Fantasy-Schwert-Magie-dunkle-Bedrohung-Trilogie, die zwar keine innovativen neuen Ideen birgt, sich aber duch selbstironische, sehr sympathische Charaktere auszeichnet.
Ich hatte kurz die Befürchtung, dass es sich um eine alberne Fantasy-Persiflage handelt oder dass die Serie Ähnlichkeit mit Terry Pratchet aufweist, diesen Autor kann ich nämlich nicht lesen. Aber nein, weit gefehlt.
Ich habe mich gut unterhalten mit einer kampferprobten, bockigen Prinzessin, einem altersschwachen Drachen, einem hornlose Einhorn, frechen Goblins, stattlichen Rittern, intriganten Zauberern, einer eigenwilligen Burg und nicht zuletzt mit einem prinzlichen Helden wider Willen.
Zwischendurch hat die Geschichte zwar ein paar Längen, wenn es um die politischen Intrigen bei Hofe geht, aber das kenne ich ja schon und blättere zur Not ein wenig vor. 😉
Das Cover gefällt mir übrigens auch sehr gut. Feder & Schwert hat da einen ganz eigenen Stil, der mir richtig gut gefällt.

Mein Fazit:
Ein wunderbarer Fantasy-Roman, der sich selbst nicht ganz ernst nimmt, aber nie albern wird.

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